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Stadtrat gibt grünes Licht für Umbaumaßnahmen

Friedrich-Ebert-Straße in Kolbermoor wird zur Fahrradstraße: Was geplant ist, wann es los geht

Der Kreuzungsbereich der Ludwig- zur Friedrich-Ebert-Straße in Kolbermoor: Hier soll in Zukunft keine Einfahrt mehr mit dem Auto möglich sein.
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Der Kreuzungsbereich der Ludwig- zur Friedrich-Ebert-Straße in Kolbermoor: Hier soll in Zukunft keine Einfahrt mehr mit dem Auto möglich sein.
  • Mathias Weinzierl
    VonMathias Weinzierl
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Die Friedrich-Ebert-Straße in Kolbermoor wird zwischen Ludwigstraße und Brückenstraße zur Fahrradstraße. Das hat der Stadtrat jetzt beschlossen. Wann es so weit sein soll – und was es für Verkehrsteilnehmer dann zu beachten gibt.

Kolbermoor – Mehr Platz für Fahrradfahrer und Fußgänger, weniger Durchgangsverkehr für die Anwohner: Am Teilabschnitt der Friedrich-Ebert-Straße in Kolbermoor zwischen Ludwigstraße und Brückenstraße will der Kolbermoorer Stadtrat zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – und hat daher am Mittwochabend (23. November) bei einer Gegenstimme dem Umbau des Abschnitts zu einer Fahrradstraße zugestimmt.

Autos können dort dann nicht mehr einfahren

Nach Angaben von Manuel Wiesböck vom gleichnamigen Planungsbüro in Großkarolinenfeld, das Ende Juni seitens der Stadt mit den Planungen für den Straßenabschnitt beauftragt worden war, wird an den Zufahrtsbereichen an der Ludwigstraße sowie an der Brückenstraße die Zufahrt so verengt, dass Autos dort nicht mehr einfahren können. Auch Anliegern wird dort die Einfahrt dann verwehrt.

In den Straßenzügen zwischen Ludwigstraße und Brückenstraße auf der einen, sowie Friedrich-Ebert-Straße und Rosenheimer Straße auf der anderen Seite können sich motorisierte Verkehrsteilnehmer aber weiterhin frei bewegen und auch die Friedrich-Ebert-Straße nutzen, um in eine andere Seitenstraße einzufahren.

„Wichtig sind vor allem die Durchgangssperren an der Ludwigstraße und an der Brückenstraße, damit wir den Durchgangsverkehr raushalten“, kommentierte Bürgermeister Peter Kloo (SPD) die Planungen. Er verwies darauf, dass sich die Stadtverwaltung auch über eine Einbahnstraßenregelung Gedanken gemacht habe, aber: „Für den Schilderwald hätten wir dann einen Förster gebraucht.“ Der Rathauschef geht davon aus, dass die Umbaumaßnahmen „zu einer deutlichen Verbesserung des Ist-Zustandes“ führen und „ein attraktiver Aufenthaltsraum für den nichtmotorisierten Verkehr“ entstehen werde.

Was passiert bei dichtem Schneefall?

Stadtratsmitglied Kerim Bacak (Parteifreie Kolbermoor) äußerte allerdings bedenken, ob die Straße im Winter für Radfahrer überhaupt nutzbar sei. „Was ist, wenn es mal richtig schneien sollte?“, fragte Bacak. „Da kommt ja kein Schneepflug mehr durch.“ Eine Befürchtung, die Kloo jedoch ausräumen konnte. Er verwies darauf, dass derartige Fahrzeuge schließlich über die Seitenstraßen zufahren könnten. Durch herausnehmbare Poller ist nach Angaben von Planer Wiesböck auch die Zufahrt von Rettungskräften gewährleistet.

Ingesamt wird die Baumaßnahme die Stadt nach derzeitigem Stand knapp 700.000 Euro kosten, wobei die Kommune von einer Förderung von fast 120.000 Euro ausgeht. Im Zuge der Maßnahmen, die auch dazu beitragen sollen, dass das Wasser dort wieder besser von der Straße abfließt und keine riesigen Pfützen bildet, wird die Stadt im Boden zudem ein Lehrrohrnetz für Glasfaser verlegen lassen. Kloo: „Dann sind wir gerüstet, wenn der Breitbandausbau dort mal kommen sollte.“

Und wann soll‘s mit den Umbaumaßnahmen an der Friedrich-Ebert-Straße in Kolbermoor losgehen? Die Stadt will die Ausschreibung noch im kommenden Winter umsetzen, damit Anfang April 2023 im Bereich der Ludwigstraße mit den Arbeiten begonnen werden kann. Das Bauende im Bereich der Brückenstraße ist dann für August oder September 2023 anvisiert.

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