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Pläne für zwei Fahrradparkhäuser

Jede Menge Platz für Drahtesel - So soll die neue große Radlständeranlage am Bahnhof in Kolbermoor aussehen

Mobilitätsmanagerin Veronika Winkler (ganz rechts) erläutert den Stadträten den Aufbau der zwei geplanten Fahrradparkhäuser am Bahnhof, von denen das erste, nördlich von Gleis 2 gelegen, bis Frühsommer nächsten Jahres stehen soll. (Links neben ihr: Geschäftsleiterin Elisabeth Kalenberg und zweiter Bürgermeister Dieter Kannengießer, der die Sitzung leitete).
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Mobilitätsmanagerin Veronika Winkler (ganz rechts) erläutert den Stadträten den Aufbau der zwei geplanten Fahrradparkhäuser am Bahnhof, von denen das erste, nördlich von Gleis 2 gelegen, bis Frühsommer nächsten Jahres stehen soll. (Links neben ihr: Geschäftsleiterin Elisabeth Kalenberg und zweiter Bürgermeister Dieter Kannengießer, der die Sitzung leitete).
  • VonJohannes Thomae
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Auf dem Weg zu einem fahrradfreundlichem Kolbermoor spielen auch ausreichend Stellplätze für die Zweiräder eine wichtige Rolle. Für die Umsetzung beriet der Stadtrat nun mehrere Möglichkeiten. Wo man künftig Fahrräder abstellen kann und wie sicher das ist.

Kolbermoor – Auf dem Weg zu einem fahrradfreundlichem Kolbermoor ist ein entsprechendes Radwegenetz wichtig. Mindestens ebenso wichtig sind aber Stellplätze für die Zweiräder – zuhause aber vor allem auch an den verschiedenen Zielorten. Dies ist eine Überzeugung, für die Bürgermeister Peter Kloo schon seit langem eintritt. Nur folgerichtig deshalb, dass der nächste große Ausbauschritt rund um den Bahnhof – die Erstellung der Außenbahnsteige – begleitet werden wird vom Aufbau zweier Radparkhäuser.

Attraktiv für Zugpendler

Für alle Zugpendler gewinnt das Fahrrad damit an Attraktivität als „Zubringerfahrzeug“, so hofft man. Der erste Bahnsteig, der ab April nächsten Jahres in Angriff genommen soll, ist der nördliche am Gleis 2, das dazugehörige Radparkhaus liegt an der Bergstraße im unteren Bereich des Spielplatzes. Zwei mögliche Varianten waren für dieses Parkhaus vom Landschaftsarchitekturbüro Haidacher entwickelt worden: Der eine mit einem achtzig Stellplätze fassendem Einzelgebäude, bei der Alternative sind 108 Stellplätze auf drei kleinere Unterstellmöglichkeit verteilt. Der Stadtrat folgte in seinem Umsetzungs-Beschluss der Empfehlung des Hauptausschusses, der sich für die erste Variante ausgesprochen hatte. Es können damit zwar etwas weniger Fahrräder abgestellt, doch dafür im Umfeld mehr Bäume erhalten werden.

Vor allem aber sind die abgestellten Fahrräder bei dieser Lösung von allen Seiten umschlossen, das Gefährt wie die Fahrradfahrer etwas besser vor der Witterung geschützt. Wichtig zu wissen dabei: die Wände sind nicht „blickdicht“ sondern haben eine Art „Lochblech-charakter“. Wer sein Fahrrad abstellt, tut das also nicht in einer geschlossenen „BlackBox“, sondern hat Sichtmöglichkeit von drinnen nach draußen und umgekehrt.

Kompliziertes Abstellen? Mobilitätsmanagerin gibt Entwarnung

Angstgefühle, wie man sie von manchen dunklen Autoparkhäusern her kennt, können so gar nicht erst aufkommen. Entscheidend für die zukünftige Nutzung ist natürlich auch, wie einfach die Fahrräder dort abzustellen sind. Hier hatte Christian Demmel (AfD) zum Beispiel Befürchtungen, dass die vorgesehene Abstellung in zwei Ebenen in der Praxis ähnlich kompliziert sein könnte, wie man das bei Autos von den sogenannten Duplex-Garagen her kennt. Mobilitätsmanagerin Veronika Winkler konnte hier beruhigen: Auch das Abstellen in der oberen Ebene sei problemlos, die Erfahrungen mit den Fahrradparkhäusern in Rosenheim hätten das bestätigt:

Das Symbolbild zeigt Fahrräder abgestellt in einem Fahrrad-Parkhaus in Rheinland-Pfalz.

„Wer Fahrrad fahren kann, bringt sein Gefährt ohne Mühe auch in die obere Abstellebene.“ Leonhard Sedlbauer (CSU ) wiederum regte an, in das Parkhaus auch abschließbare Boxen zu integrieren, die Zahl der Nutzer von hochwertigen E-Bikes steige und für diese sei die Frage, ob ihr Gefährt auch wirklich diebstahlsicher untergebracht werden könne, durchaus entscheidend. Veronika Winkler bestätigte, dass solche Boxen vorgesehen seien, auch Abstellmöglichkeiten für Lastenräder und Fahrradanhänger.

133 000 Euro kostet das Radlparkhaus

Die Kosten für das Radlparkhaus liegen nach der derzeitigen Kostenschätzung bei rund 133 000 Euro, der Alternativentwurf wäre mit fast der gleichen Summe veranschlagt gewesen. Vorsichtshalber wies die Verwaltung jedoch darauf hin, dass bis zur Verwirklichung und Fertigstellung im nächsten Frühsommer eine Preissteigerung von etwa zehn bis fünfzehn Prozent möglich sei.

Sicher ist dagegen, dass das Vorhaben von der Regierung in Höhe von 75 Prozent gefördert wird. Der Stadtrat beschloss bei einer Gegenstimme die Maßnahme umzusetzen und beauftragte die Verwaltung mit der Fortführung der Planung zur Variante Eins. Das zweite Parkhaus wird in Angriff genommen werden, sobald nach dem nördlichen auch der südliche Bahnsteig fertiggestellt sein und das Areal davor nicht mehr als Baustellenzufahrt benötigt wird.

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