Gletscherkurs auf der Oberwalderhütte

Vermittlung und Übung der Seil- und Sicherungstechnik zur Spaltenbergung im Bereich der Oberwalderhütte: Stefan Schiffmann (rechts) und Quirin Egger. re

Kolbermoor – Jetzt ging es endlich wieder los: Gemeinsame Aktionen sind seit Ende Juni wieder möglich – nachdem der Deutsche Alpenverein (DAV) Hygienekonzepte gegen die Ausbreitung des Coronavirus ausgearbeitet hatte.

So konnte auch der geplante Gletscherkurs der Bergsteigergilde Kolbermoor stattfinden. Jedoch mit reduzierter Teilnehmerzahl.

Nach der Anfahrt über die Großglockner Hochalpenstraße erfolgte der Zustieg zu der auf 2973 Metern hoch gelegenen Oberwalderhütte. Dort bot sich ein traumhafter Ausblick auf die umliegenden Berge sowie im speziellen auf die Großglockner Nordflanke. Am Nachmittag des ersten Kurstages stand die „Spaltenbergung“ auf dem Programm, welche zentraler Inhalt des Gletscherkurses ist. Hierzu zeigte Kursleiter Stefan Schiffmann den Teilnehmern die grundlegende Seiltechnik zur Bergung von in Gletscherspalten gestürzten Personen. Obendrein die dazugehörige Einrichtung von mobilen Sicherungspunkten mittels Eispickel. Nach umfangreicher Übung und praktischer Anwendung ging es zurück zur Hütte. Tags darauf stand die Besteigung des 3453 Meter hohen Johannisberg an, welcher von der Hütte aus in drei Stunden über weitläufige Gletscherflächen zu erreichen ist. Trotz des äußerst warmen und auch schneearmen Winters zeigte sich der Gletscher Anfang Juli noch schneebedeckt, sodass den Teilnehmern der Kontakt mit Gletschereis nahezu verwehrt blieb.

Beim Rückweg konnte Kursleiter Schiffmann den Teilnehmern dann an einem Gletscherbruch noch erste Erfahrungen beim Klettern im steilen Eis vermitteln. Nach einer Stärkung auf der Hütte erfolgte schließlich der Abstieg zum Ausgangspunkt an der Großglockner Hochalpenstraße. re

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