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JUGENDBEAUFTRAGTER STEFAN SCHLARB

Keine Lust auf Online-Treffen: Jugendarbeit in Kolbermoor liegt auf Eis

In einer Online-Video-Konferenz: DerJugendbeauftragte der Stadt Kolbermoor an seinem Schreibtisch.
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In einer Online-Video-Konferenz: DerJugendbeauftragte der Stadt Kolbermoor an seinem Schreibtisch.
  • Ulrich Nathen-Berger
    VonUlrich Nathen-Berger
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Die Corona-Pandemie bremst ihn aus: Die Arbeit für den Kolbermoorer Jugendbeauftragten Stefan Schlarb ist derzeit auf Eis gelegt.

Kolbermoor – Das Aufgabenspektrum hat’s in sich, das der Jugendbeauftragte der Stadt Kolbermoor, Stefan Schlarb, eigentlich zu bewältigen hätte: „Zu seinen Aufgaben gehört insbesondere die aktive Kontaktaufnahmezu den Kindern und Jugendlichen zur Ermittlung ihrer Anliegen und Bedürfnisse; die Einbringung und Vertretung der Anliegen und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen bei den zuständigen Stellen, insbesondere in den politischen Gremien; die Kontaktpflege zu den Vereinen, Kirchengemeinden und anderen Institutionen oder Personen, die sich für Kinder und Jugendliche einsetzen; die Pflege eines regelmäßigen Austausches mit den örtlichen Behörden und Verwaltungsstellen, insbesondere Sachgebiet mit dem Kreisjugendamt sowie die Mitwirkung bei Kinder- und Jugendversammlungen.“ So gelesen auf der Web-Site der Stadt.

Umsetzen kann Stefan Schlarb davon seit Monaten herzlich wenig, den Einstieg in sein Ehrenamt Mitte Mai des vergangenen Jahres habe er sich anders vorgestellt, bekennt der 25-Jährige im Gespräch mit dem Mangfall-Boten.

Keine Chancen für persönliche Kontakte

Denn: „Corona bedingt ist die Jugendarbeit derzeit komplett auf Eis gelegt.“

Für persönliche Kontakte mit seiner Klientel hatte der Wirtschafts-Student bislang keine Chancen. Es gab nur einige wenige Online-Veranstaltungen – unter anderem für die Vorstellung der Jugendbeauftragten des Landkreises Rosenheim. „Dabei hatte sich schnell herausgestellt, dass für diese virtuellen Treffen bei den Jugendlichen die Luft raus ist, offenbar aufgrund des ständigen Distanzunterrichts per Online-Video“, so Schlarb. Davon hätten ihm auch schon Vereine aus ihrer Jugendarbeit berichtet.

Frustrierend, nichts bewegen zu können

Es sei zwar frustrierend für ihn, dass er nichts bewegen könne, aber er versuche, da Beste aus der Situation zu machen, „mit der Festlegung von Zielen und Plänen, wie die Jugendarbeit gestaltet werden kann – wenn ich dann wieder darf“, sagt Schlarb.

„Einer der wichtigsten Punkte wird sein, den Jugendlichen wieder den Bezug zu den Vereinen zu schaffen.“ Auf die Frage, wie er das bewerkstelligen möchte, gerät er ins Grübeln. „Puh, das wird schwierig – ehrlich gesagt, bin ich da im Moment völlig ratlos.“

Unterstützung aus dem Kollegenkreis

Fest stehe zumindest, dass er als Jugendbeauftragte der Stadt Kolbermoor mit Unterstützung aus Kollegenkreisen rechnen könne, ist sich Schlarb sicher.

Beste Voraussetzungen für sein Ehrenamt bringt der 25-Jährige, der im zweiten Semester Wirtschafts-Informatik studiert, aus seiner elfjährigen Erfahrung in der Jugendarbeit der evangelischen Kreuzkirche mit; im Dekanat Rosenheim ist er noch immer aktiv.

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