GEWERBE AUF DER SPINNEREIINSEL

Kolbermoor: „Haus der Trends“ zieht weg - Praxen und Büros anstelle von Deko

„Haus der Trends“ im einstigen Garnmagazin der Spinnerei –
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Über zehn Jahre war das „Haus der Trends“ im einstigen Garnmagazin der Spinnerei – jetzt will der Betreiber vergrößern. Nach Umbauten sollen Praxen und Büros einziehen.
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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Das „Haus der Trends“ an der Spinnereiinsel 2 hat seinen Mietvertrag gekündigt – der Betreiber Thorsten Vogl zieht Mitte März von Kolbermoor nach Prien.

Kolbermoor – Das Gebäude, in dem damals das Garnmagazin der Spinnerei untergebracht war, steht dann ab April leer. Allerdings gibt es schon neue Mieter, teilt Maximilian Werndl von Werndl und Partner auf Anfrage mit.

Einzelhandel hat zu kämpfen

Wird wieder Einzelhandel einziehen? „Man muss bedenken, dass hier kein echter Einzelhandel stattfand. Nur Kunden mit Gewerbeschein durften im Trendhaus Alpensee einkaufen“, so Werndl.

Und weiter: „Da der Einzelhandel entlang der ,Genussmeile‘ zwischen Café und Pizzeria, sowie nördlich zwischen Rewe und Penny mit der aktuellen Situation schwer zu kämpfen hat, drängte sich uns nicht der Gedanke auf, das Garnmagazin mit Läden auszustatten. Es setzt sich stattdessen konsequent die Nutzung des Spinnerei-Fabrikgebäudes fort: Praxen und Büros. Und das wird gut angenommen“, teilt Werndl mit.

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Nach dem Auszug des „Haus der Trends“ stehen dann erstmal Baumaßnahmen an: „Die Flächen werden von einer logistisch geprägten Struktur, in arbeits- und praxistaugliche Räume verwandeln. Das wird viel Arbeit machen“, teilt Maximilian Werndl mit. Dennoch hofft er, dass man noch im ersten Quartal die Pforten wieder öffnen kann.

Gewerbe-Verträge auch in der Pandemie

Macht die Corona-Pandemie die Vermietung solcher Objekte derzeit schwerer? „Die Immobilienbranche scheint von der Pandemie weitestgehend unversehrt zu sein. Ja, es gibt Insolvenzen und ja, es gibt Mietausfälle – aber bei Weitem nicht so viele wie befürchtet. Zudem sind die Banken sehr fleißig gewesen, was Unterstützungen und Tilgungsaussetzungen angeht“, erklärt Werndl.

„Es mag auch sein, dass in der Theorie das Homeoffice das Büro zukünftig als obsolet erscheinen lässt. Aber die Praxis zeigt, dass viele neue und auch große Gewerbe-Mietverträge mitten in der Pandemie abgeschlossen wurden.“

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Jede Firma brauche ihr „Headquater“ und „wir leben in einer florierenden Gegend. Unsere Beobachtungen stimmen uns optimistisch, dass die Schäden der Pandemie für den Raum Rosenheim nicht so groß ausfallen wie einst prognostiziert“.

Betreiber benötigt mehr Platz: Umzug von der Mangfallstadt nach Prien

Ein „Marktplatz der schönen Dinge“ eröffnet nach Ostern an der Systemformstraße in Prien – allerdings nur für Großkunden, nicht für den Endverbraucher. Das „Haus der Trends“ zieht aus Platzgründen von Kolbermoor nach Prien und übernimmt die Räume im Erdgeschoss der früheren Swiss Post Solutions.

Thorsten Vogl betreibt seit 2010 auf dem alten Spinnereigelände in Kolbermoor sein „Haus der Trends“ und will vergrößern. In Prien hat er ein Objekt mit genug Fläche gefunden, um weiteren Herstellern Ausstellungsflächen anbieten zu können. Das ist sein Geschäftsmodell. Im „Haus der Trends“ bieten Hersteller auf angemieteten Flächen Präsente, Souvenirs, Feinkost, Spielwaren, Wohn-Accessoires und vieles mehr an – aber eben nur für Großabnehmer aus Einzelhandel, Hotellerie und Gastronomie.

Bei Vogl kaufen nach dessen eigenen Angaben Großkunden aus ganz Süddeutschland, Österreich und Südtirol ein. Am 6. April will er am neuen Standort eröffnen, kündigte der Inhaber im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung an.

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