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Oase der Ruhe und Entspannung

„Großer Wurf“ - Wie steht es um die Friedhofserweiterung in Kolbermoor?

Jürgen Halder ist von Amts wegen nicht nur für die Friedhöfe, sondern auch für alle Grünanlagen der Stadt verantwortlich. Er steht inmitten des zukünftigen Rosenmeeres, das ab Sommer dem Friedhof in seinem nordwestlichen Teil ein besonderes Glanzlicht aufsetzen wird. Die zahlreichen kleinen Punkte auf dem Plan markieren, wo sich später die Urnengrabstätten befinden werden. Thomae
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Jürgen Halder ist von Amts wegen nicht nur für die Friedhöfe, sondern auch für alle Grünanlagen der Stadt verantwortlich. Er steht inmitten des zukünftigen Rosenmeeres, das ab Sommer dem Friedhof in seinem nordwestlichen Teil ein besonderes Glanzlicht aufsetzen wird. Die zahlreichen kleinen Punkte auf dem Plan markieren, wo sich später die Urnengrabstätten befinden werden. Thomae
  • VonJohannes Thomae
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Die Erweiterung des Neuen Friedhofs am Rothbachl ist in vollem Gange. Was sich in Zukunft alles ändern wird und warum der Friedhof schon jetzt auch für die Lebenden ein Ort der Entspannung sein soll.

Kolbermoor – „Die Erweiterung des Neuen Friedhofs am Rothbachl ist wirklich ein großer Wurf“. Diese Einschätzung kommt von einem, der weiß, wovon er spricht, nämlich von Jürgen Halder. Er ist, vereinfacht gesagt, für alle Liegenschaften der Stadt verantwortlich, damit letztendlich auch für die Friedhöfe, aber zugleich auch für alle städtischen Grünanlagen.

Der Friedhof am Rothbachl hat schon jetzt Parkcharakter, meint Jürgen Halder, ist also schon jetzt beides: Friedhof und ein Aufenthaltsort für die Lebenden. Die Anlage liegt zwar in unmittelbarer Nähe der Stadt, aber wenn man sie betreten hat, ist von der Stadt nichts mehr zu spüren, man befindet sich dem Erleben nach in purer Natur.

Parkcharakter nicht nur bewahren

Die Erweiterung des Friedhofs, die der Stadtrat im vergangenen Herbst beschlossen hatte (wir berichteten) und mit der jetzt in diesem Frühjahr begonnen wurde, wird diesen Parkcharakter nicht nur bewahren, sie wird ihm sogar zu einem neuen Glanzlicht verhelfen. In seinem nordöstlichen Bereich wird derzeit ein Rosengarten angelegt, schon jetzt sind die zukünftigen Rosenareale und die kleinen Wege, die hindurchführen, erkenntlich. Die Wege sind wichtig, denn die Rosenflächen werden entlang ihrer Ränder auch Urnengrabstellen aufnehmen, die dank der Wege unmittelbar besucht werden können. Von den Wegen abgegrenzt werden die Rosenareale dabei durch geschmiedete Einfassungen, die an jeder Urnengrabstelle kleine Tafeln erhalten werden – auf ihnen sind der Name und die Lebensdaten des dort bestatteten Menschen zu lesen.

Die ursprüngliche Idee war dabei gewesen, verschiedene metallverarbeitende Betriebe um ein entsprechendes Angebot zu bitten, der beste Entwurf sollte dann umgesetzt werden. Jedoch zunächst nur für ein erstes Areal, die restlichen Rosenflächen sollten dann umrandet werden, wenn auch dort Bestattungen durchgeführt würden. Die drei eingegangenen Entwürfe näherten sich der Aufgabe von verschiedenen Seiten – floral und verspielt die einen, in der Formensprache stärker zurückgenommen der Dritte.

Jürgen Halder zeigt Bauleiter Franz Stachler (links) sowie den Mitarbeitern des Gartenbauunternehmens wie die Randeinfassungen der Rosenareale aussehen werden.

Stadtrat wollte keinen „Siegerentwurf“ auswählen

Sie waren alle aber so überzeugend, dass weder Verwaltung noch Stadtrat einen von ihnen als „Siegerentwurf“ sehen wollten. Auf der letzten Sitzung beschloss der Stadtrat deshalb einstimmig, das gesamte Rosenareal so aufzuteilen, dass jeder der Vorschläge verwirklicht werden könnte und für jeden der Betriebe ein etwa gleich großer Umrandungsanteil anfallen würde. Auch das Feld „D“ des Friedhofes wird in Zukunft Urnengräber aufnehmen. In diesem Bereich, der sich, wenn man von der Aussegnungshalle in den Friedhof hineingeht, gleich links befindet, werden sich die Grabstellen um Bäume herum scharen. Es werden allerdings nicht durchgängig die Bäume sein, die jetzt dort stehen, diese sind dazu zu ungünstig verteilt.

Diejenigen Bäume, die ausgetauscht werden müssen, erhalten, so erläutert Jürgen Halder, eine neue Heimat im Spinnereigelände. Der Parkcharakter des Friedhofs wiederum ist für ihn aber nichts, was mit dem Abschluss aller Arbeiten in diesem Frühsommer schon fertig und abgeschlossen wäre, sondern eine Eigenschaft, die sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mit dem Wachsen aller Bäume immer noch weiter verfestigen wird.

Tiere leisten ihren Beitrag

Man merkt es, sagt er, schon jetzt an den verschiedensten Singvögeln, die von Jahr zu Jahr mehr werden, aber auch an den Eichhörnchen, die sich von den nahen Waldflächen her immer häufiger einstellen. Auch sie alle leisten ein Beitrag dazu, dass der neue Friedhof sehr wohl auch eine Oase der Ruhe und Entspannung für alle Lebenden sein wird. Die rund 200 000 Euro, die die Umgestaltung insgesamt kosten wird, sind deshalb eine Investition für alle Kolbermoorer und weit in die Zukunft hinein.

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