Kolbermoor: Sie haben den grünen Daumen - Kurt Möser und Heidi Hell sind Teil der Ehrenamtsserie

Eine wahre Pracht– nicht nur für Insekten: Heidi Hell und Kurt Möser in dem grünen Paradies der Familie Möser.
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Eine wahre Pracht– nicht nur für Insekten: Heidi Hell und Kurt Möser in dem grünen Paradies der Familie Möser.

Die beiden haben einiges gemeinsam: Die Liebe zum Ehrenamt und zu den den Blumen. Obendrein hatten beide schon als kleine Kinder ein Beet, um das sie sich gekümmert haben: Dort haben sie Salate beispielsweise angebaut.

Kolbermoor – Heute, rund 65 Jahre später, sind Kurt Möser (70) und Heidi Hell (69) beide im Vorstand des Kolbermoorer Obst- und Gartenbauvereins (OGV) aktiv. Möser seit drei Jahren als Vorsitzender, Hell ist seit diesem Jahr als Beauftragte für die Öffentlichkeitsarbeit dabei.

Nacktschnecken auf den Kompost

Möser ist seit 25 Jahren im OGV – durch seine Frau Ilse. Denn im Hause Möser ist die Frau in erster Linie für den Garten zuständig, erzählt er. Er übernehme im Garten die schwereren Dinge, wie Rasenmähen, Sträucher schneiden und Co. Derzeit ist Ilse Möser den Schnecken hinterher – „die sind heuer besonders stark vertreten“. Und die werden alle auf den Kompost gebracht. „Mit Gift mache ich gar nichts“, erzählt Möser, dessen Lieblingsblumen alle sind, die Bienen und Hummeln glücklich machen. Auf die Frage, ob er Tipps für Hobbygärtner hat, antwortet er: „Werden Sie Mitglied beim Obst- und Gartenbauverein und profitieren Sie vom Wissen und der Erfahrung des Vorstands und der Beisitzer. Wir wissen nicht alles, aber wir wissen, wo wir nachschauen müssen.“

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Möser ist als Vorsitzender auch für die Organisation der Versammlungen zuständig und für das Programmheft – da kümmert er sich unter anderem um die Fahrten. Und bis heute hat er nur an einer nicht teilgenommen. Die Tages- und Mehrtagesausflüge haben immer etwas mit Pflanzen zu tun. So steht es in der Satzung, erklärt er. Parks, Gärten und Gartenschauen stehen auf dem Programm – heuer wurden die Ausflüge wegen Corona abgesagt. Aber im nächsten Jahr sollen die Fahrten wieder starten – soweit es möglich ist.

Ein Jahr später, 2022, stehen Neuwahlen beim Verein an. „Dann müssen Jüngere ran“, sagt der Vorsitzende Möser, der dann nicht mehr antreten möchte. Unter den Mitgliedern wird sich jemand finden, ist Möser überzeugt. Der Verein hat 1016 Mitglieder und ist somit einer der größten in Oberbayern. Was ihn so beliebt macht? „Wir verstehen uns alle gut, es ist ein sehr angenehmes Team“, sagt Heidi Hell, die seit 2019 Beisitzerin ist. „Kurt hat mich angesprochen, ob ich mitmachen möchte“, erinnert sie sich. Und so kam die Rechtspflegerin, die mittlerweile in Rente ist, dazu und steht seither hinsichtlich rechtlicher Rede und Antwort.

Inspirationen aus anderen Gärten

Zur Hilfe eilt sie auch den Pflanzen in ihrem Gemeinschaftsgarten im ersten Stock an der Rosenheimer Straße: „Ich schaue mir immer genau an, wer wo am besten wächst“, sagt Hell. Und durch den Garten geht sie langsam, darauf wurde sie auch schon angesprochen, erzählt sie und lacht. Klar, damit sie alles genau anschauen kann. Hell kennt die ehrenamtliche Tätigkeit, auch durch „Pulse of Europe“ erzählt sie.

Und es macht Hell Freude, ihr Wissen einzubringen. Ihre Lieblingsblumen sind übrigens die Rosen – „das waren auch die Lieblingsblumen meines Vaters“. Er war es auch, der ihr als kleines Mädchen ein Beet angelegt hat. Und die große Liebe zu Blumen und Pflanzen ist bis heute geblieben. Bei Hell und bei Möser.

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