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Kolbermoorer Bibelgarten: „Neue Themen sind in der Planung“

Nur der Wüstenteil und der veränderte Bibelweg (im Hintergrund) mit den Zehn-Gebote-Tafeln sind bislang umgezogen. Neue Bibelthemen seien in Planung, sagen Pfarrer Maurus Scheurenbrand und Auriela Franke.
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Nur der Wüstenteil und der veränderte Bibelweg (im Hintergrund) mit den Zehn-Gebote-Tafeln sind bislang umgezogen. Neue Bibelthemen seien in Planung, sagen Pfarrer Maurus Scheurenbrand und Auriela Franke.
  • Ulrich Nathen-Berger
    VonUlrich Nathen-Berger
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Nach zwei Jahren: Kleines Jubiläum für den Bibelgarten am Kolbermoorer katholischen Pfarrhaus der Gemeinde Heilige Dreifaltigkeit.

Kolbermoor – Eisschleckend stehen drei Passanten auf dem Bürgersteig vor dem katholischen Pfarrhaus in der Rainerstraße in Kolbermoor und deuten immer wieder in Richtung der Grünanlage. Fragen machen die Runde. „Was soll das darstellen?“ Und: „Soll das eine Kunst-Installation sein?“ Schulterzuckend gehen sie weiter…

Im Garteneck zwischen Eingang zum Pfarrhaus und der Straße steckt ein meterhoher, knorriger Baumstumpf mittig in einem runden, leicht erhöhten Kiesrundell, etwa 1,50 Meter im Durchmesser, umgeben von Gesteinsbrocken unterschiedlicher Größe.

Drei-Tage-Projekt jährt sich zum zweiten Mal

„Das ist der Wüstenteil aus unserem Bibelgarten“, erklärt mir wenig später Auriela Franke, Oberministrantin der katholischen Pfarrei. Mit der 17-Jährigen und Pfarrer Maurus Scheurenbrand bin ich hier nach dem Sonntagsgottesdienst verabredet für einen Rückblick: Denn in diesen Tagen jährt sich ein dreitägiges Projektengagement der Kolbermoorer Pfarrjugend zum zweiten Mal.

Im Mai 2019 schufen sie im Garten hinterm Pfarrhaus der katholischen Stadtkirche Heilige Dreifaltigkeit einen Bibelgarten. Hintergrund war die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), bei der Kinder und Jugendliche sich drei Tage lang einer ehrenamtlichen Tätigkeit in ihrer Pfarrgemeinde widmeten.

Organisation für Projekt übernommen

„Es wurden nur Dinge angelegt, die auch etwas mit der Bibel zu tun haben“, sagt Mitinitiatorin Auriela Franke. Die Schülerin des Karolinengymnasiums Rosenheim hatte vor zwei Jahren gemeinsam mit Pastoralreferentin Elisabeth Maier und dem Mesner der Kirche, Siegfried Obermayr, die Organisation für das Projekt übernommen. „Der Mesner hatte sich schon länger einen Themengarten im Bereich des Pfarrhauses gewünscht“, erzählt Franke weiter. Sie machten sich an die Planung und Umsetzung.

Die 40-jährige Wüstenwanderung der Israeliten, bevor sie endlich das gelobte Land erreichten, widerspiegelte sich in dem anfangs beschriebenen kleinen Wüstenteil im Garten; die zehn Gebote wurden auf Tafeln entlang eines Bibelwegs aufgeführt und ein Hochbeet stand für das biblische Motto „Ein Jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“. Von den Pflanzen im Hochbeet sollten saisonal bedingt auch Teile für den Kirchenschmuck verwendet werden. Eine kleine Bank lockte zum Verweilen.

Bibelgarten im Spätsommer verlegt

Von all dem ist heuer nicht mehr viel übrig geblieben: „Wir haben den Bibelgarten im letzten Jahr im Spätsommer verlegen müssen“, sagt Auriela Franke. Und zwar vors Pfarrhaus.

„Weil ich im vergangenen Jahr umgezogen bin in dieses Pfarrhaus“, klärt Pfarrer Scheurenbrand auf. „Ich hatte mir einen ruhigen Gartenanteil gewünscht. Der ist im hinteren Bereich für mich ein wohltuender Ausgleich.“ Die Kinder hätten sich gleich bereit erklärt, den Garten umzubauen.

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Scheurenbrand: „Jetzt ist die Anlage von Passanten auf der Rainerstraße auch zu sehen. Weitere Bibelthemen sollen zukünftig noch umgesetzt werden, das überlasse ich aber der Pfarrjugend.“

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