Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


RESTAURIERUNG FAST ABGESCHLOSSEN

Nach Sturmschaden von 2019: Kopf der Kini-Statue aus Kolbermoor wieder erkennbar

April 2019: Kunsthistoriker Maximilian Heimler begutachtet die beschädigte Statue.
+
April 2019: Kunsthistoriker Maximilian Heimler begutachtet die beschädigte Statue.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
    schließen

Kolbermoorer Kini-Denkmal mittlerweile restauriert: Absturz der König-LudwigII.-Statue bei einem Sturm Anfang März 2019 jährt sich heuer zum zweiten Mal.

Kolbermoor – Der Sturz des Kolbermoorer Monarchen jährt sich zum zweiten Mal: Anfang März 2019 fegte ein Sturm die fast lebensgroße Statue Konig Ludwig II. von ihrem Sockel an der Haßlerstraße. Zunächst wurde der „Kini“ in den Bauhof gebracht – von dort dann nach Regensburg. Dort sollte er bei „Haber und Brandner – Metallrestaurierung“ wieder auf Vordermann gebracht werden.

Ziseleur hat das Haupt wieder hergerichtet

Der Kopf der Monarchen-Statue habe seinem Team zunächst große Sorgen bereitet, weil er komplett zusammengestaucht war, erklärte Werkstattleiter Klaus Schindlbeck auf Anfrage des Mangfall-Boten. „Man erkannte eigentlich nur noch wenige Teile des Gesichtes und der Haare.“

Seit 1963 stand der Kini auf dem Platz an der Hasslerstraße – auf seinem Sockel blickte er in Richtung Kirche Heilige Dreifaltigkeit.

Aber dieses Problem konnten die Regensburger Experten mittlerweile lösen: „Ein Kupfer-Ziseleur hat das Material erhitzt und den Kopf in die Länge gezogen. Er wurde ausgeklopft und gekittet“, so Schindlbeck. „Es hätte auch schief gehen können, aber es hat funktioniert.“

Innenkonstruktion durch Stützgerüst ausgetauscht

Darüber hinaus wurde die Innenkonstruktion erneuert: Als Füllmaterial war laut dem Werkstattleiter ursprünglich Beton und Ziegel verwendet worden. Das sei durch ein Stützgerüst aus Edelstahl ersetzt worden, um die Statue zu stabilisieren. Was jetzt noch anstehe, sei die Patinierung. Schindlbeck: „Sie wird an die Original-Patina angeglichen.“

Erneuert werden müsse an der Hasslerstraße jetzt noch der Sockel des Denkmals, ergänzt Jürgen Halder vom Bauamt der Stadt Kolbermoor. Denn die massige Statue des Monarchen bringe mehrere 100 Kilogramm auf die Waage. Wann der Kini wieder aufgestellt werden kann, sei aber noch offen, so Halder.

So sah der Kopf der Kolbermoorer Kini-Statue nach dem Sturz im März 2019 aus. Riediger/Weinzierl

Vergilbte Urkunde in Blechdose gefunden

Im vergangenen Herbst wurde beim Ausbau einer Metallplatte in der Mörtelverfüllung des Sockels eine Blechdose samt vergilbter Urkunde gefunden. Laut dem Regensburger Kunsthistoriker Maximilian Heimler stammt sie aus dem Jahre 1909 – als der Kolbermoorer Kini aufgestellt wurde (siehe Kasten).

Neuen Standort diskutiert

Diskutiert wurde letztlich im Stadtrat, ob die Statue des Monarchen wieder an ihren angestammten Platz an der Hasslerstraße zurücksoll. Im Zuge der Restaurierung hatte sich die Stadtverwaltung Gedanken gemacht, ob der Standort weiterhin passend sei. Schließlich sei das Areal städtebaulich überplant, so die Argumentation. Ihr Vorschlag: ein Standort in der Nähe des Denkmals vor dem Alten Friedhof.

Das Ratsgremium entschied sich aber gegen die Verlegung. Jetzt kommt die Kolbermoorer Statue wieder an ihren alten Platz an der Hasslerstraße.

Mehr zum Thema

Kommentare