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Medienbericht: Ukrainischer Botschafter Melnyk soll aus Deutschland abgezogen werden

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Medienbericht: Ukrainischer Botschafter Melnyk soll aus Deutschland abgezogen werden

Andrij Melnyk, der häufig kritisierte ukrainische Botschafter in Deutschland, soll Medienberichten …
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Meldepflicht für ungeimpfte Mitarbeiter

„Jede einzelne Kraft ist wichtig“: Leiter der Altenheime zur neuen Regelung für Pflegebeschäftigte

Im Kolbermoorer Caritas Altenheim „St. Franziskus“ sind rund acht Prozent der Mitarbeiter nicht geimpft. Sie alle werden täglich getestet.
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Im Kolbermoorer Caritas Altenheim „St. Franziskus“ sind rund acht Prozent der Mitarbeiter nicht geimpft. Sie alle werden täglich getestet.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Ab Mittwoch gilt eine Impfpflicht für Mitarbeiter im Gesundheitssektor. Was das für die Altenheime in Kolbermoor und Bad Aibling bedeutet, lesen Sie hier.

Kolbermoor/Bad Aibling – Ab heute gilt in Bayern die Impfpflicht für Gesundheitsberufe. Das bedeutet: Arbeitgeber im Gesundheitssektor, wie beispielsweise Pflege- und Altenheime, müssen nicht-geimpfte Mitarbeiter an das Gesundheitsamt melden. Die OVB-Heimatzeitungen haben in Pflege- und Altenheimen in Kolbermoor und Bad Aibling nachgefragt, wie es bei ihnen aussieht und ob sie ein Betretungsverbot für ihre nicht-geimpften Mitarbeiter fürchten.

Impfstatus gehtans Gesundheitsamt

Im Caritas-Altenheim St. Franziskus in Kolbermoor sind rund 135 Mitarbeiter tätig. „Acht Prozent von ihnen sind nicht gegen Corona geimpft“, erklärt Heimleiter Jakob Hartmann auf Anfrage des Mangfall-Boten. Diese Mitarbeiter haben sich täglich vor Arbeitsantritt auf Corona hin testen lassen. Ab heute muss Heimleiter Hartmann alle Mitarbeiter der Kolbermoorer Einrichtung und deren Impftstatus an die Behörde melden – beispielsweise auch mit den Daten, wann sie ihre Impfung erhalten haben.

Die Mitarbeiter der Behörde nehmen dann Kontakt zu den Nichtgeimpften auf, um sie zur Impfung zu bewegen, erklärt der Heimleiter. Haben sie keinen Erfolg, könne „ab Sommer ein Betretungsverbot greifen“. Vorher werde nichts passieren, ist er überzeugt, und deshalb sei es jetzt auch nicht ganz so akut. Aber: „Jede einzelne Kraft ist wichtig.“

Er selbst hat unentschlossene Mitarbeitern zu einer Impfung ermutigt: „Ich konnte einige überzeugen“, sagt er.

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Beispielsweise jene, die Angst vor der Impfung hatten, sagt er. Seit zwei Jahren ist Corona das vorherrschende Thema bei seiner Arbeit – „90 Prozent der Arbeitszeit dreht sich nur darum“, so Hartmann. „Alle haben Angst, dass es zu einem Corona-Ausbruch kommt“, sagt er. Das Caritas-Altenheim, in dem derzeit 100 Bewohner leben, wurde gleich zu Beginn der Pandemie im Frühling 2020 von einem Ausbruch heimgesucht. Seither gab es „so gut wie nie“ Fälle, so der Heimleiter. Hartmann sagt, dass auch der erhoffte Erfolg, bisher Nichtgeimpfte würden sich eventuell mit dem Totimpfstoff Novovax impfen lassen, habe sich nicht eingestellt.

Impfpflicht befürwortet

Gregor Kumberger, Heimleiter des Hauses Lohholz in Kolbermoor, hätte eine allgemeine Impfpflicht befürwortet – „das wäre gescheit gewesen“, sagt er. Er habe bereits eine Arbeitskraft, die im Hauswirtschaftsbereich tätig war, verloren. „Sie hat gekündigt“, sagt er. Im Haus Lohholz sind 85 Mitarbeiter beschäftigt. Wie viele nicht geimpft sind, will Kumberger nicht sagen. Auch er liefert die Daten ab dem heutigen Mittwoch an die Behörde.

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Er erklärt auch, dass er ab dem 16. März keine „nichtgeimpften Mitarbeiter mehr einstellen darf. Bis Dienstag wäre es noch gegangen“, sagt er. Auch bei ihm wurden täglich „alle getestet – Verwaltungs- und Pflegekräfte. Jeder.“ Das findet er eine „gute Sache, denn das gebe eine gewisse Sicherheit“, sagt er.

Mitarbeiter würden nicht Beruf wechseln

Das sieht Ndricim Hyska genauso. Der Pflegedienstleiter des Hauses Wittelsbach in Bad Aibling erzählt, dass die „meisten der 115 Mitarbeiter der Einrichtung geimpft sind“. 50 oder 90 Prozent? „Der überwiegende Teil“, berichtet er. Genauer mag er nicht werden. Seine Mitarbeiter betreuen rund 120 Bewohner, die in der Einrichtung wohnen.

Hätte er eine allgemeine Impfpflicht begrüß? Das kann er so pauschal nicht beantworten. Fest steht für ihn: „Die Mitarbeiter werden nicht den Beruf wechseln, wenn es eine Impfpflicht gegeben hätte.“