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Große Freude bei allen Beteiligten

Der naturnahe Kindergarten in Kolbermoor öffnet Mitte Oktober

Noch steht das Baugerüst um die Blockhütten, doch bei der Eröffnung des naturnahen Kindergarten in einem Monat wird davon nichts mehr zu sehen sein.
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Noch steht das Baugerüst um die Blockhütten, doch bei der Eröffnung des naturnahen Kindergarten in einem Monat wird davon nichts mehr zu sehen sein.
  • VonPaula Trautmann
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Seit Mai errichten Handwerker die Blockhütten für den naturnahen Kindergarten in der Hölderlinstraße. Am 18. Oktober können die Kinder endlich einziehen – mit vier Wochen Verzögerung. Wie es dazu kam und wieso es alle Beteiligten kaum noch abwarten können.

Kolbermoor – Ursprünglich hätte der Kindergarten Mitte September öffnen sollen. Nun ist es erst Mitte Oktober so weit. „Es mangelt nicht an der Bereitschaft der Firmen“, sagt Bauamtsleiter Andreas Meixner. Die Handwerker und die Stadt Kolbermoor hätten „alles gegeben“. Doch Baustoffe für die Dächer und Außenverkleidungen der Hütten seien zwölf Wochen lang nicht lieferbar gewesen. Auch das Wetter habe nicht mitgespielt, es hat zu viel geregnet. „Wir wären fast im Schlamm versunken“, erinnert sich Meixner. Deshalb hätten sie Hackschnitzel verteilt. Verzögert hat sich der Bau deshalb trotzdem.

„Zäh wie ein Kaugummi“

Der Zeitplan sei sowieso sehr ehrgeizig gewesen. Ende Juni habe der Bauamtsleiter endgültig gewusst, dass es einen Monat länger dauert. Und das sei noch gut. Denn der Bau sei im Moment überall „zäh wie ein Kaugummi“. „Wenn man bedenkt, dass im Mai Baubeginn war, öffnen wir extrem schnell“, sagt auch Christian Poitsch vom Stadtmarketing Kolbermoor.

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Zudem seien die Eltern bei der Anmeldung über die Verzögerung informiert worden. Jedes Kind, das seinen Platz bereits eher benötigte, bekam diesen auch.

Das pädagogische Konzept gestalten die Träger

Doch nun geht es voran. Ab 11. Oktober werden Tische, Stühle und Garderoben geliefert. Eine Woche später dürfen die Kinder einziehen. Poitsch ist sogar ein wenig neidisch: „Ich wäre auch gerne in einen solchen Kindergarten gegangen.“ Er findet das Konzept toll. Das gestalten die beiden Träger, der Kindergarten Heilig Dreifaltigkeit und das Haus für Kinder. Frank Deininger leitet Letzteres. Er will mit den Kleinen am 18. Oktober einziehen.

Die Vorfreude ist groß

„Wir freuen uns schon sehr“, sagt Deininger. Sein ganzes Team warte sehnsüchtig auf den Startschuss. Jeder Einzelne gehe regelmäßig in die Höderlinstraße, um zu sehen, wie weit der Bau fortgeschritten ist. Auch im Kindergarten Heilig Dreifaltigkeit ist die Vorfreude groß. Die Gruppe, die in einem Monat einzieht, ist momentan noch in der Rainerstraße untergebracht. Trotzdem sind die 23 Kinder schon fast jeden Tag auf dem Gelände.

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Alle fiebern auf die Öffnung hin. „Selbst die Eltern sind neugierig“, sagt Leiterin Anna-Maria Wühr. Die Außengruppe eröffne den Kindern viel mehr Möglichkeiten. Sie könnten sich besser entfalten als in einer normalen Gruppe. Viel in der Natur zu sein, stellt sich Wühr „super befreiend“ vor.

Blockhütten dienen als „Rückzugsort“

Die Kinder sollen die Gegend um den Tonwerkweiher erschließen. Die Blockhütten sollen nur „die Basis, ein Rückzugsort“ sein. Das Ziel sei es, die Kinder dafür zu sensibilisieren, was in ihrer Umgebung passiert. Die Leitung der Außenstelle wird Wührs Stellvertreterin übernehmen. „Ich bin überglücklich, dass ich dieses Projekt umsetzen kann“, sagt Suse Weckwerth-Brandt. Ein festes Konzept gebe es nicht. Die Erzieher werden nach den Bedürfnissen der Kinder planen. Ob sie Ameisen beobachten wollen oder Frösche.

„Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“

Das ähnelt dem Plan des Haus für Kinder. „Wir wollen auf Expedition gehen, Tiere und Pflanzen entdecken und sehen was passiert“, sagt Deininger. Er selbst habe dort schon Rehe gesichtet. Es sei ein „ganz besonderes Gebiet“. Er ist überzeugt, dass es den Kindern gefallen wird – selbst bei schlechtem Wetter. Nur die Erwachsenen würde es schütteln, wenn es regnet. Auch im Kindergarten Heilig Dreifaltigkeit gilt das Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.“ Deininger sieht in dem Konzept die perfekte Mischung. Die Gruppen werden mehr draußen sein als in einem normalen Kindergarten, aber weniger als in einem Waldkindergarten. Das sei „optimal“, denn viele Eltern wollen, dass ihre Kinder draußen sind, aber nicht den ganzen Tag.

Beeindruckende Glasfronten

Vom Haus der Kinder werden zwei Gruppen mit jeweils 20 Plätzen angeboten. Ob alle belegt werden, komme auf die Nachfrage an. Das Personal sei aber auf zwei Gruppen ausgelegt. Deiniger macht sich keine Sorgen, dass Plätze übrig bleiben. „Wenn die Eltern die Gebäude sehen, werden sie begeistert sein“, sagt der Leiter. Die großen Glasfronten seien beeindruckend. Selbst wenn es regne, könnten die Kinder so in die Natur „rausgucken“. Der Kindergarten Heilig Dreifaltigkeit wird vorerst nur eine Gruppe in den Blockhütten betreuen. Der Standort werde „langsam aufgebaut“ und eine zweite Gruppe komme bei Bedarf dazu. so Leiterin Wühr. Die Stadt Kolbermoor weise ihnen die Kinder zu.

Die genauen Kosten stehen erst nach Bauende fest. Verzögerte Lieferzeiten führten zu Mehrkosten von 27.500 Euro, die an anderer Stelle eingespart wurden. Christian Poitsch vom Stadtmarketing Kolbermoor glaubt, dass der Kindergarten wie geplant 1,65 Millionen kostet, vielleicht sogar weniger. „Für vier Gruppen ist das sehr günstig“, sagt Poitsch. In der Gegend rechne er normalerweise mit einer Million pro Gruppe.

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