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Erstmal die Stimmen ölen

„Endlich geht es wieder los“: Worauf sich die Kolbermoorer Musikschüler freuen

Günther Obermeier hat seit 2011 die Leitung der Musikschule inne.
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Günther Obermeier hat seit 2011 die Leitung der Musikschule inne.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Man sollte feiern, wie die Fest fallen. Und auch wenn die Kolbermoorer Musikschule erst in fünf Jahren ihr 100-jähriges Bestehen begeht gibt es auch in diesem Jahr schon genügend Gründe.

Kolbermoor – 2027 ist ein großes Jahr für die Stadtsing- und Musikschule. Denn in fünf Jahren feiert die Einrichtung 100-jähriges Bestehen. „Jetzt sind es 95 Jahre“, sagt Leiter Günther Obermeier. Und erst kürzlich hat er erfahren, dass die Gründung 1927 im Frühjahr erfolgte. Das soll nun gefeiert werden.

Als besonderes Schmankerl plant Obermeier, ein Konzert aller Chöre der Musikschule – das Datum steht noch nicht genau fest. Fest steht aber, dass es noch vor den Sommerferien stattfinden soll.

„Endlich geht es wieder los“, sagt Obermeier im Hinblick auf die vergangenen zwei Jahre. Denn coronabedingt war alles anders: Instrumentalunterricht fand online statt, die musikalische Früherziehung musste abgesagt werden. Reiner Maras, Vorsitzender des „Gemischten Chores erklärt, dass auch die Geburtstagsständchen für die Mitglieder flachfielen. Anstelle dessen habe man dann eine Karte geschickt. Papier, anstatt Ständchen.

Die Chöre planten, überlegten und sagten die Proben wieder ab. Jetzt finden die Treffen im Mareissaal statt – „anders ist das ja wegen der Abstände gar nicht möglich gewesen und das soll auch erstmal so bleiben“, sagen beispielsweise Chorleiterin Heide Hauser und Maras. Rund drei Monate haben die Chöre jetzt Zeit, was Neues zu lernen.

„Naja, wir müssen erstmal wieder die alten Sachen üben“, ist Maras überzeugt. Stimmen ölen quasi. Erst dann sei Zeit für Neues. Auch Hauser ist überzeugt, dass es wichtig und richtig ist ein konkretes Ziel vor Augen zu haben. Vor allem für die Kinder – „sie wollen auf etwas Konkretes hinarbeiten.“

Auf der Suche nach neuen Zielen

Einen Ort haben sie auch schon im Kopf: „Die Pauline-Thoma-Schule.“ Entweder in der Aula oder im Pausenhof. „Dann könnte der Chor zu der Zeit auftreten, ein anderer zu der“, überlegt Hauser. Aber das soll alles noch genau geplant werden.

Pauline Thoma war Rektorin der Mädchenschule und dirigiert hier in den 50er-Jahren die Kinder in Kolbermoor.

Mit dabei wären der Frauen- und der gemischte Chor, die Kinderchöre, der Männergesang und der Projektchor. Leiter Obermeier freut sich, dass „es jetzt zur eigentlichen Arbeit zurückgeht“. „Nun können wir wieder planen.“

Historie: 1962 erste Schallplatte produziert

1927 Hans Lorenz gründet Singschule;

1928 Zwei Singschulklassen;

1929 Gründung der ersten Instrumentalgruppe (Geienchor);

1933 jeder Schüler zahlt 20 Pfennig;

1934 Lorenz lernt Kiem Pauli kennen – er bleibt zeitlebens ein wichtiger Förderer;

1937 Pauline Thoma gründet eine Volkstanzgruppe, Chöre werden gegründet;

1946 Erster Nachkriegsauftritt;

1951 Auftritt einer Singschulgruppe bei europäischer Trachtenwoche in Holstein;

1962 Singschulchor und Volksmusikgruppe produzieren die erste Schallplatte in der Schulgeschichte – zwei Jahre später entsteht die zweite;

1968 Hans Lorenz legt die Leitung nieder, auf ihn folgt Heinrich Seyfried;

Musikschule-Gründer Hans Lorenz (links) übergibt die Leitung an Heinrich Seyfried. Rosi Sieber (rechts) engagiert sich bis heute in der Musikschule.

1974 werden erstmals bezahlte Lehrer eingesetzt;

1976 Eduard Berger wird erster hauptamtlicher Lehrer für Klavier und Blockflöte per Stadtratsbeschluss;

1977 Altes Rathaus wird zur alleinigen Nutzung Musikschule überlassen;

1982 Singschulchor unternimmt Konzertreise nach Südbrasilien; Reisen in die USA (1985), Israel (1994) und Schweden (1996) folgen;

1991 Heide Hauser übernimmt Leitung des Singschulchores; – Auftritt in der Münchner Residenz (1995) und im Prinzregententheater (1998) folgen,

1999 Heide Hauser gründet Frauenchor;

2011 Günther Obermeier übernimmt Leitung von Eduard Berger.

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