Kolbermoor Feuerwehr zeigt, warum Helfen Trumpf ist

Die Vorführung einer Fettbrandexplosion erlebten Schüler der Pauline-Thoma-Schule aus sicherer Entfernung. Sie war Bestandteil eines Besuchs der Feuerwehr im Rahmen der Aktionswoche „Helfen ist Trumpf“.
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Die Vorführung einer Fettbrandexplosion erlebten Schüler der Pauline-Thoma-Schule aus sicherer Entfernung. Sie war Bestandteil eines Besuchs der Feuerwehr im Rahmen der Aktionswoche „Helfen ist Trumpf“.

Coole Interviews, brandheiße Tipps für brenzlige Situationen und eine satte Fettbranddemonstration im Schulhof: Die Feuerwehr Kolbermoor macht im Rahmen der Aktionswoche „Helfen ist Trumpf“ gerade richtig mobil. Und hat dabei ein ganz konkretes Ziel.

Von Eva Lagler

Kolbermoor – „Helfen ist Trumpf“ lautet das Motto der aktuellen Aktionswoche des Landesfeuerwehrverbands Bayern. Und das nimmt auch die Feuerwehr Kolbermoor zum Anlass, sich aktiv in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ziel dabei ist es unter anderem, neue Mitglieder für die Jugendfeuerwehr zu gewinnen.

Dazu sind die Kameraden auch auf ihrer Facebook-Seite mit verschiedenen „Trümpfen“ aktiv. Einer davon ist eine Übersicht zum Thema vorbeugender Brandschutz. „Denn wenn wir nicht ausrücken müssen, bedeutet das, dass kein Bürger in Gefahr ist“, betonen die Floriansjünger.

Viele Tipps gibt‘s auch im Netz

Um das zu gewährleisten, haben sie unter dieser Rubrik wichtige Tipps aufgelistet – vom richtigen Verhalten im Brandfall über Infos zum Brandrisiko Nummer 1 im Haushalt (Elektrizität) bis zum Rauchmelder.

In einem spannenden Interview geben außerdem Feuerwehrmann Wolfgang Müller und seine Kinder Maxi und Milena Einblick in ihre Tätigkeit bei der Kolbermoorer Wehr, und auch Videos zu der Aktionswoche sind zu sehen.

Am gestrigen Mittwoch nun waren stellvertretender Kommandant Armin Hörl und zwei Kameraden in ihrer Freizeit mit einem Großfahrzeug an der Pauline-Thoma-Schule, um die Feuerwehr den Jugendlichen vorzustellen. Zielgruppe waren die drei siebten Klassen, denn „ab zwölf Jahren dürfen die Buben und Mädchen in unsere Jugendfeuerwehr eintreten.“

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So erfuhren die Schüler unter anderem, wie eine Feuerwehr aufgebaut ist, wie es im Inneren eines Feuerwehrfahrzeugs aussieht und welche Gerätschaften wofür verwendet werden. Höhepunkt war natürlich die Demonstration einer Fettbrandexplosion im Freien, bei der die Schüler sehen konnten, was passiert, wenn brennendes Fett in einer Pfanne oder einem Topf mit Wasser gelöscht wird.

Die drei Feuerwehrmänner beantworteten auch die Fragen der Schüler, die sehr interessiert waren. „Vielleicht schaut doch der eine oder andere mal bei uns vorbei“, hofft Hörl. „Wenn nur einer oder zwei zur Jugendfeuerwehr kommen, hat es sich schon rentiert.“ Nachwuchssorgen habe man zwar bei rund 65 erwachsenen Aktiven und 15 Jugendfeuerwehrlern nicht. Aber über Verstärkung würde man sich in jedem Fall freuen.

„Bei uns geht jeder für jeden durchs Feuer“

„Bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv mitzumachen – das bedeutet, für den Notfall bestens ausgebildet und vorbereitet zu sein, um zu wissen, wann man welchen Trumpf ausspielen muss, um eine ,brenzlige Situation‘ erfolgreich zu meistern. Man ist dabei nie allein, sondern immer Teil eines Teams, in dem buchstäblich jeder für jeden durchs Feuer geht“, wirbt der Landesfeuerwehrverband in seiner Aktionswoche.

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Schützenhilfe geben in Kolbermoor vielleicht auch ein paar der Siebtklässler, die bei der Aktion vor der Schule dabei waren: Ein Schüler ist der Sohn eines Aktiven, zwei weitere sind selbst in der Jugendfeuerwehr aktiv. „Manch einer tut sich vielleicht leichter, wenn er mit einem Spezl mal zur Feuerwehr schaut, wo er ansonsten vielleicht noch eine Hemmschwelle hat“, meint Hörl.

Willkommen sind interessierte Mädchen und Buben ab zwölf Jahren. „Einfach am Montag ab 18.30 Uhr am Kolbermoorer Feuerwehrhaus an der Haßlerstraße vorbeischauen, wenn unsere Übung stattfindet“, lädt er den potenziellen Nachwuchs ein.

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