Eröffnung verzögert sich

In Kolbermoor gehen die Arbeiten an Parkour-Anlage weiter

Nachdem der passende Untergrund verlegt wurde, waren die grünen Fallschutzplatten an der Reihe, die hier von Michael Oswald (links) und Markus Thaller von der Kolbermoorer Firma Oswald. Die bestellte Anzahl reicht jetzt allerdings nicht aus. Riediger
+
Nachdem der passende Untergrund verlegt wurde, waren die grünen Fallschutzplatten an der Reihe, die hier von Michael Oswald (links) und Markus Thaller von der Kolbermoorer Firma Oswald. Die bestellte Anzahl reicht jetzt allerdings nicht aus. Riediger
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
    schließen

Die Fertigstellung der Anlage verzögert sich. Nicht zuletzt deshalb, weil nicht ausreichend Fallschutzplatten bestellt wurden. Darum war die Stadt bei der Bestellung zurückhaltend.

Kolbermoor – Die Arbeiten an der Parkour-Anlage südlich der Staatsstraße in Kolbermoor gehen jetzt weiter: „Derzeit wird der Fallschutz verlegt“, erklärt Jürgen Halder vom Bauamt. Sind diese Arbeiten abgeschlossen, muss der TÜV die Anlage abnehmen und dann könnte sie geöffnet werden. Könnte. Denn derzeit darf keine Sportanlage aufgrund der Corona-Pandemie genutzt werden. Somit müssen sich die Sportler noch etwas gedulden. Allerdings nicht nur deswegen.

Rund 100 Euro pro Quadratmeter

Derzeit werden für den Belag spezielle Fallschutzplatten verlegt – „sie sollen überall dort sein, wo man abspringen muss“. Zum einen, um ausreichend Schwung zu haben, zum anderen, um im Falle eines Falles weich zu landen. Die bestellten Platten reichen aber nicht aus.

Im Frühjahr soll Platz fertig sein

Und warum wurden nicht genügend Platten geordert? Ich habe keine zu große Anzahl bestellt, da sie relativ teuer sind, erklärt Halder auf Anfrage des Mangfall-Boten. Und er ergänzt: „Ich habe gehofft, dass sie ausreichen.“ Pro Quadratmeter kostet der Fallschutz rund 100 Euro, erklärt er. Rund 170 Quadratmeter müssen damit versehen werden – rund 17 000 Euro kommen alleine nur für die etwa zehn Zentimeter dicken Platten zusammen.

Hackschnitzel im Außenbereich

Deshalb hatte Halder so kalkuliert, dass im äußeren Bereich der Anlage ein anderer, günstigerer Fallschutz verwendet werden könne. Denn dort benötige man sie nicht zum Abstoßen, erklärt er. „Dort können auch Hackschnitzel verwendet werden.“

Lesen Sie auch: Blitzer in Kolbermoor: Es geht um die Sicherheit, nicht darum die Stadtkassen zu füllen

Jetzt müssen weitere Fallschutzplatten, die optisch an dünne Legosteine erinnern, geordert werden. Wie lange es bis zur Lieferung dauert, kann Halder nicht sagen. Nur soviel: „Ich hoffe, dass es jetzt schnell geht.“ Er ist optimistisch: Die Anlage soll im Frühjahr fertig werden. Vor der endgültigen Fertigstellung stehen jetzt noch: Lieferung und Verbau der Platten, Abnahme durch den TÜV. Und natürlich muss es seitens der Regierung auch erlaubt sein, Sportplätze zu nutzen. Dann kann es losgehen.

+++ Aktuelle Nachrichten und Artikel rund um das Thema Coronavirus in der Region finden Sie auf unserer OVB-Themenseite +++

Es besteht laut Halder auch die Möglichkeit, die Anlage noch auszubauen. Das hänge von der Nachfrage der Sportler ab. „Da gehen wir wirklich auf die Wünsche der Jugendlichen ein“, sagt Halder.

Beim Parkour und Freerunning geht es darum, Hindernisse mit vielen verschiedenen Konstellationen zu überwinden – etwa durch Springen, Hangeln, Balancieren, Handstandüberschläge oder Salti. Calisthenics steht für Training in der Öffentlichkeit mit dem eigenen Körpergewicht. Die neue Anlage kostet insgesamt etwa 50 000 Euro – rund 30 000 Euro entfallen davon auf die Geräte.

Bevor die grünen Fallschutzplatten verlegt wurden, musste erst ein passender Untergrund her (von links): Wolfgang Oswald, Michael Oswald und Markus Thaller.

Mehr zum Thema

Kommentare