Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Nachverdichtung in der Mangfallstadt

In Kolbermoor entstehen neue Wohnungen für Familien und Alleinstehende

Mit den Bauarbeiten in der Gärtnerstraße wird ein stadtplanerisches Ziel erreicht, das es seit Jahrzehnten gibt: die Schließung dieser innerstädtischen Baulücke.
+
Mit den Bauarbeiten in der Gärtnerstraße wird ein stadtplanerisches Ziel erreicht, das es seit Jahrzehnten gibt: die Schließung dieser innerstädtischen Baulücke.
  • VonJohannes Thomae
    schließen

Verhindern, dass die Stadt weiter ins Umland wächst: Eigentlich sollten hier einst Einfamilienhäuser entstehen. Das ist Schnee von gestern. Jetzt werden Wohnungen gebaut. Wie viele es sind.

Kolbermoor – Gut Ding will gut Weile haben, heißt es und manchmal trifft es wirklich zu. Wie zum Beispiel bei der Bebauung des Areals an der Gärtnerstraße. Einen ersten Bebauungsplan gab es schon in den 70er-Jahren. Der sah ein Mischgebiet vor, der Wohnbauanteil von Einfamilienhäusern bestückt, das Ganze von einer Straße durchzogen ähnlich breit wie die Brückenstraße.

Wohnraum für „normale Bürger“ war für früher ein eigenes Haus

Damals war das, so erzählt Bürgermeister Peter Kloo (SPD), auch für innerstädtische Bereiche eine Standardlösung: Wohnraum für „normale“ Bürger war gleichgesetzt mit dem eigenen Haus. Und breite Straßen waren in einer Zeit, in der man unter einer bewohnerfreundlichen Stadt vor allem eine autofreundliche Stadt verstand, ebenfalls die Regel.

Die Umsetzung des Bebauungsplans aber zog sich in die Länge. Das lag vor allem daran, dass dieses Areal mehreren Besitzern gehörte, die es beispielsweise als Pferdeweide, nutzten. Teilweise zu einer noch nicht aufgelösten Erbengemeinschaft gehörten. Sie mussten für sich erst eine Lösung finden, bevor an den Verkauf des jeweiligen Grundstückes gedacht werden konnte. Eine sinnvolle Bebauung aber war erst möglich, wenn auch tatsächlich die gesamte Fläche zur Verfügung stand.

Bemüht an Veränderungen anzupassen

Mit der Zeit änderten sich auch die Rahmenbedingungen für den Bebauungsplan. Die Schwarzenbergstraße, zum Beispiel einst als vorwiegend gewerblicher Teil des Mischgebietes vorgesehen, bekam im Laufe der Zeit zunehmend Wohnungsbebauung. Das gesamte Areal wurde deshalb zu einer Art Dauerthema im Bauausschuss, sagt Kloo, das Gremium und die Verwaltung immer bemüht, den Bebauungsplan der sich ändernden Stadt und ihren sich wandelnden Bedürfnissen anzupassen.

Neun Bauten à drei Geschosse

Die Bebauung, die an der Gärtnerstraße verwirklicht wird, ist mit ihren rund 60 Wohnungen in neun dreistöckigen Mehrgeschossbauten die Lösung, die die Stadtentwicklung jetzt und auch in Zukunft erfordert: Um zu verhindern, dass die Stadt weiter ins Umland wuchert, ist Nachverdichtung gefordert.

Diese kann, das ist nicht nur die Überzeugung des Bürgermeisters, sondern auch die Meinung des Stadtrates, nicht durch Einfamilienhäuser erfolgen. Sie muss Wohnraum im Mehrgeschossbau schaffen, denn nur so kann auf einer Fläche bedarfsorientierter Raum für verschiedenste Ansprüche geschaffen werden: Wohnungen für Familien ebenso wie für alleinstehende Personen, egal ob jung oder alt.

Auf der jüngsten Stadtratssitzung vergab das Gremium die Straßenarbeiten für das Wohngebiet. Dass die Erschließung erst jetzt erfolgt, da die Gebäude schon im Rohbau dastehen, ist, laut Bürgermeister, den Tiefgaragen geschuldet. Sie liegen nah an der Straße, gehen aber tief in den Untergrund, wäre die Straße vor dem Bau der Häuser fertiggestellt worden, hätte die Erstellung der Tiefgaragen wesentlich mehr Aufwand erfordert.

Mehr zum Thema