Kolbermoorer Eltern beschweren sich über Busplan – Chef des Stadtverkehrs: „Wirre Aktion“

Auch hier an der Haltestelle nahe des Rathauses steigen morgens Schüler in die Linie 9 ein, um nach Rosenheim zu kommen.
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Auch hier an der Haltestelle nahe des Rathauses steigen morgens Schüler in die Linie 9 ein, um nach Rosenheim zu kommen.
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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Rund 50 Kolbermoorer Kinder nehmen morgens und mittags den Bus nach Rosenheim. Allerdings kommt er viel zu früh oder zu spät in der Stadtmitte an. Der Stadtverkehr Rosenheim arbeitet jetzt an Lösungen, wann sie greifen sollen, lesen Sie hier.

Kolbermoor– Als „wirre Aktion“ bezeichnet Ingmar Töppel, Geschäftsführer des Stadtverkehrs Rosenheim (SVR), den Ärger einiger Kolbermoorer Eltern. Sie hatten sich in den sozialen Netzwerken darüber beschwert, dass ihre Kinder mit den SVR-Buslinien von Kolbermoor nach Rosenheim entweder „viel zu früh oder viel zu spät“ in die Schule kommen.

Ankunft 6.46 Uhr oder 7.42 Uhr

Das heißt: Entweder kommen die Schüler um 6.46 Uhr in der Rosenheimer Stadtmitte an – „das ist viel zu früh“, gibt auch Töppel zu. Oder sie sind um 7.42 Uhr dort – „das ist zu knapp, um noch pünktlich zum Unterricht zu gelangen“.

SVR arbeitet an Lösungen

Und deshalb arbeitet der SVR an Lösungen: Die Abfahrtszeiten in Kolbermoor sollen verändert werden – entweder ab kommenden Montag oder die Woche drauf. Was heißt das konkret? Konkret möchte sich Töppel dazu noch nicht äußern. Im Vorfeld habe man Zahlen eruiert: 40 Schüler aus Kolbermoor nutzen die kombinierte Linie 8/9, zehn Kolbermoorer Schüler die Linie 9. Über die Änderungen sollen die Schüler dann im Vorfeld ein bis zwei Tage vorher im Bus informiert werden, erklärt er.

Bisher keine direkten Beschwerden

Kann er den Unmut verstehen? „Wenn Änderungen gewünscht sind, gehen wir wenn möglich darauf ein“, sagt er. Allerdings habe es bisher „keine Beschwerden hinsichtlich der Abfahrtszeuten gegeben“, erklärt er. Und die Fahrpläne gibt es seit April. Da fand natürlich kein Unterricht in den Schulen statt – die Schüler waren im Homeschooling.

Er hat über den Ärger aus dem Internet erfahren

Wie viele Eltern haben sich denn jetzt schon direkt bei Töppel beschwert? „Niemand“, sagt er auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Vielleicht hat man ihn nicht erreicht? „Ich sitze jeden Tag von 5 Uhr bis 19 Uhr an meinem Platz – wir haben weder E-Mails bekommen, noch hat bei uns jemand angerufen“, sagt er. Er habe über den Ärger aus dem Internet erfahren. Obendrein erreichten Töppel seitens des Schulamtes Beschwerde-Mails der Eltern. „Die hatten die Eltern dorthin geschickt“, erklärt er. Ihnen habe er auch geantwortet.

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In den sozialen Netzwerken schreiben die Mütter, dass sie mehrfach versucht haben beim SVR anzurufen und Mails geschrieben haben – Töppel haben die Beschwerden nicht erreicht.

Binnen drei Wochen neuen Fahrplan erstellt

Er erklärt, dass man heuer binnen drei Wochen einen neuen Fahrplan auf die Beine gestellt habe. Denn wegen der Corona-Pandemie verzeichne der SVR lediglich 15 Prozent der Gäste, bietet aber 72 Prozent der Fahrleistung an.

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