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Stau in Kolbermoors Innenstadt

So wird die Umleitungs-Lösung für die Rosenheimer Straße begründet

Einspuriger Verkehr am Rathaus ist die aktuelle Lösung für die Baustelle in der Rosenheimer Straße.
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Einspuriger Verkehr am Rathaus ist die aktuelle Lösung für die Baustelle in der Rosenheimer Straße.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Umleitungen fallen nicht vom Himmel. Nach diesem Motto von Christian Poitsch vom Stadtmarketing Kolbermoor entstand auch die Umfahrung der Baustelle in der Rosenheimer Straße. Die Stadtverwaltung erklärt nun, warum die aktuelle Lösung trotz Verzögerung die Beste ist.

Kolbermoor – Monatelange Planung und ständige Absprachen sind das alltägliche Geschäft im Kolbermoorer Rathaus, wenn es um das Thema Umleitungen geht. Für die Umfahrung der Baustelle in der Rosenheimer Straße hat Thomas Rothmayer, Leiter des Kolbermoorer Ordnungsamtes, viel Zeit und Arbeit investiert. Nach Abwägung unterschiedlichster Szenarien kamen alle Beteiligten zu dem Schluss: Die einspurige Fahrbahn inklusive der Umleitung über die Carl-Jordan-Straße ist trotz Verzögerungen die beste Lösung.

Arbeiten wurden über Monate vorbereitet

„So eine Umleitung wird in der Regel viele Monate vorher diskutiert“, erklärt Rothmayer. Sobald die Baufirma den Zeitpunkt für den Beginn der Arbeiten festgelegt hat, beginnt für den Leiter des Ordnungsamtes die regelmäßige Absprache mit allen betroffenen Stellen. Im Fall der Umleitung an der Rosenheimer Straße waren das neben dem Kolbermoorer Planungsbüro und der Baufirma auch die Verwaltung von Großkarolinenfeld und Rosenheim.

Hinzu kamen die Polizei Bad Aibling sowie die Feuerwehr und Rettungsdienste von Kolbermoor. „Dabei hat jeder seine eigenen Vorstellungen“, bemerkt Rothmayer. Durch die unterschiedlichen Ansichten werden allerdings auch sämtliche Möglichkeiten geprüft.

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Die Vorbereitungen von Umleitungen beginnen allerdings meistens noch viel früher, wie Christian Poitsch vom Stadtmarketing der Stadt Kolbermoor berichtet. „So eine Baustelle fällt ja nicht vom Himmel.“ Demnach gibt es Jahre im Voraus eine Ausschreibung, in der die Rahmenbedingungen für die Arbeiten festgelegt sind. Dass die jeweilige Baufirma dann beispielsweise nicht die komplette Rosenheimer Straße sperren kann, sei daher von Anfang an klar.

Das Ziel ist es laut Rothmayer, immer alle Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen. So muss es in diesem Fall möglich sein, dass auch noch Fußgänger und Fahrradfahrer sicher durch oder um die Baustelle kommen. Dies sei auch der Grund, warum man die Autos nicht einfach um das Rathaus herum und an der Friedrich-Ebert-Straße entlang führen kann. „Da muss man sich nur einmal eine halbe Stunde lang hinstellen, um zu realisieren, wie viele Radfahrer und Fußgänger dort entlang kommen“, meint Rothmayer.

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Ebenso wurde auch die Idee einer veränderten Ampelschaltung bedacht, die allerdings an den sogenannten Räumzeiten scheitert. Denn bei der Baustellenlänge von rund 100 Metern würde es pro Ampelschaltung zusätzliche 20 Sekunden dauern, bis die einspurige Fahrspur für den Gegenverkehr wieder frei wäre. Wenn man aus jeder Richtung die Ampel für rund eine Minute auf grün schaltet, ergibt sich dazwischen ein Stillstand von rund fünf Minuten. Denn wenn jede der vier Ampeln eine Minute auf grün steht und weitere 20 Sekunden Räumzeit dazu kommen, ergibt sich eine zwischenzeitliche Wartezeit von vier mal einer Minute und zwanzig Sekunden. Daher würden zwischen zwei Grünphasen rund fünf Minuten liegen. „Da staut es sich innerhalb kürzester Zeit bis nach Großkarolinenfeld“, ist sich Poitsch sicher.

Maßnahmen nicht in Stein gemeißelt

Die akribische Vorbereitung auf die sensible Umleitung bedeutet jedoch für Rothmayer nicht, dass alles in Stein gemeißelt ist. Vielmehr müsse man immer flexibel bleiben und sich den Gegebenheiten anpassen. Im Falle der Rosenheimer Straße gelte das allerdings auch für die Anwohner. „Ich selbst muss die Umfahrung auch nehmen und habe mich dementsprechend angepasst“, berichtet der Ordnungsamtsleiter. „Gerade Einheimische wissen spätestens beim zweiten Mal, dass man die Stelle umfahren muss oder eben mehr Zeit braucht“, fügt Poitsch hinzu.

Hinzu kommt, dass man die Planung der Baustelle auch bereits frühzeitig kommunizierte. Dementsprechend gab es einen Informationsabend, bei dem sich Interessenten mit den Plänen auseinandersetzen konnten. Außerdem hat die Stadtverwaltung die Anwohner und Firmen in der betroffenen Straße 14 Tage vor Baubeginn nochmals per Post auf die eventuellen Unannehmlichkeiten hingewiesen.

Baubeginn extra in den Schulferien

Die Lösung für Umleitung rund um die Baustelle am Rathaus ist daher laut Poitsch nicht einfach „aus der Luft gegriffen“, sondern von langer Hand koordiniert. Auch der Beginn zu den Sommerferien, wenn die Belastung auf den Straßen am Morgen nicht so groß ist, sei kein Zufall. So soll wichtige Zeit gewonnen werden, um Mitte September bereits mit der zweiten Phase beginnen zu können. Auch hier habe man, so der Marketingleiter, wieder frühzeitig angefangen zu planen.

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