Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Hunderte Kitten in Rosenheim und Ostermünchen

Flut an Katzenbabys erreicht Tierheime im Mangfalltal – und nicht alle überleben

Das ist kein zweiköpfiges Fabelwesen, sondern das sind die beiden Katzenwelpen Eros und Feli. Sie gehören zu unzähligen Katzenwelpen, die sich derzeit in den Tierheimen Ostermünchen und Rosenheim oder auf Pflegeplätzen befinden.
+
Das ist kein zweiköpfiges Fabelwesen, sondern das sind die beiden Katzenwelpen Eros und Feli. Sie gehören zu unzähligen Katzenwelpen, die sich derzeit in den Tierheimen Ostermünchen und Rosenheim oder auf Pflegeplätzen befinden.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
    schließen

Eine Flut an Katzenbabys überschwemmt gerade wieder die Tierheime im Mangfalltal. Die Tiere kommen oft in einem schlechten Zustand an und müssen entsprechend medizinisch betreut werden. Doch einige überleben dennoch nicht.

Kolbermoor/Ostermünchen – Meist seien die Kitten in einem schlechten Zustand, müssten im Tierheim oder den Pflegestellen mühevoll aufgezogen werden. Wie viele ihrer Leidensgenossen stammen auch die Katzengeschwister Eros und Feli ursprünglich von einem landwirtschaftlichen Anwesen.

Fundzustand der Tiere meist bedrohlich

„Noch sehr jung kamen sie ohne Mutter zu uns und mussten erst einmal ordentlich gepäppelt werden“, beschreibt Josefa Estner vom Tierheim Ostermünchen den Fund-Zustand der Katzenwelpen. Mittlerweile sind sie zwölf Wochen alt, entwurmt und geimpft. Sie hatten Glück, denn: „Viele schwer erkrankte Kitten überleben trotz aller Fürsorge und medizinischen Betreuung nicht“, macht Kerstin Eckl vom Rosenheimer Tierheim klar.

Oft müssten die circa 100 Kitten, die am Gangsteig in Kolbermoor pro Jahr abgegeben werden, sofort in Tierkliniken betreut werden. Die Kosten tragen die Tierschutzvereine. Besonders dramatisch war der Zustand von Kater Luci. Mit Katzenschnupfen und Parasiten kam der Bauernhofstreuner im Tierheim an. Er brauchte ein Jahr, um sich zu erholen. „Er hatte Glück, hat überlebt und seine Augen behalten“, beschreibt Eckl den Überlebenskampf des kleinen Katers, der zweimal operiert werden musste: „Die Gesamtkosten seiner Behandlung lagen bei 8000 Euro“, informiert die Tierheimleiterin.

In einem jämmerlichen Zustand kam Kater Luci ins Rosenheimer Tierheim. Seine Genesung dauerte ein Jahr. Jetzt ist er so gesund, dass er vermittelt werden kann.

Sie mahnt an: „Wenn die Tiere kastriert, gechippt und registriert wären, könnten wir diese Fundtierflut eindämmen.“ Kommen junge Katzen in den Tierheimen an, werden sie nicht nur gepäppelt, sondern auch medizinisch betreut – unter anderem entwurmt, geimpft und gechippt.

Vereine klärenüber Kastration auf

Die Tierschutzvereine leisten aber auch Aufklärungsarbeit in Sachen Kastration. „Wenn wir Hinweise auf Streuner bekommen, fangen wir sie ein und kümmern uns um die Tiere, aber wir beraten auch Katzenhalter, wenn sie uns um Hilfe bitten“, erklärt Rieger. Bis zu 300 Katzen pro Jahr werden allein vom Ostermünchener Verein zur Kastration gebracht. „Die Kosten liegen zwischen 120 bis 130 Euro pro Tier“, so der Vereinsvorsitzende. „Egal ob Freigänger oder Wohnungskatze – es ist das einzige Mittel gegen die alljährliche Flut an Kitten“, betont auch die Rosenheimer Tierheimleiterin Eckl.

Kater Luci hat es geschafft: Er braucht zwar noch immer Augentropfen, ist aber wieder so gesund, dass er vermittelt werden kann. Und auch Eros und Feli, das Ostermünchener Geschwisterpaar, sucht eine neue Bleibe. „Es sind ganz bezaubernde Vertreter ihrer Art“, schwärmt Josefa Estner: „Sie sind sehr anhänglich. Mit ihrem Charme und ihrem vorwitzigen Spieltrieb wickeln sie jeden Katzenfreund im Handumdrehen um den Finger.“

Doch Eros und Feli sind nur zwei von unzähligen Katzenwelpen, die sich derzeit in den Tierheimen Ostermünchen und Rosenheim oder auf Pflegeplätzen befinden. Für all diese Schützlinge werden dringend liebevolle Zuhause mit verantwortungsvollen Menschen gesucht.

Wer sich für Eros und Feli interessiert, kann sich unter der Nummer 01 63/6 95 48 66 melden. Das Tierheim Ostermünchen ist erreichbar unter der 0 80 67/18 03 01 oder per E-Mail an info@tierheim-ostermuenchen.de oder auf der Homepage www.tierheim-ostermuenchen.de. Die Rosenheimer Fellnasen werden unter der 0 80 31/9 60 68 vermittelt. Auf der Homepage www.tierschutzverein-rosenheim.de werden zudem alle Tiere vorgestellt, die am Gangsteig zur Vermittlung stehen.

Mehr zum Thema

Kommentare