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Was die Auszeichnung bedeutet

Jetzt ist es besiegelt: Kolbermoor ist die 233. Fairtrade-Stadt in Bayern

Geballtes Engagement für einen fairen Handel war in Kolbermoor versammelt, als Bürgermeister Peter Kloo (vorn, rechts) und die Leiterin der Steuerungsgruppe Sabine Balletshofer-Wimmer (vorn, links) von Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz (vorn, Mitte) die Zertifizierungsurkunde für Kolbermoor als „Fairtrade-Stadt“ erhielten.
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Geballtes Engagement für einen fairen Handel war in Kolbermoor versammelt, als Bürgermeister Peter Kloo (vorn, rechts) und die Leiterin der Steuerungsgruppe Sabine Balletshofer-Wimmer (vorn, links) von Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz (vorn, Mitte) die Zertifizierungsurkunde für Kolbermoor als „Fairtrade-Stadt“ erhielten.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Innerhalb weniger Monate hat es Kolbermoor von der Idee bis zur Zertifzierung geschafft. Jetzt wurde die Zertifzierungsurkunde als „Fairtrade-Stadt“ feierlich überreicht. Was das Besondere daran ist, lesen Sie hier.

Kolbermoor – „My fair ladies and gentlemen“, begrüßte Manfred Holz das „geballte Kolbermoorer Engagement für fairen Handel“ in seiner Laudatio anlässlich der Auszeichnung der Stadt Kolbermoor als „Fairtrade-Town“. Der Ehrenbotschafter der Fairtrade-Bewegung in Deutschland überreichte Kolbermoor die Zertifizierungs-Urkunde als 233. bayerischer und 813. deutscher Stadt, die „einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen auf der Welt leistet und damit die Fluchtursachen bekämpft“. Nach seinen Informationen geben Bundesbürger im Jahr 25 Euro für fair gehandelte Produkte aus.

Visionen müssen Aktionen folgen

Holz rief dazu auf, noch öfter daran zu denken, „nicht billig einzukaufen, wofür andere teuer bezahlen müssen“ und dem Beispiel Österreichs und der Schweiz zu folgen, wo durchschnittlich jeder Bürger 54 beziehungsweise 103 Euro pro Jahr für faire Produkte ausgebe. „Doch Visionen ohne Aktionen bleiben Visionen“, würdigte der Fairtrade-Botschafter das Tempo der Kolbermoorer von der Bewerbung bis zur Zertifizierung als Fairtrade-Stadt.

„Im Januar wurde der Antrag im Stadtrat gestellt, im März gab es einen mehrheitlichen Beschluss, im Mai wurde die Steuerungsgruppe gegründet, im Juni die Bewerbung abgeschickt, am 23. August erhielten wir den positiven Bescheid“, resümierte Sabine Balletshofer-Wimmer, die Vorsitzende der Steuerungsgruppe, die rasante, konzertierte Aktion vieler Akteuere.

+++ Weitere Informationen aus dem Mangfall-Tal finden Sie hier. +++

Innerhalb kürzester Zeit hatte Kolbermoor alle fünf Kriterien erfüllt, um sich Fairtrade-Stadt nennen zu dürfen: das klare Bekenntnis im Stadtrat; die Gründung der Steuerungsgruppe; das Angebot von Fairtrade-Produkten in Handel, Gastronomie und Hotelerie; die Verwendung von fair gehandelten Produkten in Schulen, Kitas, Seniorenzentren, Vereinen und Kirchen sowie eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, um eine faire Welt in den Herzen der Menschen zu verwurzeln.

Balletshofer-Wimmer dankte alle Mitstreitern – unter anderem aus Kirchen, Schulen, Kindereinrichtungen, Verwaltung, Gewerbeverband, Stadtbücherei, Volkshochschule, Bürgerzentrum Mangfalltreff, Sportvereinen, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft. Wo es möglich sei, werde das Bemühen um eine faire Welt unterstützt. „Sie sind wichtige Akteure, übernehmen Aufgaben der gesamten Gesellschaft, denn wir meistern die globalen Herausforderungen der Zukunft nur im fairen Umgang miteinander“, betonte Bürgermeister Peter Kloo. Mit einem Glas Sekt und gerecht gehandelten Knabbereien stießen die „fairen“ Damen und Herren schließlich auf den Erfolg an, ehe sie in ihren jeweiligen Tätigkeitsfeldern weiter an einer noch fairer gelebten Praxis arbeiten.

Keine Eintagsfliege, sondern Alltag

„Dieses Gütesiegel zeigt, dass Sie faire Produkte nicht nur zur gelegentlichen Beruhigung des Gewissens erwerben wollen, sondern den fairen Handel durch dauerhaftes Handeln unterstützen wollen“, betonte Holz. Er würdigte die Entscheidung der Kolbermoorer als einen wichtigen Beitrag für den Frieden und gegen die Armut auf der Welt. „Jede dritte Rose, die es in Deutschland gibt, ist fair gehandelt“, nannte er zählbare Erfolge und wies zugleich darauf hin, dass „biologisch angebaute, fair gehandelte, regional und saisonal geerntete Produkte“ zum fairen globalen Handel gehören.

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