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Anwohner in Kolbermoor verärgert, Polizei meist machtlos

Illegale Treffen von Auto-Posern im Herto-Park: Ängste um Kinder und „irrsinnige Zustände“

Auch am vergangenen Wochenende versammelten sich wieder zahlreiche Poser auf dem Parkplatz des Herto-Parks.
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Auch am vergangenen Wochenende versammelten sich wieder zahlreiche Poser auf dem Parkplatz des Herto-Parks.
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Seit mehreren Wochen kommt es im Herto-Park in Kolbermoor wieder regelmäßig zu Treffen der Poser-Szene. Meist an den Wochenenden wird der Parkplatz von den Autoschraubern zum Showroom umfunktioniert. Vor allem zum Leidwesen der Anwohner.

Kolbermoor - Aufheulende Motoren, Burnouts und rasante Manöver können regelmäßig auf dem Parkplatz an der Carl-Jordan-Straße visuell und akustisch wahrgenommen werden. Die Auto-Poser-Szene hat den Herto-Park als ihren Hotspot auserkoren. Meist geht es schon am Freitagnachmittag los. Die ersten Autoliebhaber versammeln sich und tauschen sich aus.

Je später es wird, desto ungehaltener agieren die Teilnehmer, erzählt ein Anwohner im Gespräch mit mangfall24.de. „Völlig irrsinnige Zustände sind das. Ich konnte schon mehrmals beobachten, wie kleine Kinder beinahe umgefahren worden wären“, so der Augenzeuge, der anonym bleiben will. Auch in Hinblick auf die Corona-Situation seien die Treffen ein „absoluter Witz“. Teilweise sollen es bis zu 100 Autos sein, welche unachtsam über den Parkplatz rasen. „Viele bringen sogar ihre Campingstühle mit. Von Abstand oder Maske kann keine Rede sein.“

Am Morgen danach gleicht der Parkplatz häufig einem Schlachtfeld. Die Auto-Poser hinterlassen jede Menge Müll, Verpackungen und Reifenabrieb auf dem Parkplatz, um am Abend wiederzukehren.

Herto-Park Kolbermoor: Problem mit Auto-Posern der Polizei bekannt

Das Problem ist der Polizei natürlich bekannt, wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Bad Aibling gegenüber mangfall24.de bekräftigte. Allerdings sei es im Nachhinein oft schwer, die Schuldigen auszumachen. Nur weil jemand mit dem Auto dort sei, müsse er nicht zwingend etwas Unerlaubtes getan haben. Dann seien den Beamten die Hände gebunden. Regelmäßige Kontrollen würden zwar dazu beitragen, die Poser zu sensibilisieren, aber es seien immer wieder Unbelehrbare dabei.

„Wir überprüfen auch, ob die Corona-Regeln eingehalten werden, aber wenn es keine Ausgangssperre gibt und die Beteiligten in ihren Autos sitzen, wird es schwer“, so der Polizeisprecher. Sowohl der Polizei als auch unserer Redaktion liegt neues Videomaterial aus den Nächten des vergangenen Wochenendes vor. Zu sehen ist ein BMW, der einen sogenannten „Burnout“ hinlegt - also im Stand seine Räder durchdrehen lässt und so die Reifen zum Qualmen bringt. „Die Ermittlungen hierzu wurden bereits aufgenommen“, heißt es von Seiten der Polizei. „Wir sind hier auch immer wieder auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Aber die Umstände sind bekannt und die Situation wird weiter überwacht“, so der Beamte abschließend.

Die Anwohner und Ladenbetreiber des Herto-Parks hoffen auf schnelle Besserung: „Das kann und darf nicht zur dauerhaften Gewohnheit werden. Wir sind stinksauer.“

mz

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