Kolbermoor: Leinenzwang – jetzt via Schild erkennbar

Hunde müssen an die Leine: Jetzt hat die Stadt sechs Schider an den Eingängen zum Tonwerkgelände aufgestellt.
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Hunde müssen an die Leine: Jetzt hat die Stadt sechs Schider an den Eingängen zum Tonwerkgelände aufgestellt.
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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Auf der Spinnereiinsel wird schon seit langem auf die Leinenpflicht via Schildern hingewiesen. Jetzt stehen auch an allen sechs Eingängen zum Tonwerkgelände Schilder. Kurz: Hunde müssen angeleint werden – welche genau das sind besagt die Hundehaltungsverordnung der Stadt.

Kolbermoor – Allerdings galt auch bereits vorher auf dem Gelände eine Leinenpflicht¨– jetzt wurde sie quasi verschärft: Jetzt gibt es sie schriftlich. Per Hinweisschild. Die Stadt hat diese Schilder aufstellen lassen – in Absprache mit dem Landratsamt Rosenheim, denn der Kreis ist der Besitzer der Fläche. „Das Landratsamt hat unsere Anfrage hinsichtlich der Schilder begrüßt“, sagt Jürgen Halder auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.

Landratsamt begrüßt Anfrage

Als Grund für die Schilder führt Halder verschiedene Vorfälle an: Unter anderem das Rehkitz, dass Anfang August von einem freilaufenden Hund attackiert wurde, und an den Folgen der Bisse starb.

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Er erinnert aber auch an den Vorfall, der sich im Frühjahr 2012 ereignet hat: Damals war ein Shepherd-Mischling von einem Streifenbeamten bei der Fahndung nach einem Exhibitionisten auf dem Gelände des Tonwerks erschossen worden, nachdem sich dieser durch den Hund bedroht gefühlt hatte. Auch dieser Hund war frei herumgelaufen.

Maßnahme dient dem Schutz

Der Leinenzwang soll Menschen und die dort lebenden Tiere schützen. Denn Halder hat bereits mehrmals beobachtet, wie freilaufende Vierbeiner besonders im Frühjahr zur Brut- und Setzzeit der Graugänse, die gefiederten Tiere angefallen haben – „da flogen nur noch die Federn.“ Er sagt: Der Hund kann nichts dafür, der gehe seinem natürlichen Jagdtrieb nach. Um den gerade in solchen Gebieten zu unterbinden, muss der Hund eben an die Leine. Punkt.

Aber was passiert, wenn die Halter ihren leinenpflichtigen Tiere durch die Gegend flitzen lassen? Bisher gebe es keine Sanktionen, so Halder. Aber: Die Stadt will sich hinsichtlich der Konsequenzen etwas überlegen, erklärt er.

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