Erfolgsgeschichte wurde abgeschlossen

Der Pokal durfte dabei nicht fehlen:In das Goldene Buchder Stadt Kolbermoor hat sich nun auch Tischtennis-Crack Laura Tiefenbrunner eingetragen. cp

Kolbermoor – Diesen Sommer erlebten Kolbermoors Bundesliga-Tischtennis-Damen mit dem Gewinn des deutschen Meistertitels den bislang größten Erfolg seit ihrer Zugehörigkeit in der Eliteklasse.

Wenige Wochen später konnten sich fast alle Spielerinnen unter dem Beifall vieler Fans in das Goldene Buch der Stadt Kolbermoor eintragen.

Eine Spielerin hatte damals wegen eines Einsatzes bei den Europameisterschaften in Rumänien gefehlt, die jedoch auch ihren Beitrag dazu leistete, dass in Kolbermoor Tischtennis-Geschichte geschrieben wurde. Kürzlich konnte nun Laura Tiefenbrunner ihre Unterschrift im Rathaus nachholen und das äußerst erfolgreiche Kapitel vervollständigen.

Nachdem die Spielerinnen einige Wochen den Schläger zur Seite legen konnten, begann für sie die neue Saison am letzten Wochenende mit dem Qualifikationsturnier im hessischen Seligenstadt zum „Final Four“, das im Januar kommenden Jahres in Berlin ausgetragen wird. Mit von der Partie war fast die gesamte Meistermannschaft, die den ersten Test erfolgreich bestand und das Ticket souverän lösen konnte. Gefehlt hatte allerdings Laura Tiefenbrunner. Nicht weil sie etwa erneut terminlich verhindert war. Die 16-Jährige suchte nach einer neuen Herausforderung und schloss sich dem TSV Schwabhausen an, mit dem sie in dieser Spielzeit auf Punktejagd gehen will.

Wie geht es nun aber mit Kolbermoors Damen nach dem Weggang von Laura Tiefenbrunner weiter? Im Prinzip wird sich nicht viel ändern. Die Mannschaft hat sich im Gegensatz zu anderen Teams der Bundesliga nicht großartig verändert. Man versucht, mit den gleichen Akteurinnen wie in der abgelaufenen Spielzeit wieder eine gute Rolle zu spielen. Sollte man dennoch in Personalnot kommen, könnte man auf die ehemalige ungarische Weltklassespielerin Krisztina Toth zurückgreifen, die man verpflichtete, aber für die zweite Mannschaft, die in der 3. Bundesliga spielt, einplant. Die 44-Jährige spielt jedoch immer noch auf einem sehr hohen Niveau.

Es gibt allerdings noch einige Baustellen, die man in naher Zukunft beseitigen möchte. In erster Linie handelt es sich hier um die Jugend, die ja den Unterbau für die oberen Mannschaften darstellen soll. Hatte man noch in der vorletzten beziehungsweise letzten Saison eine Mädchenmannschaft sowie zwei Bubenteams in Bayerns höchster Spielklasse gemeldet, so sucht man in dieser Spielzeit vergebens in der neu gegründeten Verbandsoberliga nach Kolbermoorer Talenten.

Aber – und das spricht für den SV DJK Kolbermoor – man hat die Zeichen der Zeit erkannt. Mit Anton Golemovic konnte man einen Jugendtrainer quasi aus den eigenen Reihen verpflichten, der in den letzten Monaten schon sehr viel bewegte. Er und der stellvertretende Abteilungsleiter Günther Lodes sowie qualifizierte Trainer und Trainingspartner arbeiten unter anderem eng mit den in Kolbermoor ansässigen Schulen zusammen und veranstalteten in der Vergangenheit auch schon einige Spielenachmittage, die großen Anklang fanden.

Das eine oder andere Talent hatte Golemovic auch schon ausgemacht und hofft, dass sich dieser Trend – im Oktober möchte man erneut einen Spielenachmittag veranstalten – auch in Zukunft fortsetzt. Vielleicht bekommt dann der Ausdruck von Günther Lodes wieder mehr Gewicht, der meinte: „Wir wollen wieder die Nummer eins in Bayern werden“. eg

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