Neues Seniorenzentrum

Für über 20 Millionen Euro: Ein Zuhause in Kolbermoor für 95 ältere Menschen

So soll das Seniorenzentrum an der Conratdystraße aussehen: Die einzelnen Etagen verfügen über große Balkone.
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So soll das Seniorenzentrum an der Conratdystraße aussehen: Die einzelnen Etagen verfügen über große Balkone.
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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Wenn alles nach Plan läuft, soll im Frühjahr an der Conradtystraße mit dem Bau eines neuen Seniorenzentrums begonnen werden. Träger ist die Haus Mangfall Senioren- und Pflegeheim GmbH. Jetzt hat der Bauausschuss der Stadt Kolbermoor das Projekt geschlossen befürwortet. Die Kosten: über 20 Millionen Euro.

Kolbermoor – Wenn alles nach Plan läuft, soll mit dem Bau des geplanten Seniorenzentrums an der Conradtystraße in Kolbermoor im Frühjahr begonnen werden. Ende 22/Anfang 23 soll das Gebäude fertig sein. Jetzt hat der Bauausschuss der Stadt dem Bauvorhaben in seiner jüngsten Sitzung geschlossen zugestimmt. Heftig diskutiert wurde bereits im März – hinsichtlich der Anzahl der Stellplätze (siehe Kasten). Jetzt wurde der Antrag binnen weniger Minuten durchgewunken.

Auf Wünsche der Stadt eingegangen

„Wir sind auf die Wünsche der Stadt eingegangen“, sagt Florian Behrend, Geschäftsführer des Bauträgers IEB Care GmbH & Co KG, auf Anfrage des Mangfall-Boten. 19 Stellplätze – inklusive zwei Behindertenstellplätze sollen jetzt entstehen. Nun müsse der übliche Behördenweg genommen werden. Läuft alles nach Plan, geht es im Frühjahr los.

95 Plätze sollen entstehen

Es sollen 95 Plätze entstehen – die einzelnen Einheiten stehen zum Verkauf. Das heißt: Zehn Zimmer für zwei Personen und 75 Einzelzimmer – alle mit Badezimmer, erklärt Behrend. Alle Zimmer sind rollstuhlgerecht. Alle Räume verfügen über bodentiefe Fenster. „So können auch Bewohner, die bettlägrig sind, hinaus schauen.“

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Insgesamt gibt es vier Etagen – inklusive Vollunterkellerung. Die einzelnen Etagen verfügen über Gemeinschaftsräume und Gemeinschaftsbalkone. Aber es soll auch Küchenzeilen geben, wo die Bewohner auch mal einen Kuchen backen können. Die Fläche der einzelnen Etagen beträgt rund 850 Quadratmeter. Obendrein soll ein Garten angelegt werden – barrierefrei und mit Hochbeeten, erklärt Behrend.

Ein „Riesenprojekt“

Behrends Familie ist in Kolbermoor keine Unbekannte: Sie hat beispielsweise das Seniorenheim an der Josef-Hamberger-Straße komplett saniert. „Seit den 80er Jahren errichtet und betreibt unsere Familie Seniorenpflegeheime sowie sozialtherapeutische Wohnheime.“ Träger ist die Haus Mangfall Senioren- und Pflegeheim GmbH. Geschäftsführerin ist Sonja Meisetschläger, die das geplante als „Ergänzung zum Haus Mangfall“ sieht. Sie sagt, dass in Kolbermoor der Bedarf groß sei, aber es handele sich ja um ein „Riesenprojekt“.

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„Absoluter Wahnsinn“: Bauausschuss diskutierte im März 2020 über Anzahl der Stellplätze

Bereits im März wurde über dieses Projekt in der Bauausschusssitzung heftig diskutiert: Stein des Anstoßes war die Anzahl der Stellplätze.16 müssen zur Verfügung gestellt werden –  einer pro sechs Bewohner. Und die hat der Bauwerber auch eingeplant. Das war dem Mitgliedern des Gremiums allerdings viel zu wenig. Als „absoluten Wahnsinn“ bezeichnete Dagmar Levin (SPD) die Stellplatzsituation im März. Rathauschef Peter Kloo verwies auf öffentliche Stellplätze. Und: Das sei eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zu anderen Pflegeheimen in Kolbermoor. Sabine Balletshofer (CSU) erklärte: „Wir können nicht mehr verlangen, als gefordert ist.“ Sebastian Daxeder (CSU) schlug vor, mit dem Bauwerber wegen der Stellplätze zu reden. Der war im Zuhörerbereich und verfolgte die Diskussion – „und hat es sicher zur Kenntnis genommen“, sagte damals Thomas Beer von der Verwaltung.

Kloo sagte: „Es handelt sich um eine Bauvoranfrage. Wir können sagen: Optimiere deine Planungen.“ Dann lag der Ball wieder beim Antragsteller. Der hat alles nochmals überarbeitet und jetzt stehen insgesamt 19 Stellplätze zur Verfügung – acht in der Tiefgarage und elf oberirdisch.

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