Kolbermoorer Ministranten zeigen in diesem Video, was man in der Kirche besser nicht tut

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Natalie Lauricella (links) und Magdalena Franke zeigen wie es nicht geht: Beim Ministrieren sind keine Sandalen und keine Gaudi erlaubt. Aurelia Franke filmt die beiden Oberministrantinnen.
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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Sandalen und Gaudi erst nach der Messe: Die Oberministranten der Kolbermoorer Stadtkirche haben ein aufwändiges und witziges Video gedreht. So sollen Erstkommunionkindern und angehende Ministranten unter anderem lernen, was man beim Gottesdienst alles falsch machen kann und wie es besser geht. Sehenswert!

Kolbermoor – Über 70 Mädchen und Buben feiern heuer in Kolbermoor ihre Erstkommunion. Von Juli bis September finden die Feierlichkeiten statt. In Corona-Zeiten ist alles anders. Das betrifft allerdings nicht nur die terminliche Verteilung: Denn eigentlich erzählen die Ministranten den Erstkommunionkindern wie das Ministrieren abläuft.

Das ist heuer so nicht möglich: Und so haben die Oberministranten Rebecca Schrank (16) Aurelia (16) und Magdalena (17) Franke sowie Natalie Lauricella (16) der Kolbermoorer Stadtkirche kurzerhand ein gut fünfminütiges Video gedreht, um den Nachwuchs fürs Ministrieren zu begeistern.

Richtig und falsch

Pastoralreferentin Elisabeth Maier hatte mit den Oberministranten im Vorfeld über ihre Idee gesprochen, ein Video zu drehen. Die jungen Leute ließen sich nicht lange bitten und legten los. „Wir haben uns überlegt, einfach zu zeigen wie es richtig geht und wie nicht“, sagt Aurelia Franke. Und los ging es.

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Das Video startet mit dem Verbrennen von Weihrauch, anschließend gehen zwei Ministranten mit dem Weihrauchfass durch die Kirche und schwenken es – so wie es eben richtig praktiziert wird. Um diese Aufnahmen zu machen, hat sich Aurelia Franke auf den Kirchenboden von Heilige Dreifaltigkeit gelegt, ihr Handy gezückt und gefilmt. Sie lassen Bilder sprechen, nur selten erheben sie ihre Stimmen. Vielmehr sind die Sequenzen mit Musik unterlegt.

In den nächsten Szenen stehen die Oberministranten in Alltagsklamotten vor dem Altar. Springen in die Luft und bei der Landung tragen sie die Gewänder. Aber die Farben stimmen nicht: Einer trägt grün, einer rot, einer lila. Falsche Farbe! „Wir haben normalen Sonntag – grün.“ Sprung in die Luft – richtig, alle tragen grün.

Am Ende? Gummibärchen

„Wir zeigen euch Ministrieren. Wie es geht und wie man es nicht tun sollte...“ ist die nächste Sequenz. Beim Einzug läuten: Aurelia Franke zieht mehrmals an der Kordel – falsch. Einmal reicht. So ist es richtig. Kniebeuge, hinsetzen, Leuchter, Gabenbereitung. Um die einzelnen Gefäße zanken? Falsch! Richtig: Jeder kennt seine Aufgabe.

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Wann hinknien und wann nicht, .das zeigen wird nochmal genau erklärt. Und bei „Nach der Messe gibt es Gummibärchen“ läuft alles glatt. Den Weg kennen sie und greifen ins Glas. Plötzlich lacht Mesner Siegfried Obermayr in die Kamera – er würde sicherlich auch ein Gummibärli nehmen. Zum Schluss „Jetzt habt ihr einiges kennengelernt. Wir Oberminis von Dreifaltigkeit freuen uns auf euch.“

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Rund eineinhalb Stunden Filmmaterial haben sie zusammengetragen, am Computer zusammengeschnitten und dann Pastoralreferentin Mayer geschickt. „Ich habe mir den Film sofort angeschaut.“ Und voller Begeisterung hat sie zum Hörer gegriffen, die jungen Regisseure und Darsteller gelobt. Das Video wird auf die Homepage der Stadtkirche gestellt und an alle Eltern der Erstkommunionkinder geschickt. Corona macht kreativ!

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