Kolbermoor: Nachverdichtung abgelehnt

Rund 8,5 Meter lang, knapp fünf Meter breit und exakt fünf Meter hoch: So lauten die Maße eines Anbaus an der Hölderlinstraße. Dem Kolbermoorer Bauausschuss lag eine diesbezügliche Bauvoranfrage vor

von Ines Weinzierl

Kolbermoor –. Mit 6:1 Stimmen wurde die Voranfrage abgelehnt. Sabine Balletshofer (CSU) begrüßte eingangs die Anfrage: „Schließlich wollen dort drei Generationen quasi unter einem Dach leben.“ „Wenn Familien sich um die Eltern kümmern ist das doch eine gute Sache.“ Und weiter: „Wir wollen ja eine Nachverdichtung.“ Auch Caroline Schwägerl (Grüne) setzte sich für die anvisierte Nachverdichtung ein.

Rathauschef Peter Kloo (SPD) erklärte indes, dass „eine Nachverdichtung ein edles Ziel, aber die Siedlung überverdichtet ist“. Er erklärte, dass man für viele Gespräche offen sei. Obendrein sei an dem Wohngebäude ein rund 30 Quadratmeter großer Anbau genehmigt und gebaut worden. Kurz: Es habe Befreiungen gegeben.

Balletshofer erklärte, dass alle Nachbarn mit dem neuen Anbau einverstanden seien. Sie wisse das, weil sie die Antragsteller kenne, sagte sie. Kloo sagte daraufhin, dass „persönliches außen vor bleiben müsse“. Kerim Bacak (Parteifreie Kolbermoor) war der Überzeugung, dass so ein „Anbau in diesem Bereich zuviel ist und einfach nicht passt“. Schwägerl regte nochmal an, mit dem Bauwerber zu sprechen. Kloo ergänzte, letztlich, dass „kein Siedlungsbereich so eng bebaut sei“. iw

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