FREIBAD KOLBERMOOR

Heißer Sommer sorgt für Rekordjahr

Trendauch im Kolbermoorer Freibad: Meerjungfrauen. Bis zu 20 Mädchen mit Meerjungfrauen-Flosse zählen die Bademeister Charly Meier (hinten) und Helmut Eggerl (vorne) schon mal an einem Nachmittag – und dabei entstand auch dieses Erinnerungsfoto. re

Ein Sommer der Rekorde ist für das Kolbermoorer Freibad zu Ende gegangen: Knapp 100000 Badegäste genossen den Wasserspaß – und bescherten dem Bad einen Rekordumsatz. Sogar der „Super-Sommer“ 2003 konnte überboten werden. Und was die Bademeister neben den Rekordzahlen noch viel mehr freut: Die Badesaison verlief unfallfrei.

Kolbermoor – Mit großer Zufriedenheit blicken die Bademeister des Kolbermoorer Freibads, Charly Meier und Helmut Eggerl, auf die Saison zurück, die Sonntag zu Ende gegangen ist: keine Unfälle und größere Vorkommnisse, dafür Rekordumsatz und fast 100 000 Badegäste seit der Eröffnung im Mai. „Das war ein Sommer der Rekorde“, freute sich denn auch Bademeister Eggerl. Insgesamt zählte man 97 500 Gäste (2017: 79 500), womit das Bad nur knapp am „Super-Sommer“ 2003 vorbeischrammte, als die 100 000-Marke übertroffen werden konnte.

Und dennoch war es ein Rekordsommer: „Was die Badegäste anbelangt, liegen wir knapp hinter 2003, aber die Umsatzzahlen an sich sind die besten seit Bestehen des Schwimmbads“, erklärt Eggerl im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Rekordumsatz begründet sich in den höheren Eintrittspreisen, die seit 2003 entsprechend angepasst worden waren.

Auch an Rekordtagen fehlt es dem Kolbermoorer Freibad in diesem Sommer nicht: Auf insgesamt 43 „Sonnentage“ mit Besucherzahlen von über 1500 Badegästen kann Eggerl verweisen – wobei der besucherstärkste Tag auf einen Sonntag Ende Juli fiel, als an die 2800 „Wasserratten“ das Freibad bevölkerten. „An solchen Tagen ist man dann immer froh, wenn nichts passiert“, zeigt sich der Bademeister erleichtert. Denn: „Es wurlt dann nur so in den Becken, da ist höchste Wachsamkeit angesagt.“

Erleichtert sind Eggerl und sein Kollege Charly Meier deshalb immer, wenn die Badesaison unfallfrei über die Bühne gegangen ist – was auch in diesem Sommer wieder der Fall war. Einzig ein paar kleinere Blessuren und Insektenstiche waren zu verzeichnen.

Gefragt waren diesen Sommer einmal mehr die Saisonkarten: Familiensaisonkarten wurden insgesamt 172 Stück verkauft – ebenfalls ein Rekord. Hinzu kommen 102 Saisonkarten für Erwachsene, 179 für Rentner und 32 für Kinder. Der Renner waren zudem die Zwölfer-Karten. Hier gingen an die 200 Karten für Erwachsene über den Kassentresen, gut 220 für Rentner und etwa 150 für Kinder. Vorteil dieses Tickets: Zum Preis von zehn Einzeleintritten kann der Inhaber zwölfmal ins Bad.

Seit Sonntag ist nun Schluss mit dem Badevergnügen im Kolbermoorer Freibad – und Eggerl zufolge klangen bereits die letzten Tage trotz schönem Wetter mit verhaltenen Besucherzahlen aus. „Zum Schluss hatten wir nur noch 300 Badegäste über den ganzen Tag verteilt“, so Eggerl. „Im September ist meistens das Badeflair vorbei, dann wollen die Leute auch mal wieder auf den Berg gehen oder was anderes machen“, meint er. Die letzten Tage fänden sich dann zumeist nur noch die Dauerschwimmer ein – oder die letzten Zwölferkarten-Inhaber.

Jetzt wird alles winterfest gemacht

Für die beiden Bademeister ist es deshalb auch keine Option, die Saison angesichts der Wetteraussichten noch um ein paar Tage zu verlängern. „Das bringt eigentlich nichts, obwohl das Wasser mit 24 Grad schon noch warm wäre“, so Eggerl.

Nun heißt es: alles winterfest machen. Die Abdeckungen über die Becken vorbereiten, darunter auch den eigens angefertigten Dachstuhl für das Babybecken. Hinzu kommen Pflasterarbeiten und das Warten der Maschinen. Erst nach dem winterlichen Frost werden defekte Fliesen ausgetauscht – um dann wohl präpariert in die neue Saison starten zu können.

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