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Endlich wieder ein großes Fest

Musikschule ist mitten in den Planungen zum Maibaumfest – Das ist heuer geplant

Rückblick: Das bislang letzte Maibaumfest im Herzen der Stadt fand 2019 statt.
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Rückblick: Das bislang letzte Maibaumfest im Herzen der Stadt fand 2019 statt.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Coronazwangspause beendet: Die Kolbermoorer Musikschule plant das Maibaumfest. Wie es heuer ablaufen soll.

Kolbermoor – Die Organisatoren des Maibaumfestes der Stadtsing- und Musikschule stehen in den Startlöchern. Nach drei Jahren Zwangspause wagen sie die Planung für das große Fest rund um die Musikschule. „Es kam jetzt etwas plötzlich“, sagt Chorleiterin Heide Hauser und lacht, „wir haben ja gar nicht damit gerechnet, dass wir planen können.“ Hauser ist bei der Veranstaltung für den Kuchenverkauf zuständig.

Rund 70 Kuchenwerden gespendet

So um die 70 Kuchen werden für dieses Ereignis gespendet. Von Musikschülern, Eltern und ehrenamtlichen Helfern. Alle Einnahmen kommen der Musikschule und der Ukraine-Hilfe zugute (siehe Kasten). Für Schleckermäulchen ist also gesorgt. Für den Ausschank ist Reiner Maras zuständig, er ist der Vorsitzende des gemischten Chores. „Bierfässer kann ich aber keine mehr tragen“, sagt er, lacht und freut sich, dass endlich wieder etwas vorwärts geht. Denn das letzte Maibaumfest fand 2019 statt.

Auch Peter Kirsch, Vorsitzender der Stadtkapelle, pflichtet Maras bei. Er und seine Truppe sind für die musikalische Umrahmung zuständig.

Und dafür wird jetzt ordentlich geprobt. Denn auch die Proben kamen in den vergangenen beiden Jahren zu kurz: Planen, absagen – „ich habe sechs bis sieben Hygienekonzepte geschrieben“, erinnert er sich.

Und der erste Auftritt nach langer coronabedingter Pause fand dann bei der Eröffnung der neuen Tonwerkunterführung im Juli statt. Danach noch ein, zwei Auftritte. „Weihnachten haben wir dann bei Regen vor der Kirche gespielt“, erinnert er sich.

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Aber nicht nur die Erwachsenen kommen am Tag des Festes zum Einsatz, sondern auch der Musikschul-Nachwuchs. Das sei besonders wichtig, so Hauser. „Kinder brauchen ein Ziel. Wenn du ihnen sagst, im nächsten Jahr treten wir auf, ist das einfach zu lang.“

Von Früherziehung bis Jazzed Married

Und deshalb geht es am 1. Mai gleich mit den Kindern der „Musikalischen Früherziehung“ los, es folgen Kinderchöre, Jungbläser, Bläserklassen, Ferienmusi, Blockflöten-Kurse, die Kinder- und Jugendgruppen der Kolbermoorer Trachtenvereine, das Akkordeonorchester, die Combo „Jazzed Married“. Geplant ist auch ein großes „Gemeinschaftsprojekt“. Dahinter verbirgt sich, dass alle Musikschüler teilnehmen, die ein Instrument spielen. Im Anschluss ist die Stadtkapelle dran. Bis 17 Uhr geht es meist. Dann könne es laut Maras regnen, aber keine Minute vorher.

Aber der Mai wird die Organisatoren um Musikschul-Leiter Günther Obermeier – „er ist unser Oberchef“, so Hauser – nicht im Stich lassen, sind sie sicher. Bis es so weit ist, werde man sich laut Obermeier noch ein- bis zweimal treffen. „Wir müssen ja unsere Checkliste abarbeiten.“ Essen, Musik, Maibaumzeichen basteln.

Dafür ist Heide Hauser zuständig. Jedes Jahr kreiert sie mit Helfern die 600 Zeichen, die dann morgens gegen eine Spende verkauft werden. Anhand dieser Zeichen können die Organisatoren sehen, wie viele Gäste kommen. „2019 waren die Zeichen bis mittags verkauft. Und nachmittags kamen immer mehr Besucher“, so Hauser, die die Besucherzahl auf rund 800 schätzt.

Bierbänke sindschon bestellt

Die können dann auf den Bierbänken Platz nehmen. Sie sind bestellt und sollen am 1. Mai um Punkt 6 Uhr geliefert sein. Dann kommt die „Musikschulfamilie zusammen und hilft“, sagt Hauser. „Jeder packt mit an und macht, was er am besten kann.“

Wenn einer beispielsweise nicht mehr richtig tragen kann, schneidet er eben Kuchen. Sie sind ein gut eingespieltes Team.

Musikkurse für ukrainische Kinder

Die Einnahmen, die bei dem Maibaumfest des Fördervereins der Musikschule zusammenkommen, sollen komplett der Musikschule zugutekommen, zugleich aber auch der Ukraine-Hilfe, wie Musikschul-Leiter Günther Obermeier erklärt. Konkret heißt das laut Obermeier, dass Kinder, die aus der Ukraine geflohen sind und jetzt die Kolbermoorer Musikschule besuchen möchten, keine Kursgebühr zahlen müssen. Bisher nehmen sechs ukrainische Flüchtlingskinder Instrumentalunterricht. Sie sind zwischen zehn und 14 Jahre alt, so Obermeier. Er weiß allerdings, dass einige andere noch auf der Warteliste stehen.

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