OVB-SERIE „DAS KRÄUTERREZEPT“

Diesen Kräutertee empfiehlt Kräuterpädagogin Christine Liebhart aus Bad Aibling zur Beruhigung

Labkraut
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Labkraut

Das Labkraut verbreitet einen honigartigen Duft und wirkt nicht nur stimmungshellend, sondern auch beruhigend. Zudem macht es nach Angaben von Kräuterpädagogin Christine Liebhart aus Bad Aibling auch in der Küche eine gute Figur.

Von Christine Liebhart

Bad Aibling – Beim Wandern in der Natur werden wir oft auf eine Pflanze stoßen, die während der Blütezeit im Juli mit ihren kleinen gelben Blütenständen einen süßen, honigartigen Duft verbreitet, dem echten Labkraut. Der bei Wärme besonders ausströmende Inhaltsstoff Kumarin, erinnert an Heuwiesen.

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Das echte Labkraut wächst in großen Kolonien auf sonnigen Wiesen und Weiden. Die quirlig angeordneten Blätter sind fein und grazil. Labkraut ist für viele Insekten eine wichtige Futterpflanze, es steht uns fast ganzjährig zur Verfügung.

Verwendung: Weiche Triebe mit Stielen, Blüten und Blätter.

Verwechslung: Mit anderen Labkräutern, die aber ähnlich zu verwenden sind.

Pflücken und kochen:

Für Gemüse und Salat werden immer die oberen, weichen Triebe, Blüten und Blätter verwendet. Labkraut kann Suppen und Gemüsegerichten beigegeben werden.

Das grüne Gelee aus den Blüten ist eine abwechslungsreiche Gaumenfreude für den Frühstückstisch oder zur Käseplatte. Tee wirkt stimmungsaufhellend und beruhigend, er wird sowohl zur Nervenstärkung als auch bei depressiver Verstimmung getrunken.

Das Kräuterrezept: Wiesensuppe mit Labkraut

Zutaten (für 4 Personen):4-5 mittelgroße Kartoffeln, 200 g Möhren, 4 mittlere Karotten, 2 kleine Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, 1 bis 2 Esslöffel Butter, 200 g Creme fraiche, Schmand oder Sahne, 200 g Blätter von Wildkräutern (Giersch, Brennnessel, Spitzwegerich, Löwenzahn, Labkraut,), 1 l Wasser Brühe), Salz, Blüten zum Garnieren

Zubereitung: Kartoffeln schälen mit Zwiebeln und Möhren klein schneiden. Alles zusammen mit Salz und Butter in 1 Liter Wasser gar kochen und pürieren.Wildkräuter waschen und klein hacken, in etwas Suppe fein Pürieren und anschließend in die heiße, nicht mehr kochende Suppe geben, und mit Salz, Butter und Zitronensaft verfeinern.

Personen die noch nicht an Wildkräuter gewöhnt sind sollten mit 100g Wildkräuter beginnen.

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