„Nerven liegen blank“

Woran ein Lamm vor 4 Wochen starb, steht noch nicht fest - Kolbermoorer Besitzer wollen Klarheit

Insgesamt leben jetzt acht Lämmchen auf der Kolbermoorer Schafkoppel. Eines war vor rund vier Wochen gestorben. Die Todesursache soll eine Obduktion klären.
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Insgesamt leben jetzt acht Lämmchen auf der Kolbermoorer Schafkoppel. Eines war vor rund vier Wochen gestorben. Die Todesursache soll eine Obduktion klären.
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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Vor rund vier Wochen ist ein totes Lamm auf der Koppel an der Staatsstraße gefunden worden. Das Veterinäramt hat es mitgenommen, um die Ursache zu klären – das Ergebnis steht noch aus.

Kolbermoor – Woran das neugeborene Lämmchen auf der Weide an der Kolbermoorer Staatsstraße gestorben ist, das vor rund vier Wochen zur Obduktion freigegeben wurde, steht immer noch nicht fest. Auf wiederholte Nachfrage beim Landratsamt heißt es erneut: „Es gibt noch kein Ergebnis.“ Laut Leiter des Veterinäramtes, könne es möglicherweise noch mehrere Wochen dauern, bis es vorliegt, teilt Michael Fischer, Sprecher des Landratsamtes Rosenheim mit. Zur Erinnerung: Vor rund vier Wochen wurde das tote Lämmchen seitens der Veterinäre mitgenommen und sollte obduziert werden. Schließlich wolle die Behörde klären, ob ein „Verschulden des Tierhalters vorliegt“, hieß es im Januar.

Nerven der Halter liegen blank

„Das kann doch nicht wahr sein“, ärgert sich das Ehepaar Schüller, das seit 15 Jahren die Schafe in Kolbermoor hält. „Unsere Nerven liegen blank“, sagt Sophia Schüller. Auch sie haben bereits mehrmals beim Veterinäramt nachgefragt – „aber uns wurde nicht gesagt“, erzählt sie. „Uns macht das fertig. Wir lieben unsere Schafe, kümmern uns, sind mindestens einmal am Tag vor Ort, um nach dem rechten zu schauen.“

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Halter fragen auch bei Behörde nach

Einmal haben sie vom Rosenheimer Veterinäramt auf ihre Anfrage hin eine E-Mail bekommen, darin heißt es: „Da in diesem Fall weiterführende Untersuchungen durchgeführt werden, liegt noch kein Ergebnis vor. Wenn wir die abschließenden Befunde erhalten haben, melde ich mich bei Ihnen.“ „Wie lange denn noch?“, fragt Sophia Schüller. „Ich kann es nicht verstehen.“ Vor allem prangert sie „lange währenden Zeitraum“ an: Vor etwa vier Wochen haben die Veterinäre das kleine, tote Lämmchen mitgenommen.

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