Kolbermoorer Freibad öffnet am 8. Juni – das sind die Maßnahmen in Corona-Zeiten

Noch sind die Radlständer leer: Das wird sich ab 8. Juni ändern, dann öffnet das Kolbermoorer Freibad. Mit einem Maßnahmenkatalog, so gibt es beispielsweise einen separaten Ein- und einen separaten Ausgang – für Letzteren soll das Zufahrtstor dienen.
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Noch sind die Radlständer leer: Das wird sich ab 8. Juni ändern, dann öffnet das Kolbermoorer Freibad. Mit einem Maßnahmenkatalog, so gibt es beispielsweise einen separaten Ein- und einen separaten Ausgang – für Letzteren soll das Zufahrtstor dienen.
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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Mit Abstand auf Tauchgang: Freibad öffnet mit Regelkatalog – Entlastungen für Familien: Ermäßigter Eintritt für Besucher

Kolbermoor – Das Kolbermoorer Freibad öffnet am 8. Juni seine Tür. Allerdings nicht nur eine, sondern gleich zwei: Denn im Rahmen der Corona-Auflagen muss es einen separaten Eingang und einen separaten Ausgang geben, erklärt Christina Poitsch vom Stadtmarketing. Aber das ist nur eine Regel in dem „nicht kleinen Maßnahmenkatalog“, der allerdings für die Öffnung des Freibades vonnöten ist. Denn oberste Prämisse ist der Gesundheitsschutz.

Morgens Sportschwimmer

Bürgermeister Peter Kloo sagt: „Wir hoffen, dass uns der Spagat zwischen den vorgeschriebenen, unbedingt notwendigen Maßnahmen und Einschränkungen einerseits und dem Erhalt der Freude am Baden andererseits gelungen ist.“ Obendrein lag dem Rathauschef an der Öffnung des Bades: „Die sofortige Öffnung nach der Freigabe durch die Regierung war uns ein großes Anliegen, da für viele Familien die Nutzung des Freibades eine willkommene und notwendige Abwechslung in den eh schon sehr eingeschränkten Corona-Zeiten ist.“

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Ein Punkt im Maßnahmenkatalogs ist beispielsweise, dass das Bad morgens, von 8 bis 11 Uhr, für sogenannte „Dauer- und Sportschimmer“ geöffnet. Kloo sagt dazu: „Mit der Vormittagsöffnung haben wir auch für die Freunde des Schwimmsports ein Angebot schaffen können, mit dem sie ihrer Schwimm-Leidenschaft nachgehen können.“ Vormittags ist allerdings die Liegewiese geschlossen und es gibt keinen Kioskbetrieb. Außerdem werden höchstens 100 Personen eingelassen.

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Ab 12 Uhr (bis 20 Uhr) ist für jeden das Bad zugänglich. Samt Liegewiese und geöffnetem Kiosk. Nachmittags haben 265 Personen Zutritt – mehr nicht. Und wie wird das kontrolliert? „Jeder Gast bekommt eine Karte.“ Sind diese Karten aufgebraucht, ist das Bad voll und es darf niemand mehr hinein. Verlässt ein Gast das Freibad, wirft er die Karte in einen Briefkasten, der mehrmals täglich geleert wird. Obendrein verweist Poitsch auf die Abstandsregeln, die eingehalten werden müssen: „Grundsätzlich gilt der Mindestabstand von mindestens 1,50 Meter im gesamten Bad, im Freien, wie im Wasser und auch im gesamten Eingangsbereich.“

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Um die Regeln einhalten zu können, „ist allerdings ein erheblicher organisatorischer Aufwand notwendig“, erklärt Poitsch. Im Vorfeld werden Bodenmarkierungen realisiert, Plakate mit den Regeln gedruckt und das Personal geschult – zwölf Mitarbeiter sind es insgesamt. Hinzu kommt das Reinigungsteam. Rathauschef Peter Kloo sagt: „Der Erfolg unserer Überlegungen und Maßnahmen hängt aber auch stark von der Disziplin und dem Verantwortungsbewusstsein unserer Badegäste ab.“

Familien sollen entlastet werden

Obendrein hat die Stadt beschlossen, „bei den Eintrittspreisen den Besuchern entgegen zu kommen und und will hier vor allem die Familien entlasten“, erklärt Poitsch, „das lag dem Bürgermeister am Herzen.“Das heißt in Zahlen: Einzeleintritt beträgt 2,50 Euro (bisher 3,50 Euro), Kinder von sechs bis 15 Jahren zahlen weiterhin einen Euro. Dementsprechend wurde der Preis der Zwölferkarte für Erwachsene ebenfalls reduziert auf 25 Euro (vorher 35 Euro), Kinder zahlen acht Euro. Neu ist das Angebot einer „Vormittags-Saisonkarte“, sie kostet 35 Euro.

Diese Ermäßigungen bietet die Stadt an, obwohl Poitsch mit einen finaziellen Einbruch von bis zu 75 Prozent rechnet“. Denn in den vergangenen Jahren kamen an besonders starken Tagen bis zu 3000 Besucher an einem Tag ins Freibad das ist im Rahmen von Corona nicht möglich – aber abtauchen mit Abstand.

Darauf müssen die Besucher des Kolbermoorer Freibades achten:

  • Personen mit Kontakt zu SARS-CoV-2-Fällen in den letzten 14 Tagen, mit einer bekannten/nachgewiesenen Infektion sowie mit unspezifischen Allgemeinsymptomen und respiratorischen Symptomen jeder Schwere, sind vom Badebetrieb ausgeschlossen.
  • Für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr ist die Begleitung eines Erwachsenen erforderlich – am besten bringen die Über-14-Jährigen ihren Schülerausweis mit.
  • Ein mehrfacher Besuch des Freibades an einem Tag durch denselben Badegast ist nicht gestattet.
  • Eingang und Ausgang sind räumlich voneinander getrennt.
  • Im Sportbecken dürfen sich gleichzeitig maximal 100 Personen aufhalten, im Nichtschwimmerbnecken 65.
  • Rutsche und Volleyball-Feld sind gesperrt.Im Kleinkindbecken ist zwingend eine elterliche Aufsicht erforderlich.
  • Die Sammelumkleiden bleiben geschlossen.
  • Die innenliegenden Gemeinschaftsduschen bleiben ebenfalls geschlossen. Es stehen lediglich die Duschen an den Durchschreitebecken zur Verfügung.
  • Es gibt keinen Verleih von Liegen, Wasserspielgeräten und ähnlichem. Allerdings ist die Anmietung eines Saisonfaches möglich (35 Euro, großes Fach 45 Euro).
  • Kioskbetrieb ist von 12 bis 20 Uhr. Im Bereich des Kioskes gelten alle Regeln eines Biergartenbetriebes.

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