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Blick hinter historische Mauern

Kolbermoor: So geht die Sanierung der Werkssiedlung voran

In diesem Gebäude an der von-Bippen-Straße entstehen drei Wohneinheiten. In beiden Häusern sind es insgesamt neun. Foto: Weinzierl
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In diesem Gebäude an der von-Bippen-Straße entstehen drei Wohneinheiten. In beiden Häusern sind es insgesamt neun.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Die Arbeiten am letzten Abschnitt der Werkssiedlung liegen voll im Zeitplan. Was jetzt noch ansteht, erzählt der Architekt Gotthard Fellgiebel bei einem Besuch auf der Baustelle.

Kolbermoor – Gemütlich, verwinkelt, klein, aber fein: Die Wohnungen im Haus mit der Nummer 11 gleichen einer Puppenstube. Hier ein kleines Fenster, dort eine kleine Ecke, in die ein Lesesessel passen würde – der, der drin sitzt, blickt auf den Karl-Daniels-PLatz. Bis der Sessel steht dauert es aber noch.

Blick von der ersten Etage: Lichtdurchflutet dank der kleinen Fenster im Flur.

Stabiles Haus von Fuß bis zum Kopf

Denn die Arbeiten am letzten Abschnitt der Werkssiedlung an der von-Bippen-Straße sind in vollem Gange. Fest steht: „Wir haben ein stabiles Haus – vom Fuß bis zum Kopf“, sagt Architekt Gotthard Fellgiebel, der seit 1994 mit der Werkssiedlung vertraut ist. Seit zwei Jahren ist man an den Häusern mit der Nummer 10 – das große an der Straße – und das mit den Nummer 11, 11a und 11b zugange. Damals ging der Entkernung los. Sie wurden quasi komplett ausgehöhlt. Man konnte vom zweiten Stock durch ins Erdgeschoss blicken.

Viel Liebe zum Detail

Das geht jetzt nicht mehr. Im Haus mit der Nummer zehn stehen alle Wände, die historischen Deckenbalken hat man erhalten. Was gleich auffällt sich die Holzfenster: Sie haben Querstreifen – das macht es heimelig. Viel Liebe zum Detail steckt drin in den Häusern der historischen Siedlung.

Wohn- und Essbereich mit großen Fenstern.

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Jetzt wird noch geweißelt, gefliest und der Boden verlegt. Eine Auswahl des Bodens liegt in einem Raum – sieht aus wie PVC, ist aber keiner, sondern recyclebarer elastischer Bodenbelag, erklärt der Architekt. Muster dessen liegen auf dem Boden: grau Töne, gelb, grün. Welcher es werden soll, steht noch nicht fest. Auch die Fußleisten liegen daneben: weiß oder naturfarben. Mal schauen – das wird alles noch besprochen.

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Ganz unterm Dach ist der Boden. Dieser Bereich soll in Parzellen geteilt werden für die Mieter. So können sie etwas abstellen. Schließlich hat das Haus keinen Keller.

Die alten Fliesen werden noch hergerichtet.

In dem Haus Nummer 10 entstehen sechs Wohnungen –  mit jeweils rund 60 Quadratmetern. Die Zimmer sind hell, die Küche groß – kochen und essen. So wie es eben früher war. Zwei Wohnungen haben einen Balkon – „das ist einmalig in der Siedlung“, so Fellgiebel. Die zwei im Erdgeschoss verfügen über eine Veranda.

Vom Haus direkt in den Garten

Das Haus mit den Nummer 11, 11a und 11b, nahe des Schwarzen Weges hat drei Wohneinheiten à 80 Quadratmeter auf zwei Etagen. Sie alle verfügen über einen kleinen Garten – samt Holzhäuschen. Auch die stehen schon. Von den Wohnungen aus kommt man über eine Treppe in eigenen Garten. „Früher musste man außen herum“, so Fellgiebel. Das ist lange her. Hinter den Hütten ist noch ein Grünstreifen – hier soll eine öffentliche Wiese entstehen.

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Bei der Sanierung kamen auch die alten, historischen Fliesen zum Vorschein. Sie sind derzeit unter Pappe versteckt, um sie zu schonen. Sie werden noch hergerichtet. Ebenso wie die Treppengeländer, die noch übermalt sind. Auch die Farbe wird noch entfernt. Dann ist es in natura.

Hier entsteht der Balkon – in Haus Nummer 10.

Ab Juni sollen die Arbeiten zu den Außenanlagen erfolgen, erklärt Architekt Gotthard Fellgiebel. Im Herbst soll alles fertig sein.

Mieter können im Oktober einziehen

Denn läuft alles nach Plan, sollen im Oktober die Mieter einziehen. Im Juni will Claudia Kristian vom Liegenschaftsamt der Stadt die Mieter informieren. Und ob sie wirklich einen Lesesessel mit Blick auf den Karl-Daniels-Platz aufstellen, bleibt natürlich ihnen überlassen – aber passen würde es schon!

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