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Stadt und Gewerbeverband sehen coronabedingt keine Chance

Kolbermoor: „Gefahr bei Christkindlmarkt zu groß“ - Absage schweren Herzens

Statt Marktständen herrscht hier in der Adventszeit gähnende Leere: am Platz vor der Musikschule.
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Statt Marktständen herrscht hier in der Adventszeit gähnende Leere: am Platz vor der Musikschule.
  • Silvia Mischi
    VonSilvia Mischi
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Die Würfel sind nun auch in Kolbermoor gefallen: Der Christkindlmarkt wird abgesagt.

Kolbermoor – Die Verantwortlichen – Vertreter des Gewerbeverbands, des Ordnungsamtes und des Stadtmarketings – haben nach einer letzten Besprechung einhellig folgendes Fazit gezogen: „Unter den gegebenen Umständen können wir nichts anderes machen, außer absagen“, so Christian Poitsch vom Stadtmarketing Kolbermoor.

Hilferuf der Kliniken

Der Hilferuf der Kliniken in der Region sei eindeutig. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, so Poitsch. Man habe aber nun die Reißleine ziehen müssen. Der Bauhof hätte ansonsten demnächst mit dem Aufbau der Stände begonnen. „Die Fieranten hatten nicht mehr viel Zeit und mussten ihre Bestellungen abgeben. Wir wollten aber nicht, dass ihnen durch Fehlorder Kosten entstehen“, betont Giacomo Anzenberger, Vorsitzender des Kolbermoorer Gewerbeverbands gegenüber unserer Zeitung.

Empfehlung des Landrats

Zudem hatte Rosenheims Landrat Otto Lederer jüngst bei einer Bürgermeisterbesprechung angesichts der steigenden Corona-Inzidenzen auf die Absage der Christkindlmärkte in den Kommunen gedrängt. In die Überlegungen zudem mit eingeflossen waren die Besucherströme: „Die Zurückhaltung bei den etwaigen Besuchern ist angesichts der Pandemie und den Corona-Zahlen groß“, so Poitsch. „Wir haben bis zur letzten Sekunde alles getan, um den Christkindlmarkt ausrichten zu können und Konzepte erarbeitet. Es ist schade, aber die Gefahr ist einfach zu groß“, bedauert Anzenberger. Man müsse sich einer höheren Instanz zum Wohl der Menschen beugen.

Verantwortung enorm

„Als Gewerbeverband und persönlich könnte ich es nicht verantworten, wenn aus unserem Markt eine Spreaderveranstaltung werden würde“, so der Vorsitzende weiter. Die Kontakte wären nicht nachvollziehbar gewesen. Dies waren auch schon die Bedenken beim abgesagten Kirchweihmarkt gewesen, zudem bei schönem Wetter 10.000 Besucher kommen würden. Die Begegnungsfläche sei einfach zu klein – da hätte auch eine Reduzierung der Marktstände nun nichts geholfen. Ein sechsseitiges Sicherheitskonzept war bereits mit rechtlicher Beratung erstellt worden. 3G hätte gegolten. Das Landratsamt Rosenheim hatte den Markt auch bereits genehmigt.

Kritikbriefe erreichen den Verein

Aber: Corona machte neuerlich einen Strich durch die Rechnung. Zudem: Ein Sicherheitsdienst für Kon-trollen wiederum wäre sehr teuer gekommen. „Wir bekommen Kritik ab, wenn wir eine Veranstaltung durchführen würden und bekommen Schelte, wenn wir sie absagen“, schildert Anzenberger seine Zwickmühle als Ausrichter.

Dabei würden manche Nachrichten aus der Rolle fallen. „Da wird geschrieben, dass wir für Tote verantwortlich und dergleichen sind“, so der Vorsitzende.

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