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Lastenrad, E-Scooter und E-Car-Sharing

„Wir lieben unser Lastenrad“ - Warum eine Kolbermoorer Familie komplett auf den Trend setzt

Entspannt auf dem Weg in die Kita: Florian Eisner, seine Frau Anna (nicht auf dem Foto) und die beiden Töchter Johanna und Antonia lieben ihr Lastenrad. Es hält nicht nur gesund, sondern bietet auch jede Menge Fahrspaß.
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Entspannt auf dem Weg in die Kita: Florian Eisner, seine Frau Anna (nicht auf dem Foto) und die beiden Töchter Johanna und Antonia lieben ihr Lastenrad. Es hält nicht nur gesund, sondern bietet auch jede Menge Fahrspaß.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Mit dem Lastenrad in den Kindergarten und dem E-Scooter auf Arbeit. Florian und Anna Eisner aus Kolbermoor testen seit 18 Monaten neue Mobilitätsformen und sind begeistert.

Kolbermoor – Familie Eisner hat ein neues Mobil für sich entdeckt. „Wir fahren damit zum Kindergarten, Schwimmbad und zum Eisessen nach Bad Aibling. Es ist kuschelig warm drin, und man wird nicht nass“, erklärt die vierjährige Antonia. „Da ist oben ein Dach drauf, ein Reißverschluss und fertig“, ergänzt ihre zweijährige Schwester Johanna. Nein, es ist nicht das neueste Modell eines E-Autos. Es ist ein Lastenrad. Seit März 2021 fahren Florian und Anna Eisner ihre Töchter damit in die Kita. „Wenn wir um die Kurven fahren und sie schwingen mit, freuen sich die beiden immer ganz besonders“, erzählt der Papa.

Praxistest für moderne Konzepte

Als einer der Geschäftsführer von Werndl & Partner beschäftigt er sich beruflich mit modernen Wohnquartieren und ihren Potenzialen. Eines davon sind neue Formen der Mobilität. „Ich wollte selbst testen, ob eine Familie mit Kindern zwei Autos braucht oder auch umsteigen kann“, erklärt er seine Motivation, den „Fuhrpark“ der Familie um ein Lastenrad und einen E-Scooter zu ergänzen. Anfangs schwang noch ein wenig Skepsis mit, wie sich die neuen Vehikel wohl in ihren Alltag einfügen würden. Doch 18 Monate später sind sie bei Wind und Wetter damit auf Achse und sagen ganz klar: „Unser Lastenradl lieben wir. Es ist Nonstop im Einsatz.“

Die Töchter sind begeistert vom neuen Fahrgefühl und dem Abenteuer auf dem Weg zur Kita . Sie fühlen sich sicher – es sei denn, „ein Leopard, Löwe oder Tiger“ kreuzt ihren Weg, meint Antonia. Das ist in Kolbermoor aber zum Glück noch nie vorgekommen. Die Kinder sitzen vorn, sind durch die Hartkunststoffschale der Cargo-Box gut gegen eventuelle Aufpralle geschützt. Sie steigen durch eine kleine Tür vorn ein, nehmen auf den gepolsterten Sitzen Platz und werden mit einem Drei-Punkte-Gurt angeschnallt. Es gibt ausreichend Stauraum für Plüschtiere, Badetaschen und Einkäufe. „Sind wir mit den Kindern auf Radtour, fährt immer einer von uns mit dem Lastenrad, denn dann können sie umsteigen und wir hängen ihre kleinen Räder einfach ans Lastenrad dran“, beschreibt Florian Eisner die neue Flexibilität.

Selbst wenn es regnet, fährt er lieber Rad

Die Cargo-Box bietet den Mädchen selbst mit Regendach und großen Fenstern immer besten Ausblick. „Und auch wir haben die Kinder immer im Blick, denn sie sitzen vorn. So sind wir in ständigem Kontakt mit ihnen“, beschreibt Eisner die Vorteile gegenüber einem Anhänger. Für mehr Stabilität haben die Eisners ein Dreirad-Lastenrad ausgewählt. Durch die Neigungstechnik legen sich Fahrer und Passagiere gleichzeitig in die Kurve. „Und dann juchzen die Zwei da vorn natürlich“, erzählt Eisner lachend. Selbst wenn es regnet, fährt er lieber mit dem Rad. „Einerseits ist der Fahrer durch die Cargo-Box relativ gut geschützt. Andererseits geht auch das Ein- und Aussteigen viel schneller als beim Auto und den Kindersitzen.“

Mit dem Lastenrad geht‘s entlang der Radwege an der frischen Luft zur Kita. „Das ist viel stressfreier als mit dem Auto, und nach einem Parkplatz muss ich auch nicht suchen“, erklärt der Papa. Sind die Kleinen in der Kita, steigt er auf den E-Scooter um und rollt als Geschäftsführer wie ein kleiner Junge zum Termin. Der 41-Jährige lacht: „So bin ich umweltbewusst unterwegs, umgehe Staus, bin schnell am Bahnhof, kann den E-Scooter mitnehmen und am Ankunftsort damit weiterfahren.“ Neben vielen Vorteilen findet er keinen wirklichen Nachteil in der neuen Mobilität: „Außer man hat vergessen, die Batterie zu laden. Dann wird es richtig anstrengend.“ Doch das passiere vermutlich allen nur einmal.

Trotzdem stehen bei den Eisners noch immer zwei Autos in der Garage. „Weil wir ein- oder zweimal im Monat jeder ein Auto brauchen“, begründet er. Nun aber geht das private Mobilitätsprojekt in die nächste Etappe. „Die Firma Werndl & Partner hat gemeinsam mit der INNergie zwei Ladesäulen im Gelände der Alten Spinnerei installiert und zwei Fahrzeuge fürs E-Car-Sharing angeschafft“, informiert Eisner.

Neues Puzzleteil: das E-Car-Sharing

Diese können von allen über die Moqo-App ganz einfach genutzt werden. „Mache ich nun die Kosten-Nutzen-Rechnung auf, bezahle ich für ein Auto, das ich einmal alle vier Wochen brauche, 300 bis 400 Euro Unterhaltungskosten pro Monat. Nutze ich an diesen beiden Tagen das E-Carsharing wären es keine 50 Euro“, rechnet Eisner vor. Die Familie wird den Test machen. Gelingt er, werden sie auf ein Auto (und einen Stellplatz) verzichten.

„So kann sich der Anschaffungspreis eines Lastenrades noch schneller amortisieren“, erklärt Eisner. Er und seine Frau Anna haben lange gesucht, ehe sie das passende Modell gefunden hatten. Wer neugierig geworden ist, kann es sich einfacher machen und die Cargo-Road-Show besuchen. „Auf jeden Fall“, so rät Florian Eisner, „sollte man Testfahrten machen, denn jedes Modell hat ein anderes Fahrverhalten. Das ist am Anfang erst einmal eine Umstellung.“

Die Cargobike-Roadshow kommt am Montag, 26. September, nach Kolbermoor

Die Cargobike Roadshow macht mit einem mobilen Lastenrad-Testparcours am Montag, 26. September, von 12 bis 17 Uhr, Station am Platz vor dem Alten Rathaus. Eine Auswahl von zwölf Test-Lastenrädern soll einen aktuellen Marktüberblick geben. Auf dem Testparcours können die zwei- und dreirädrigen Cargobikes nach kompetenter Einweisung mehrere Stunden getestet werden.

Ausgestattet sind die zwölf Test-Lastenräder mit Aufbauten für die private Nutzung – Kindertransport und Pedelec25-Antrieb. Das Roadshow-Team bietet eine unabhängige Beratung. Es besteht kein wirtschaftliches Interesse am Verkauf der Räder. Alle Teammitglieder sind gut vernetzte Cargobike-Fans mit Expertise in unterschiedlichen Schwerpunkten. Sie wollen vor allem eines: Menschen für zukunftsfähige Mobilität begeistern.

Die Cargobike Roadshow ist eine Beratungsdienstleistung und Kommunikationsmaßnahme für die Radverkehrsförderung. Besucher können sich kostenlos vom Fahrspaß und den variablen Einsatzmöglichkeiten der e-Lastenräder überzeugen. Auch wenn der Roadshow-Fuhrpark sich speziell an Privatpersonen richtet: Unternehmen sind am Testparcours ebenfalls willkommen. Für die meisten Testräder gibt es auch Aufbauten für die gewerbliche Nutzung und „flottes Gewerbe“.

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