Kolbermoor: Freibad bleibt vorerst geschlossen

Diese Solaranlage, die das Babybecken beheizt, wurde erst vor einigen Wochen installiert. Riediger

Durchschnittlich besuchen zwischen Mai und September täglich bis zu 500 Besucher das Kolbermoorer Freibad. Heuer steht noch nicht fest, wann die Besucher kommen dürfen. Wegen der Corona-Krise müsse abgewartet werden, so Rathauschef Peter Kloo.

von Ines Weinzierl

Kolbermoor – Auf einen Sprung ins kühle Nass müssen die Kolbermoorer vorerst verzichten. Denn das Freibad bleibt vorerst geschlossen, teilt Bürgermeister Peter Kloo mit. Zumindest bis 3. Mai, denn bis dahin gelte die allgemeine Verfügung. Wie es anschließend weitergeht, müsse hinsichtlich der weiteren Vorgaben der Regierung abgewartet werden, so der Rathauschef.

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Die Option einer „begrenzten Öffnung“ sieht der Rathauschef als „keine Möglichkeit an“. Wer soll das kontrollieren, fragt er. So etwas in die Tat umzusetzen erachte er als schwierig. Da müsse jetzt einfach abgewartet werden, wie die zuständigen Behörden entscheiden.

Aber die Mitarbeiter stehen in den Startlöchern: Sobald eine Öffnung erlaubt ist, kann es losgehen. „Wir sind voll im Plan“, sagt Helmut Eggerl auf Anfrage unserer Zeitung. Der Freibadbetriebsleiter und sein Kollege Schwimmmeister Charly Meier sind vor Ort und bereiten alles vor. Seit letzter Woche werde beispielsweise das Wasser in den Becken geheizt – über die Solaranlagen auf dem Dach des Freibades. Gestern hatte es um die zwölf Grad. Bis Anfang Mai soll es um die 22 bis 24 Grad haben.

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Anfang Mai hat das Bad in den vergangenen Jahren immer seine Tore geöffnet – die Saison endet Anfang September. Im vergangenen Jahr wurden in diesem Zeitraum rund 73 000 Besucher gezählt, 2018 gilt als „Rekordjahr“, sagt Heinrich Tretter vom Steueramt der Stadt: 97 500 Bürger besuchten das Freibad, 2017 waren es 79 000. Durchschnittlich nutzen täglich zwischen 450 und 500 Besucher das Kolbermoorer Bad, erklärt Tretter. Aber: „An besonders heißen Tagen sind es auch mal bis zu 3000“, weiß Freibadbetriebsleiter Eggerl.

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Derzeit sind Eggerl und sein Kollege Meier alleine im Freibad – aber das wären sie auch ohne die Corona-Krise samt deren Einschränkungen. Von Langeweile kann daher keine Rede sein. Arbeiten an der Beckentechnik stehen beispielsweise an. Und wenn das Bad auch im Mai geschlossen bleiben muss, stehen Malerarbeiten an, Maschinenwartungen sowie Wassermessungen auf dem Plan.

Arbeiten haben sie auch gehabt, als das Bad geschlossen war: „In dieser Zeit wurden beispielsweise die Fliesen in den Becken, die durch Frost zerstört wurden, ausgetauscht. Und kürzlich wurde erst die neue Solaranlage für das Babybecken installiert. Die Arbeit geht also nie aus. Dennoch hofft Eggerl, dass das Freibad wenigstens ab Pfingsten öffnen kann. Dann klappt es endlich mit dem Sprung ins kühle Nass.

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