Ein Ansprechpartner auf Augenhöhe

Stefan Schlarb blickt voller Freude und Zuversicht auf sein neues Amt als Jugendbeauftragter der Stadt Kolbermoor. Dass damit auch viel Arbeit verbunden sein wird, schreckt ihn nicht. Er sieht das als Ansporn.
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Stefan Schlarb blickt voller Freude und Zuversicht auf sein neues Amt als Jugendbeauftragter der Stadt Kolbermoor. Dass damit auch viel Arbeit verbunden sein wird, schreckt ihn nicht. Er sieht das als Ansporn.

Kolbermoor – „Das Amt des Jugendbeauftragten steht und fällt mit der Persönlichkeit dessen, der es innehat“, sagt Bürgermeister Peter Kloo.

Und meint damit, dass in dieser Position jede Menge Möglichkeiten stecken, um eigene Ideen voranzu- treiben und zu verwirklichen – es braucht nur jemand, der das entsprechende Engagement und die Leidenschaft mitbringt, um die Möglichkeiten auch auszuschöpfen.

Schon frühvon Metier fasziniert

Stefan Schlarb, der neue Jugendbeauftragte der Stadt Kolbermoor, scheint dafür beste Voraussetzungen zu haben. Der 24-Jährige kann schon auf zehn Jahre Erfahrung in der Jugendarbeit der evangelischen Kreuzkirche zurückblicken, kennt das „Metier“ also von der Basis her und war davon, wie erzählt, schon früh fasziniert: „Freizeiten und Feste ausrichten, die Konfirmandenvorbereitung organisieren – da sind Kreativität und eigene Einfälle gefragt, damit nicht alles nach Schema F abläuft“, so sagt er.

Seine derzeitige Hauptaufgabe ist es nun, diejenigen, mit denen er zukünftige Ideen dann umsetzen wird, erst einmal kennenzulernen. Denn Kolbermoor hat über 50 Vereine, die so gut wie alle eine sehr engagierte Jugendarbeit betreiben. Dazu kommt der Jugendtreff. Viel Potenzial, über das man sich erst einmal einen Überblick verschaffen muss, um es dann, so Stefan Schlarbs Wunschziel, eng vernetzen zu können.

Ein Ziel, bei dem er mit dem Bürgermeister auf einer Linie liegt, der für die Vernetzung auch ein einfaches praktisches Beispiel bringt: „Wenn ein Verein ein Jugendfest auf die Beine stellen will, aber so was bislang noch nicht gemacht hat, dann muss er eigentlich das Rad nicht selbst neu erfinden, sondern könnte sich an den Erfahrungen und den Kontakten anderer orientieren.“

Nach Schlarbs Wunschvorstellung klappt das irgendwann einmal sozusagen von selbst, weil die Jugendabteilungen der Vereine und der Jugendtreff wechselseitig gut über alle Vorhaben Bescheid wissen und sich unterstützen können. Bis dahin aber, so Bürgermeister Peter Kloo, braucht es den Jugendbeauftragten als Netzwerker, der den Überblick über alle Fäden hat und deshalb in der Lage ist, gegebenenfalls den einen mit dem anderen direkt zu verknüpfen.

Schlarbs nächste Zeit als Jugendbeauftragter wird deshalb mit vielen Terminen bei Vereinen und Jugendtreff ausgefüllt sein. Ihm ist dabei aber wichtig, eine Gruppe nicht aus den Augen zu verlieren: die Jugendlichen, die bislang weder in einen Verein, noch in den Jugendtreff gefunden haben. Auch diesen möchte er eine Stimme verschaffen, wird versuchen mit ihnen an den einschlägigen Treffs in Kontakt zu kommen, was ihm, dank seiner Jugend und seines Auftretens, auch ohne Probleme gelingen sollte. Für ihn ist nämlich das Entscheidende an der Jugendarbeit, dass Jugendliche ernstgenommen werden.

Erst dadurch, so meint er, kann das Gefühl wachsen, dass man durch Engagement tatsächlich etwas bewegen und verändern kann, und genau darin liege am Ende die Basis einer funktionierenden Demokratie. Er, der im März mit 24 Jahren in den Stadtrat gewählt wurde, ist dafür selbst das beste Beispiel.

Deshalb ist sein Wunsch, auch den nicht organisierten jungen Leuten das Gefühl zu geben, dass sie für ihre Befindlichkeiten in ihm einen Ansprechpartner auf Augenhöhe haben. Wesentlich ist dabei auch, dass Stefan Schlarb für die so gewonnenen Einsichten seinerseits in der Stadt auf Aufgeschlossenheit stößt. Nicht nur Bürgermeister Peter Kloo garantiert jederzeit ein offenes Ohr.

Investitionin die Zukunft

Auch die einzelnen Abteilungen in der Verwaltung versprechen, aktiv mit dabei zu sein: Christian Poitsch vom Kultur- und Stadtmarketing zum Beispiel sagt, dass er seine Unterstützung anbiete. Schließlich – und da ist er mit dem Bürgermeister einig – seien die Jugendlichen Kolbermoors erwachsene Bürger von morgen und jede Anstrengung deshalb eine lohnende Investition in die Zukunft.

Von daher betrachtet ist das Amt des Jugendbeauftragten sicher eines mit vielen Möglichkeiten, aber es ist noch mehr: eine durchaus entscheidende Schlüsselposition.

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