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Lange Nacht der Feuerwehr am 24. September

Wenn es im Kolbermoorer Zentrum brennt, wird in der Feuerwache gezündelt

Zwei ausgediente Container haben die Kolbermoorer Kameraden zu Brandcontainern umgebaut. In der langen Nacht der Feuerwehr am 24. September werden darin Feuer gezündet, damit sich die Besucher im Löschen üben können.
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Zwei ausgediente Container haben die Kolbermoorer Kameraden zu Brandcontainern umgebaut. In der langen Nacht der Feuerwehr am 24. September werden darin Feuer gezündet, damit sich die Besucher im Löschen üben können.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Wer mit der Drehleiter in luftige Höhen aufsteigen oder mit einer hydraulischen Schere ein Autowrack zerlegen will, der ist bei der langen Nacht der Kolbermoorer Feuerwehr richtig. Sie beginnt am Samstag, 24. September, um 15 Uhr und hält spektakuläre Explosionen und Feuer bereit.

Kolbermoor – 12 453 ehrenamtliche Stunden leisteten die 101 aktiven Kameraden der Feuerwehr Kolbermoor im vergangenen Jahr. Das sind ganze 328 Arbeitswochen – oder auch sechs Arbeitsjahre. Heuer werden sie diese Zahl vermutlich noch toppen: Denn nicht nur Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung oder Unwetter-Einsätze gehören zu ihren ehrenamtlichen Aufgaben. Nach der coronabedingten Zwangspause können endlich auch wieder Ausbildungen, Übungen und Aktionen stattfinden.

300 Stunden Arbeit für Brandcontainer

In den vergangenen Wochen haben sich die Kameraden für die lange Nacht der Feuerwehren am Samstag, 24. August, mächtig ins Zeug gelegt. Sie beginnt um 15 Uhr auf dem Gelände rund um die Feuerwache in der Haßlerstraße und dauert bis Mitternacht. Sie wollen zeigen, wie gut ausgebildet und schlagkräftig ihre ehrenamtliche Truppe ist.

Eigens dafür haben sie etwa 300 Stunden an ganz besonderen Feuerstellen gearbeitet: zwei Brandcontainern. Zwar planen sie schon lange, die praktische Ausbildung damit noch anschaulicher zu gestalten. Nun ergab sich die Gelegenheit: „Wir konnten zwei ausgediente Container des Umweltmobils bekommen, die die Kameraden entkernt und zu Brandcontainern umgebaut haben“, informiert Jürgen Schlarb von der Kolbermoorer Feuerwehr.

So entstanden in 300 ehrenamtlichen Stunden zwei überdimensionale Feuerstellen. „Das sind keine Container für die professionelle Heißausbildung“, macht er klar, aber: „Sie ermöglichen eine viel bessere Ausbildung, bei der unsere Kameraden gezielt die Wahl der Mittel üben können.“ In Brandschalen werden in den Containern gesichert Holzfeuer entfacht. „Man kann sie beispielsweise mit einer Wärmebildkamera beobachten, die Brandphasen genau verfolgen, bekommt ein Gefühl für die Temperaturentwicklung und kann am offenen Feuer die Wirkung von Voll- oder Sprühstrahl auf das Feuer trainieren.“

Am Samstag wollen die Kolbermoorer Kameraden ihre Brandcontainer nun das erste Mal der Öffentlichkeit präsentieren. In einem wird ein Großbrand von den Profis gelöscht. „Am anderen dürfen die Besucher an kleinen Feuern das Löschen üben und dabei auch testen, ob sie ein Hohlstrahlrohr anheben können“, macht Schlarb neugierig.

Außerdem können die Fahrzeuge der Feuerwehr „getestet“ werden: An der Rainerstraße geht es mit der Drehleiter in luftige Höhen, werden mit leistungsstarken Gerätschaften Unfallfahrzeuge geöffnet. Auch hier dürfen die Besucher mit anpacken, um ein Gefühl dafür zu bekommen, dass technische Hilfeleistung körperlich schwere Arbeit ist. „Wir wollen die Vielfalt unserer Gerätschaften und unseres Einsatzgeschehens demonstrieren“, so Schlarb. Das THW ist vor Ort, präsentiert Technik zur Stromerzeugung und mobile Tankstellen. Die Feuerwehr macht mit einer Fettexplosion auf Gefahren im Haushalt aufmerksam.

Noch sind die Umbauten der Feuerwache nicht abgeschlossen, denn auch auf dieser Baustelle machen sich Lieferengpässe bemerkbar. Trotzdem wird es Führungen durchs Haus geben. Zudem können sich die Besucher in der Fahrzeughalle über die Jugendfeuerwehr informieren. Das BRK frischt das Wissen in der Ersten Hilfe auf. Im Rauschparcours kann jeder Teilnehmer live erleben, wie er die Welt wahrnimmt, wenn er unter Alkoholeinfluss steht – eine Rauschbrille macht‘s möglich. Zudem kann im „Rausch“ auch das Fahren mit Kettcars getestet werden.

Hüpfburg, Ball Race und Kletterwand

Für die Kinder entsteht auf dem Feuerwehrhof ein riesiger Erlebnisparcour mit Hüpfburg, Kletterwand und einem Bubble-Ball-Rennen. Die Kameraden haben an alles gedacht, um bis zu 1000 Besucher bestens zu unterhalten und zu informieren. Mit Kaffee, Kuchen, frisch Gegrilltem und Getränken ist auch fürs leibliche Wohl bestens gesorgt. Es wird eine große Tombola und an einem extra Verkaufsstand den plüschigen Feuerwehrdrachen „Grisu“ geben. Am Abend wird der Hof mit Fackeln und Glutkörben in romantisches Licht getaucht, zeigt eine Feuertänzerin mit Fackeln und Feuerseilen die akrobatischen Seiten des Feuers. Parallel dazu sind die Kolbermoorer Kameraden auch in dieser langen Nacht jederzeit einsatzbereit.

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