Kolbermoorer Trachtler: Jahresablauf alles andere als aktiv

Auf ein sehr ruhiges Trachtenjahr blicken die Vereinsmitglieder des Trachtenvereines Immergrün heuer zurück.

Kolbermoor – Der sonst so aktive Jahresablauf, der stark von einer Vielzahl von kirchlichen und weltlichen Festen geprägt ist, fand mit der Pandemie und den daraus resultierenden Beschränkungen ab Mitte März ein jähes Ende. In Zeiten des Verzichtes und der Besinnung wurde erst einmal richtig bewusst, wie stark die Gemeinschaft das eigene Leben mit den gemeinsamen Zusammen-künften bei Proben, Vereinsabenden, Wallfahrten und Trachtenfesten prägt.

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Im Rahmen der Möglichkeiten versuchte der Vorstand immer wieder kleine Lichtblicke zu geben, um sich an die Zeiten in Normalität wieder zu erinnern und um neuen Mut zu schöpfen. So konnte im April vor dem Palmsonntag der selbst gebastelte Palmbuschen zur gemeinschaftlichen Weihe gebracht werden. Im Mai erinnerte ein kleiner Gruß als Postkarte an die Höhepunkte der vergangenen Jahre.

Mit den angepassten Beschränkungen war es ab Juni für die Jugendleiter wieder möglich, mit den Kindern und der Jugend einen zarten Start in die Proben zu wagen. So konnte unter im Freien und mit Abstand das Dirndldrahn und Schuhplattln wieder geprobt werden. Auch die Goaßlschnalzer und Trommler starteten zu diesem Zeitpunkt wieder ihre wöchentlichen Proben.

Durch die weiteren Lockerungen fand im August die erste richtige Begegnung der Vereinsmitglieder statt. In gemütlicher Runde wurde beim Brückenwirt ein kleiner Frühschoppen veranstaltet, der von den Vereinsmusikern umrahmt wurde.

Ab Oktober keine Proben mehr

Da man den Besuch des Rosenheimer Herbstfestes nicht ganz ausfallen lassen wollte, entschloss man sich zu einem Treffen in der Flötzinger Alm. So konnte zumindest ein wenig Frohsinn im vertrauten Kreis den Herbst einleiten.

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen Anfang Oktober entschloss man sich, sämtliche Proben wieder zu beenden, um ein mögliches Ansteckungspotenzial für alle Beteiligten zu vermeiden. Die für Dezember geplante Weihnachtsfeier im Freien musste aufgrund der ab November geltenden Maßnahmen wieder abgesagt werden. Jedoch konnte sich die Jugend am Nikolaustag über ein kleines Sackerl mit Süßigkeiten erfreuen – auch die ältere Generation wurde vom Nikolaus und seinen Helfern mit einer Vereinskerze und einem schokoladigen Gruß bedacht.

Vereinsleben vollständig zum Erliegen gekommen

Ist derzeit das Vereinsleben auch wieder vollständig zum Erliegen gekommen, blickt man trotzdem hoffnungsvoll in die Zukunft, sodass nach dem Ende der Pandemie Sitt und Tracht der Alten wieder an die kommende Generation weitergegeben werden kann und das Kolbermoorer Stadtleben aktiv mitgestaltet wird, auch wenn dieser Zeitpunkt wohl noch längere Zeit auf sich warten lässt.

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