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Besondere Maßnahmen in Kolbermoor

Dafür muss man schwindelfrei sein – hoch geht´s zur Baumpflege im Spinnereipark

Die Mitarbeiter kamen den Bäumen sowohl von der Hebebühne als auch mit dem Kletterseil näher.
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Die Mitarbeiter kamen den Bäumen sowohl von der Hebebühne als auch mit dem Kletterseil näher.
  • VonNicolas Bettinger
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Rund 200 Bäume im Spinnereipark muss die Stadt derzeit kontrollieren. Für so manche Pflegearbeiten ist dann sogar ein Kletterseil erforderlich. Was die Mitarbeiter in 30 Metern Höhe zu tun haben und warum das so wichtig ist.

Kolbermoor – Wer einmal auf einem 10-Meter-Turm im Schwimmbad stand – und das nicht alle Tage macht – , der weiß, wie mulmig sich der Blick nach unten anfühlen kann. Solche Probleme spielen bei den Mitarbeitern des Kolbermoorer Bauhofs wohl eher keine wirkliche Rolle. Denn für sie stehen zusammen mit einem Tuntenhausener Unternehmen für Baumarbeiten seit vergangener Woche Arbeiten im Kolbermoorer Spinnereipark an. Und das in luftiger Höhe.

Hier ist eine Baumkontrolle nur am Kletterseil möglich.

Viele Bäume zwischen 50 und 100 Jahren alt

Laut Stadtgärtner Simon Reiter müssten dort alle Bäume kontrolliert werden. Vor allem bei den alten, 50 bis 100 Jahre alten Bäume geht es dabei hauptsächlich um „Totholz“, so Reiter. Dieses müsste aus Sicherheitsgründen entfernt werden. „Es gibt da immer wieder alte Äste, die wir beispielsweise rausmachen müssen, damit sie nicht runterfallen“, sagt Reiter. Dadurch könne man die Sicherheit für Spaziergänger oder herumrennende Kinder gewährleisten. Eine weitere Maßnahme ist die sogenannte „Kronensicherung“.

Laut Reiter würden dabei reißfeste Kunststoffbänder – „etwa wie Autogurte“ – an manchen Baumkronen angebracht. Mit Hilfe von Schlaufen halten diese verschiedenen Stämme zusammen. „Wenn es mal sehr windig ist, können sich die Äste dadurch stabilisieren.“ Insgesamt werden im Spinnereipark rund 200 Bäume kontrolliert, darunter ungefähr ein Drittel „Jungbäume“. Bei etwa 80 Bäumen sei ein „höherer Pflegeaufwand“ erforderlich.

Mit Seilen am Baum klettern

Dass die Kontrolle- und Pflegearbeiten in schwindelerregender Höhe stattfinden, bringt der Job mit sich. „Es ist eine Kombination aus der Arbeit mit der Hebebühne und der Seilklettertechnik“, sagt Matthias Gulke vom Baumpflege-Betrieb aus Tuntenhausen. Bei den 20 bis 30 Meter hohen Bäumen kontrollieren die Mitarbeiter die Außenbereiche von der Hebebühne aus.

30 Meter nach oben geht es für die „Baumkontrolleure“.

„Für die Innenbereiche steigen die Mitarbeiter aus und fixieren sich mit dem Seil am Baum. Laut Gulke sorge die luftige Höhe dabei natürlich für eine Herausforderung. Dabei sei vor allem eine gute Seilführung entscheidend. Gerade in den Morgenstunden, wenn etwa die Rinde noch leicht feucht ist, müsse man gut aufpassen. „Ansonsten hilft uns dabei natürlich eine gewisse Routine“, so Gulke.

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