Kolbermoor: Bis zu 1000 Tonnen CO2 einsparen

Auf dem Dach des Kolbermoorer Feuerwehrhauses soll im Januar eine Fotovoltaikanlage installiert werden.
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Auf dem Dach des Kolbermoorer Feuerwehrhauses soll im Januar eine Fotovoltaikanlage installiert werden.

Noch im Januar könnte es eine Fotovoltaikanlage für die Feuerwache geben: Wenn das Wetter mitspielt, soll ab Januar mit dem Aufbau einer Anlage auf dem Dach des Feuerwehrhauses begonnen werden.

von Johannes Thomae

Kolbermoor – Den entsprechenden Auftrag hat der Bauausschuss bereits an eine Kolbermoorer Firma vergeben. Damit wird die Feuerwehrwache schon ab nächstem Jahr deutlich mehr als die Hälfte ihres jährlichen Strombedarfs selbst erzeugen können. Genau beziffert soll der sogenannte Autarkie-Grad bei 62 Prozent liegen.

Damit sind die Investitionskosten für die Anlage in Höhe von rund 61 000 Euro durchaus als Geldanlage zu sehen. Denn der Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Martin Korndoerfer, geht über die nächsten 20 Jahre gerechnet von einer Rendite von 3,7 Prozent aus.

Mehr produziert, als benötigt

Den gegenwärtigen Strom-Mix in Kolbermoor zu Grunde gelegt, wird durch die Anlage darüber hinaus pro Jahr 25 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart, wie Martin Korndoerfer errechnet hat. Da eine Fotovoltaikanlage eine durchschnittliche Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren habe, belaufe sich die Gesamtvermeidung über diesen Zeitraum auf etwa 750 Tonnen bis 1000 Tonnen. Setze man dabei pro Tonne CO2 Kosten von 50 Euro an, die nötig seien, um die „vergesellschafteten Schäden“ durch das CO2 zu kompensieren, vermeide die Anlage auf 30 Jahre gesehen rund 37000 Euro an „Emissionskosten“.

Anlage hätte etwas größer sein sollen

Gerne hätte man seitens der Verwaltung die Anlage etwas größer dimensioniert, so dass auch die Mangfallschule mit dem „Feuerwehrstrom“ versorgt hätte werden können. Das Dach des Feuerwehrhauses war dafür aber nicht genügend belastbar.

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Dennoch ist die Idee nicht ganz vom Tisch, es werden entsprechende Leerohre zur Schule verlegt. Sollte die Auswertung des ersten Betriebsjahres zeigen, dass ein Anschluss der Schule auch bei der gegebenen Anlagengröße wirtschaftlich sinnvoll ist, könnte die Anbindung jederzeit nachgeholt werden.

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