Streit um Wohn- und Geschäftsbau

Spinnereipark-Gelände Klobermoor: Bebauungsplan geändert, um „friedliche Nachbarschaft herzustellen“

In den „Architektouren 2020“ der Bayerischen Architektenkammer vertreten: das Projekt „Wohnen im Spinnereipark“ in Kolbermoor.
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In den „Architektouren 2020“ der Bayerischen Architektenkammer vertreten: das Projekt „Wohnen im Spinnereipark“ in Kolbermoor.

„Intensive Abstimmungen“ hat es laut Bürgermeister Peter Kloo (SPD) bereits gegeben. Deshalb sollte auch der Bebauungsplan „Spinnerei West“ in Teilen geändert werden. Um letztlich „friedliche Nachbarschaftsverhältnisse“ herzustellen (Markus Schiffmann/CSU) hieß es in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.

Kolbermoor – Auch in Kolbermoor rücken Gewerbe und Wohnbebauung immer näher zusammen. Das Spinnereipark-Gelände soll baulich erweitert werden – das wird jetzt allerdings beklagt. Das Areal grenzt an den Betrieb der Firma Mues. Die Firma befürchtet, dass sich künftige Anwohner durch den Firmenbetrieb gestört fühlen könnten – auch wenn rein nach den Grenzwerten kein Beanstandungsgrund vorläge.

Dennoch: Das könnte zu Klagen führen. Obendrein klagte die Firma Mues als unmittelbarer Nachbar gegen einzelne Baugenehmigungen.

Um einen Beitrag zur Verbesserung der Gesamtsituation beziehungsweise die Rücknahme einzelner Klageverfahren zu leisten, soll laut Bürgermeister Peter Kloo „die intensive Wohnnutzung auf dem Gelände reduziert werden“. Kurz: Eines der geplanten Wohngebäude, das quasi an den Bereich der Firma Mues grenzt, soll durch einen Handwerkerhof ersetzt werden. Es soll quasi als Puffer dienen.

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Caroline Schwägerl (Grüne) erklärte in der Sitzung, dass sie einem Handwerkerhof skeptisch gegenüberstehe. „Wie soll das Parken und der Zuliefererverkehr vonstattengehen?“ Außerdem habe sie große Bedenken, dass das Gebäude das Areal nicht aufwertet. Kloo erklärte indes, dass es eine „Aufwertung“ sei.

Obendrein soll seitens der Firma Mues auf deren Gelände eine Lärmschutzwand errichtet werden, hieß es. Sabine Balletshofer-Wimmer (CSU) erklärte, dass man es nur unterstützen kann, dass man sich außergerichtlich einigt – „auf ein gutes Ende“.

Das Kolbermoorer Gremium befürwortete die Änderung mit einer Gegenstimme (1:5).

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