Kolbermoor: Ganztagsklasse an der Adolf-Rasp-Schule kommt nicht zustande

Eine gebundene Ganztagsklasse kommt für die erste und dritte Klasse der Adolf-Rasp-Schule nicht zustande. Anstelle dessen wird eine „Offene Ganztagsschule“ installiert – da gibt es Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote.
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Eine gebundene Ganztagsklasse kommt für die erste und dritte Klasse der Adolf-Rasp-Schule nicht zustande. Anstelle dessen wird eine „Offene Ganztagsschule“ installiert – da gibt es Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote.

Stadt installiert an Adolf-Rasp-Schule offenes Angebot. Für die Eltern ist es kostengünstiger, für die Stadt fallen höhere Kosten an.

von Ines Weinzierl

Kolbermoor – „In der ersten und dritten Klasse wird an der Adolf-Rasp-Schule heuer keine Ganztagsklasse zustandekommen“: Das berichtete Elisabeth Kalenberg, Geschäftsführende Beamtin, in der jüngsten Stadtratssitzung dem Gremium beim Tagespunkt „Schulangelegenheiten“. Denn es haben sich lediglich zwölf Kinder für die Ganztagsklasse angemeldet.

Mittagsbetreuung wird aufgelöst

Die Folge: Es wird ein offenes Ganztagesangebot für die Schüler installiert – klassenübergreifend. Daraus ergibt sich, dass die Mittagsbetreuung aufgelöst wird und die Kinder in der offenen Ganztagsschule einen Platz finden. „Beide Angebote dürfen nebeneinander an einer Schule nicht bestehen“, erklärte Kalenberg. Aber: Die Mitarbeiter der Mittagsbetreuung, die derzeit von der AWO durchgeführt wird, werden in der Offenen Ganztagsschule weiter beschäftigt. „Die AWO begrüßt die offene Ganztagsschule“, sagt Kalenberg.

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Bei der offenen Ganztagsschule findet der Unterricht wie gewohnt am Vormittag in der Klasse statt. Anschließend haben die Kinder die Möglichkeit, Mittagzuessen, Hausaufgaben zu machen, die beaufsichtigt werden, sowie Freizeitangebote mit sportlichen, musischen oder gestalterischen Aktivitäten wahrzunehmen – entweder bis 14 oder 16 Uhr. Das Angebot wird in den Räumlichkeiten der derzeitigen Mittagsbetreuung stattfinden sowie in zwei Gruppenräumen.

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Dieses Angebot ist verbindlicher als die Mittagsbetreuung, erklärt Kalenberg, aber auch flexibler als die gebundene Ganztagsklasse. Möchten die Eltern, dass ihre Kinder das Angebot nutzen, müssen sie nicht jeden Tag teilnehmen, aber mindestens an zwei Nachmittagen. „Um letztlich auch den pädagogischen Erfolg zu erzielen“, erklärt Kalenberg auf Anfrage unserer Zeitung. Obendrein muss die Anmeldung für ein Schuljahr erfolgen, um die Planungen zu erleichtern.

Für Stadt fallen höhere Kosten an

An der Pauline-Thoma-Schule gebe es dieses Angebot bereits seit mehreren Jahren und es habe sich bewährt. Des Weiteren ist dieses Nachmittagsangebot für die Eltern kostengünstiger: Denn bei der offenen Ganztagsschule fallen nur die Kosten fürs Mittagessen an. Für die Stadt ist eine offene Ganztagsschule allerdings mit höheren Kosten verbunden, heißt es in der Sitzungsvorlage.

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Das heißt in Zahlen: Für jede Gruppe müsse 5600 Euro (bis 14 Uhr) gezahlt werden, 6150 Euro für die Gruppen bis 16 Uhr. Die Anzahl der Gruppen steht bis jetzt noch nicht fest. Geplant wurden allerdings drei bis 14 Uhr und zwei bis 16 Uhr.

Der Kolbermoorer Stadtrat hat der Einrichtung der Offenen Ganztagsschule geschlossen zugestimmt.

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