Am Alten und Neuen Friedhof

Kolbermoorer Stadtrat beschließt weitere Fotovoltaik-Anlagen

Auch auf dem Gebäude am Alten Friedhof soll Sonnenenergie gewonnen werden. Riediger
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Auch auf dem Gebäude am Alten Friedhof soll Sonnenenergie gewonnen werden. Riediger
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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Sonnige Zeiten: Auf den Dächern der Gebäude am Alten und Neuen Friedhof sollen Fotovoltaik-Anlagen installiert werden – das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Anfang des Jahres soll es losgehen. Weitere sind geplant und wo die Stadt bereits welche hat, lesen Sie hier.

Kolbermoor – Die Stadt baut Fotovoltaik-Anlagen auf städteeigenen Gebäuden weiter aus: Einstimmig hat der Stadtrat jetzt in seiner jüngsten Sitzung der Errichtung zweier Fotovoltaik-Anlage auf den Dächern der Gebäude am Alten und Neuen Friedhof zugestimmt. Wenn alles nach Plan läuft, soll die Anlage Anfang 2021 auf den Dächern installiert werden. Schon kurze Zeit später könnte Strom fließen und die Gebäude versorgen.

Anlage soll auf ein Teil des Daches

Rathauschef Peter Kloo (SPD) erklärte, dass auf dem Dach des Anbaus am Alten Friedhofes eine Anlage 8,7 Kilowatt Peak (kWp) errichtet werden kann. Dadurch könne der energetische Bedarf des Gebäudes gedeckt werden. Allerdings werde die Anlage nur auf einen Teil der Dachfläche angebracht. „Bei einer Belegung der gesamten Fläche müssten die Hausanschlüsse und Verteilungen erweitert werden, wodurch die Kosten enorm anstiegen und die Anlage unwirtschaftlich würde“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Große Verschattung

Am Neuen Friedhof soll auf dem Dach der Aussegnungshalle eine Anlage mit 9,8 kWp realisiert werden. Aber auch hier wird nicht das komplette Dach genutzt. Der Grund: „Hier ist eine große Verschattung“, erklärte Rathauschef Peter Kloo dem Gremium.

Weitere Anlagen sind in Planung

Klimaschutzbeauftragter Martin Korndoerfer erklärt auf Anfrage, dass weitere Fotovoltaikanlagen auf städtischen Liegenschaften geplant sind. „Sonnige Zeiten“, sagt er und lacht. Auf den Dächern der kommunalen Gebäude sind bereits Anlagen (siehe Kasten). Auf dem Dach der Pauline-Thoma-Schule ist auch eine Fotovoltaikanlage – allerdings gehört die nicht der Stadt. Pächter ist die „BürgerEnergie Schwaikheim und Umgebung“.

Anlagen liegen auf Dach auf

Andrea Rosner (Grüne) bemängelte in der Sitzung, dass kein Plan vorliege. Man könne sich keine Vorstellung davon machen, wie es aussehen soll, sagte sie. Sebastian Daxeder (CSU) erklärte, dass es sich um Anlagen handele, die auf dem Dach aufliegen und nicht aufgeständert seien. Kurz: Von unten sieht man die Anlagen nicht – nur von weitem, eben wie die Dachziegel. Markus Schiffmann (CSU) sagte: „Auch wenn die Anlagen aufgeständert wären, wäre das nicht pietätlos“. Das Gremium stimmt der Errichtung einstimmig zu.

Auf diesen Dächern der Kommune sind bereits städteeigene Fotovoltaik-Anlagen

Auf einigen Dächern der städtischen Gebäude sind bereits Fotovoltaik-Analgen installiert, die der Stadt gehören. Auf dem Rathausdach ist eine Anlage, die jährlich etwa 20 000 Kilowattstunden Strom erzeugt, erklärt Klimaschutzbeauftragter Martin Korndoerfer. Zum Vergleich: Der Stromverbrauch einer dreiköpfigen Familie liegt jährlich bei etwa 3000 Kilowattstunden Strom, so der Klimaschutzbeauftragte. Des Weiteren besteht auf dem Dach der Adolf-Rasp-Schule eine kleine Anlage, die 2800 Kilowattstunden Strom erzeugt. Allerdings soll im Oktober auf dem Schuldach eine weitere Anlage installiert werden. Die städtischen Wohnungen an der Farrenpointstraße haben auf dem Dach auch Fotovoltaik-Module – sie produzieren rund 27 000 Kilowattstunden Strom. Auch das Dach der Kolbermoorer Feuerwehr soll nachgerüstet werden – auch hier ist eine Anlage geplant. Des Weiteren erklärt Korndorfer, dass die Stadt Kolbermoor die Anlage auf dem Dach des Bauhofs übernehmen möchte.

Auf einem Teil der Aussegnungshalle am Neuen Friedhof soll eine Fotovoltaik-Anlage installiert werden.

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