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200 Stellplätze sollen entstehen

Neues Parkdeck an der Haßlerstraße: So viel will Kolbermoor in neue Parkplätze investieren

2026 soll hier ein Parkdeck mit 200 Plätzen stehen. Wie es aussehen soll, erarbeiten Verwaltung und Stadtrat mit einem Ingenieurbüro.
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2026 soll hier ein Parkdeck mit 200 Plätzen stehen. Wie es aussehen soll, erarbeiten Verwaltung und Stadtrat mit einem Ingenieurbüro.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Die Stadt Kolbermoor investiert in ein Parkdeck an der Haßlerstraße. Es soll mit 200 Stellplätzen die Parksituation in der Innenstadt verbessern. Wie viel es voraussichtlich kosten wird und wann es fertig sein soll.

Kolbermoor – Die Tonwerkunterführung ist fertig. Die Bahnsteige am Kolbermoorer Bahnhof werden im kommenden Jahr umgebaut. Im Herbst 2026 soll das Parkdeck an der Haßlerstraße fertig sein. Der Stadtrat hat dafür jetzt die Weichen gestellt und sich auf ein Vergabeverfahren nach der Vergabeverordnung (VGV) geeinigt. In einer europaweiten Bekanntmachung sollen fünf Büros zum Wettbewerb aufgerufen werden. Ihre Aufgabe ist es, Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Eine Jury ermittelt dann den Siegerentwurf. Diesen muss die Stadt dann umsetzen.

Parkplätze werden dringend gebraucht

Schon im Städtebaulichen Entwicklungskonzept ist das Parkdeck an der Haßlerstraße verankert. Es soll genau dort gebaut werden, wo sich heute die beiden Parkflächen befinden und mit etwa 200 Stellplätzen die Parksituation in der Innenstadt verbessern. „Mit dem geplanten Umbau der Friedrich-Ebert-Straße in eine Fahrradstraße und der Möglichkeit, in der Innenstadt Stellplätze komplett ablösen zu können, wird der Bedarf an Alternativen in den nächsten Jahr weiter steigen“, umriss Stadtbaumeister Andreas Meixner den konkreten Bedarf.

„Werden wohl vier bis fünf Millionen Euro investieren müssen“

Das Parkhaus am Rathaus mit 160 Stellplätzen hat circa 3,5 Millionen Euro gekostet. „In das Parkdeck an der Haßlerstraße werden wir wohl vier bis fünf Millionen Euro investieren müssen, abhängig auch davon, wie sich die Preise am Bau entwickeln“, schätzt Bürgermeister Peter Kloo (SPD).

Aufgrund der Höhe der Investition sei eine europaweite Ausschreibung erforderlich. Damit diese nicht ausufert, soll sie auf fünf Architekturbüros beschränkt werden. „Trotzdem können wir uns mit den Entwürfen eine breite Meinung bilden“, so der Bürgermeister.

Das Vergabeverfahren kostet circa 120.000 Euro

„Wettbewerbe sind immer spannend, eine abgespeckte Form ist zu begrüßen“, betonte Dagmar Levin-Feltz (SPD). Der Stadtrat befürwortete die Idee einstimmig.

Das Vergabeverfahren kostet circa 120.000 Euro und wird von der Regierung Oberbayern gefördert. Leonhard Seldbauer (CSU) begrüßte es, einen Wettbewerb durchzuführen, gleichzeitig aber die oft viel zu große „Architektenblase“ aufzulösen. Er fragte nach, wer Vorgaben und Eckpunkte für die Architekten definiere.

„Der Wettbewerb wird von einem Ingenieurbüro begleitet“, erläuterte Meixner. Auch für diese Wettbewerbsbetreuung müssten drei Angebote eingeholt werden. „Mit dem ausgewählten Ingenieurbüro erarbeiten dann Verwaltung und Stadtrat die Vorgaben für unser neues Parkdeck. Die finale Entscheidung trifft der Stadtrat “, so der Stadtbaumeister. Dabei gehe es beispielsweise um die Gestaltung des Parkdecks. „Ein Hochregallager wollen wir nicht“, betonte Bürgermeister Kloo. „Das Parkdeck soll sich mit einer Fassade gut ins Stadtbild einfügen.“ Eckpunkte, für die Ideen gesucht würden, seien auch die Geschosshöhe oder die Einfahrt. Kann sie über den Spinnereikreisel erfolgen oder soll sie so wie bisher gelöst werden?

Kerim Bacak (Parteifreie) fragte nach, ob der Imbiss an der Haßlerstraße dem neuen Parkdeck weichen müsste. „Es wäre besser, das Parkdeck mit diesem Grundstück planen zu können“, räumte der Bürgermeister ein. Es hätten auch schon Gespräche mit dem Besitzer stattgefunden, bislang aber ohne Ergebnis. „Wir werden nochmal versuchen, zu reden“, kündigte Kloo an.

Denn darin waren sich alle einig: Wie auch immer das Parkdeck aussehen wird, der Imbiss und seine kleine Freifläche würden davon förmlich „erdrückt“ werden. Für die Kolbermoorer Feuerwehr birgt das Vorhaben keine Probleme. Der Notparkplatz werde durch den Bau nicht beeinträchtigt, versicherte der Bürgermeister. Baubeginn für das Parkdeck sei frühestens im ersten Quartal 2025. „Und bis dahin ist unsere Feuerwache in Kolbermoor auf jeden Fall fertig“, so Kloo.

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