Entwicklung geht voran

Digitale Schulen in Kolbermoor: Analog war gestern

IT-Leiter Michael Merwald (links) und Adrian Herfurtner kümmern sich um die Digitalisierung an den Kolbermoorer Schulen. Der dritte im Bunde, Thomas Marker war an diesem Tag m Homeoffice.
+
IT-Leiter Michael Merwald (links) und Adrian Herfurtner kümmern sich um die Digitalisierung an den Kolbermoorer Schulen. Der dritte im Bunde, Thomas Marker war an diesem Tag m Homeoffice.
  • vonJohann Baumann
    schließen

So läuft es an den Kolbermoorer Schulen mit der Digitalisierung: Drei IT-ler sind im Einsatz, damit alles funktioniert.

Kolbermoor – Nach wie vor gibt es derzeit bis auf wenige Ausnahmen an den Schulen ausschließlich Distanzunterricht. Doch die technische Ausstattung der Lehranstalten ist nicht einheitlich. So gibt es beispielsweise mancherorts Klagen über im Sommer 2020 bestellte, aber noch immer nicht gelieferte Geräte wie iPads.

Nicht so in Kolbermoor: Hier sind die Schulen gerätemäßig bestens aufgestellt. „Wir haben im August 2020 für unsere drei örtlichen Schulen, Adolf-Rasp-Schule, Mangfallschule und Pauline-Thoma-Schule, im Rahmen des Förderprogramms des Freistaates insgesamt 125 iPads bestellt und diese im Spätherbst erhalten“, berichtet Michael Merwald.

Trio im Einsatz

Der Systemadministrator kümmert sich mit seinen Kollegen Adrian Herfurtner und Thomas Marker um alle IT-Belange der Stadtverwaltung. Mit Unterstützung eines externen Dienstleisters wurde ein „Mobile Device Management“ (MDM) in Betrieb genommen, das die Geräte einheitlich konfiguriert und updatet. „Die iPads haben wir im Laufe des Januars an die Schulen ausgegeben“, schildert der städtische IT-Verantwortliche, der seit 2010 im Rathaus tätig ist.

Lesen Sie auch:

Kolbermoor: Stört die zunehmende Zahl der Ausflügler die Natur?

Die Geräte werden den Schülern leihweise überlassen. Zusätzlich wurden für die Grundschulen noch iPad-Koffer mit 16 bis 20 darin enthaltenen Ladestationen beschafft. Doch die technische Aufrüstung für die drei Schulen mit ihren rund 1000 Schülern geht weiter: Inzwischen wurde die Ausschreibung für 67 „digitale Tafeln“ mit einem Gesamtbudget von rund 500 000 Euro vorgenommen, die als Nachfolge-Generation der „White Boards“ zum Einsatz kommen. „Sie funktionieren quasi wie ein überdimensionales iPad, auf die digitale Tafel können sich auch Schüler von zu Hause aus aufschalten“, erläutert Michael Merwald.

Lesen Sie auch:

Mann (38) schlägt und tritt Bekannten (34) in Wohnung: Schwer verletzt und OP in Klinik

Es ist geplant, dass die „neuen Schultafeln“ in drei Jahresetappen, beginnend 2021, in die Klassenzimmer kommen. Außerdem läuft augenblicklich auch die Ausschreibung für 60 iPads als „Endgeräte für Lehrkräfte“, die eine direkte Kommunikation mit den digitalen Tafeln ermöglichen. „Die allgemeine technische Aufrüstung der drei Schulen hat 2018 mit dem Programm ,Digitales Klassenzimmer‘ begonnen“, so der IT-Leiter. Darin inbegriffen war die Ausstattung mit Beamern, Laptops und Dokumentenkameras – das sind die Nachfolger der Overhead-Projektoren. Diese „Ausstattungsserie“ wurde 2020 jedoch abgesetzt, da die Beamer wegen ihrer gewissen „Grundlautstärke“ durch die geräuschlosen digitalen Tafeln ersetzt werden.

LAN-Verkabelung fehlt an einer Schule

Auch das Förderprogramm „Digitale Schule“ macht sich die Stadt zunutze. Während die darin vorgesehen Ausstattung mit Servern bereits vorher durchgeführt worden war, konnte man an der Adolf-Rasp-Schule die komplette LAN-Verkabelung ausführen. An der Mangfallschule wird dies im Laufe des Jahres 2021 geschehen und die Pauline-Thoma-Schule verfügt bereits über bestehendes LAN. Trotz der hervorragenden technischen Ausstattung der Schulen wünschen sich nicht zuletzt auch die städtischen „ITler“, dass die Schulkinder bald wieder zum Unterricht in ihre Klassenzimmer zurückkehren.

Mehr zum Thema

Kommentare