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Planung seit 2019

Endlich eingeweiht: Kolbermoorer Skater freuen sich über Bau ihrer selbst erdachten Hindernisse

Auch im Regen stolz auf ihr Projekt: Bauzeichner Lukas Kaplitz (rechts) und Ingenieur Markus Fritsch vor der neuen Steilrampe, dem sogenannten Quarter, im Kolbermoorer Skatepark.
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Auch im Regen stolz auf ihr Projekt: Bauzeichner Lukas Kaplitz (rechts) und Ingenieur Markus Fritsch vor der neuen Steilrampe, dem sogenannten Quarter, im Kolbermoorer Skatepark.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Am Skatepark in Kolbermoor konnten nach zwei Jahre langer Planung endlich die neuen Hindernisse ausprobiert werden. Bauzeichner Lukas Kaplitz war der Initiator der neuen Anlage und beschreibt seine neuen, auf die Skater abgestimmten Ideen.

Kolbermoor – Selbst geplant, gezeichnet und getestet: Zahlreiche Kolbermoorer Skater hatten sich einen auf sie zugeschnittenen Park neben dem Sportplatz Kolbermoor Süd gewünscht und wurden daher aktiv. Vor rund zwei Jahren entwarfen sie einen Plan und legten ihn bei der Stadt Kolbermoor vor. Nun sind die neuen Hindernisse auf dem Skatepark aufgebaut und sorgten gleich am ersten Tag für mächtig Andrang und Begeisterung.

Anlagen werden gut angenommen

„Es waren sofort 40 bis 50 Skater da, die die neuen Obstacles ausprobieren wollten“, berichtet Lukas Kaplitz, der bei dem Gedanken daran immer noch lächeln muss. Der 20-Jährige engagiert sich seit zwei Jahren dafür, dass der städtische Skatepark alles bietet, was das Sportlerherz begehrt. Als Bauzeichner wandte er sich stellvertretend für die Skater aus der Region an die Stadt Kolbermoor und legte gemeinsam mit dem Ingenieur Markus Fritsch einen ersten Entwurf für eine mögliche Anlage vor.

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Skatepark „um das Doppelte“ erweitert

Das Ergebnis: „Der komplette Park wurde fast um das Doppelte erweitert“, meint Kaplitz. Sowohl auf der Anfahrtsrampe als auch in der Mitte des Parks steht nun ein sogenannter „Curb“, also ein länglicher Block mit Kanten, an denen man mit dem Board entlang gleiten kann. Zusätzlich wurden ein paar der alten Hindernisse repariert. Das Prunkstück bildet laut Kaplitz allerdings der neue „Quarter“, eine circa ein Meter hohe Rampe, für die die Gesamtfläche extra um einige Meter erweitert wurde. Dort können nun gewagte Tricks in der Luft vollführt werden, die vorher undenkbar waren.

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Insgesamt bietet die Anlage aber ganze neue Möglichkeiten, die nicht nur eingefleischte Skater freuen dürfte. Auch für BMX-Fahrer Kaplitz sind die neuen Hindernisse perfekt und der Lohn für den persönlichen Einsatz. „Der Park ist für jeden super zu nutzen, egal ob Einsteiger oder Fortgeschrittene“, ist sich der Kolbermoorer sicher. Er hofft, dass durch die neuen „Obstacles“ noch mehr Einwohner Lust haben, das Ganze selbst auszuprobieren und sich dadurch mehr Menschen für den Sport begeistern. „Denn jeder kann sich engagieren, dazu muss man kein Ingenieur sein.“

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Das bisherige Engagement ist auch etwas, was den Bürgermeister Kolbermoors, Peter Kloo, besonders beeindruckt. „Mich freut es sehr, dass in diesem Fall die Initiative von den Skatern selbst kam und sie so klare Vorstellungen inklusive Bauplan und Zeichnungen hatten.“ Dadurch sei es viel leichter gewesen, die Anforderungen abzuschätzen und das Projekt letztendlich „nur noch“ umsetzen zu müssen.

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„Wir haben einfach gesagt: Lass uns was zeichnen und schauen, ob wir etwas bewegen können“, beschreibt der ebenfalls skatebegeisterte Ingenieur Fritsch den Weg zur neuen Anlage. Diese habe im Endeffekt sogar deutlich weniger gekostet als die zunächst kalkulierten 45.000 Euro. Die Zusammenarbeit mit der Stadt beschreibt Fritsch als äußert positiv. Er betont, dass man immer offen für neue Vorschläge aus der Skater-Initiative gewesen sei.

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Potenzial noch nicht ausgereizt

Nicht zuletzt deswegen denkt Bauzeichner Kaplitz schon ein wenig in die Zukunft. Mit Blick auf die weite Grünfläche rund um den Park meint er, dass es durchaus möglich ist, den Skatepark noch einmal zu vergrößern. Zusätzlich könne man eine Beleuchtung anbringen, damit man auch nach Sonnenuntergang noch fahren kann. Grundsätzlich ist man aber „erst einmal happy“ und hofft nun auf einen guten Spätsommer, um den neuen Skatepark auch gebührend einweihen zu können.

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