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Keller-Sanierung im Heimatmuseum abgeschlossen

Kolbermoor hat jetzt viel mehr Platz für seine Stadtgeschichte

Nikolaus Kannengießer blättert: In diesem neuen Schrank, der bis unter die Decke reicht, werden jede Menge Zeitungsbände aufbewahrt.
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Nikolaus Kannengießer blättert: In diesem neuen Schrank, der bis unter die Decke reicht, werden jede Menge Zeitungsbände aufbewahrt.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Weiße Wände, hellgraue neue Fliesen: Die Kellerräume im Kolbermoorer Heimatmuseum erstrahlen in neuem Glanz. Genutzt werden sie auch schon.

Kolbermoor – Leiter Stefan Reischl hat sie auch schon in Beschlag genommen: Und so steht in dem ehemaligen Heizungsraum, wo vor kurzem noch eine alte Heizung für Wärme sorgte, ein Schreibtisch, neue Regale und verpackte Kisten. „Das ist jetzt Büro“, sagt Reischl. Hier kann etwas gesichtet und sortiert werden – und man kann es auch mal liegen lassen und später weiter arbeiten. Im Zimmer direkt neben dem alten Heizungsraum steht auch ein Schreibtisch. Die Schränke reichen hier bis zur Decke. Öffnet man sie, liegen alte Bände darin. „Alles Zeitungen“, sagt Reischl, der regelmäßig die Kolbermoorer Seiten des Mangfall-Boten abholt und abheftet.

Jede Menge Ordner müssen noch einsortiert werden

Reischl wirft einen Blick zur Decke. Denn in der Etage über dem Keller stehen noch etliche Ordner, Kisten und Co., die noch ihren Platz im hergerichteten Keller finden sollen. Aber Stück für Stück. Ihm zur Seite stehen die beiden Brüder Nikolaus und Dieter Kannengießer, die sich auch im Vorstand des Museums engagieren. Und während Reischl die Kisten in den Keller schleppt, sortiert Dieter Kannengießer die Ordner ein – „hier ist einer, der voller Vereinsdokumente ist“, sagt er, blättert den Ordner auf und schaut nach.

Museumsleiter Stefan Reischl (links) und Dieter Kannengießer, der sich auch im Vorstand engagiert, räumen die Regale ein.

„Radfahrkarte“ von 1916 entdeckt

Und dabei fällt ihm ein, dass er zuhause noch eine „Radfahrkarte“ von 1916 hat. „Königreich Bayern“ steht ganz oben – ausgestellt ist sie auf einen Kolbermoorer Bürger. Unterschrieben von der Ortspolizeibehörde und ein Stempel der Gemeinde Kolbermoor prangt auch drauf. „Die bringe ich dir“, sagt Kannengießer zu Stefan Reischl. Wieder ein kleiner Kolbermoorer Schatz für das Heimatmuseum neben dem Bahnhof.

Stefan Reischl schleppt die Ordner, die im ersten Stock zwischengelagert waren, in den Keller.

Mehrstöckiger Nähkorb

Ein anderer Schatz wurde kürzlich auch abgegeben: „Ein mehrstöckiger Nähkorb, handgeflochten“, sagt Reischl. Den hat er gleich in das Zimmer gebracht, das einer Kolbermoorer Wohnung nachempfunden wurde. Passt perfekt. Und hebt man den Deckel, liegen Nähgarn, Spulen und Nadeln in Reih‘ und Glied. Gefunden wurde er auf einem Dachboden, so Reischl. Und wann ist die ganze Umräumerei abgeschlossen? Das dauert noch, so Reischl. Schließlich machen es alle ehrenamtlich. Und derzeit in den Ferien sei das Museum ja ohnehin geschlossen.

Dieser handgeflochtene Nähkorb wurde jetzt abgegeben und wird im Museums gezeigt.

Und steht heuer noch eine Ausstellung auf dem Plan? „Mal schauen“, sagt Reischl im Hinblick auf Corona. Hätte er denn schon eine Idee? „König Ludwig“. Na klar, der gehört zur Stadtgeschichte und seine frisch hergestellte Statue wurde ja kürzlich erst aufgestellt.

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