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Alternative zum Auto

Leihangebot für Bürger: Stadt Kolbermoor schafft E-Lastenrad an

Bürgermeister Peter Kloo (links) und Klimaschutzmanager Martin Roith haben das rund 5300 Euro teure Lastenrad bereits getestet: Ab Dienstag, 3. August, haben Bürger die Möglichkeit, das neue Elektrolastenrad auszuleihen.
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Bürgermeister Peter Kloo (links) und Klimaschutzmanager Martin Roith haben das rund 5300 Euro teure Lastenrad bereits getestet: Ab Dienstag, 3. August, haben Bürger die Möglichkeit, das neue Elektrolastenrad auszuleihen.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Mit einem ausleihbaren Lastenfahrrad will die Stadt Kolbermoor ihren Bürgern eine Alternative zum Auto bieten. Mit dem Vorhaben betritt die Verwaltung nach eigenen Angaben Neuland.

Kolbermoor – Die Stadt Kolbermoor hat ein Elektro-Lastenfahrrad für 5300 Euro für seine Bürger angeschafft. Diese können es ab Dienstag (3. August) bei der Stadt ausleihen (siehe Kasten). In dem vorderen Transportkasten könnten bis zu 90 Kilogramm bewegt werden, erklärt Christian Poitsch vom Stadtmarketing. Ist das einmalig in der Region? „Mir ist von keiner anderen Kommune bekannt, die ein E-Lastenrad an ihre Bürger verleiht“, so Poitsch.

Der Zeitpunkt ist nicht willkürlich gewählt, denn ab Montag, 2. August, ist die Rosenheimer Straße zwischen Ludwigstraße und Angerbauerstraße in Richtung Rosenheim gesperr t. Und so können die Bürger ihr Auto im Parkhaus abstellen, das Rad leihen und beispielsweise im Aicherpark etwas einkaufen und transportieren.

Bürgern Alternative bieten

Die Idee zum E-Lastenrad hatte Bürgermeister Peter Kloo (SPD): „Wir wollen unseren Bürgern eine Alternative bieten. Es wird nicht einfach eine Umleitung ausgeschildert, sondern wir machen ein ganz konkretes Angebot und laden alle Interessierten ein, aufs E-Lastenrad aufzusteigen. Es wird spannend, wie das E-Lastenrad angenommen wird.“

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Außerdem sei das Lastenrad auch ein Beitrag zur CO2-Einsparung und damit zum Klimaschutz, erläutert Kolbermoors Mobilitätsmanagerin Veronika Winkler, die das Projekt „Lastenrad“ betreut.

Nicht länger als eine Woche

Gibt es denn eine zeitliche Begrenzung für die Ausleiher? „Also länger als eine Woche könne man es nicht leihen. Es ist ja zum Ausprobieren“, ist Poitsch überzeugt. Und wie ist es mit dem Ladegerät? Das sollen die Ausleiher eigentlich nicht mitbekommen. Denn schließlich habe beispielsweise nicht jeder die Möglichkeit, es aufzuladen.

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Aber wie lange reicht der Akku? Das könne man pauschal nicht sagen, erklärt er. Denn es hänge natürlich davon ab, wie oft man den E-Motor einschaltet und wie viel man transportiert.

Reparatur durch Bauhofmitarbeiter

„Der Klimaschutzbeauftragte Martin Roith hat es schon einmal getestet, und während er fuhr, habe sich die Leistung des Akkus bereits erhöht“, so Poitsch. Also: Wer ohne Akku mit dem Lastenrad zum Irschenberg fährt, der andere aber den Akku nutzt, wird am Ende sehen, wie weit er mit dem Motor kommt.

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Und wenn mal etwas defekt ist am Radl? „Wir hoffen natürlich schon, dass die Bürger dann Bescheid geben und Mitarbeiter des Bauhofs es dann richten können. Wir betreten komplettes Neuland. Und müssen schauen, wie es angenommen wird.“ Poitsch kann sich auch vorstellen, dass es einige Bürger testen, weil sie vielleicht selbst überlegen, sich ein Lastenrad anzuschaffen. Wenn sie das tun, „benötigen sie vielleicht irgendwann den Zweitwagen nicht mehr“. Und schon kommt man seinen Klimazielen näher.

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