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Zeit zum Ankommen und Eingewöhnen

Der naturnahe Kindergarten in Kolbermoor öffnet: „Es wird spannend ab Montag“

Die graue Holzverkleidung bringt die großen Fenster zur Geltung – Endlich sind die Blockhütten fertig und die Kinder können in den naturnahen Kindergarten in der Nähe des Tonwerkweihers einziehen.
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Die graue Holzverkleidung bringt die großen Fenster zur Geltung – Endlich sind die Blockhütten fertig und die Kinder können in den naturnahen Kindergarten in der Nähe des Tonwerkweihers einziehen.
  • VonPaula Trautmann
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Im Wald spazieren, Frösche oder Ameisen beobachten und viel über die Natur lernen – so soll der Alltag im naturnahen Kindergarten an der Hölderlinstraße aussehen. Am Montag können die Gruppen endlich einziehen. Die Leiter und Kinder freuen sich auf das neue Abenteuer am Tonwerkweiher.

Kolbermoor – Einen konkreten Plan für die erste Woche gibt es noch nicht. „Es geht darum anzukommen und sich an die neue Umgebung zu gewöhnen“, sagt Frank Deiniger, Leiter des Haus für Kinder. Bisher war die Gruppe noch nicht auf dem Gelände, sondern im naturnahen Kindergarten an der Staatsstraße. Auch die Gruppe des Kindergarten Heilige Dreifaltigkeit soll sich zunächst eingewöhnen. „Sie sollen die neuen Räumlichkeiten kennenlernen“, sagt Leiterin Anna-Maria Wühr. Wo sind die Toiletten? Wo starten die Ausflüge? Wo halten sich die Kinder nun auf? Fragen wie diese stünden nun im Vordergrund.

In der Woche vor der Öffnung hat ihr Team bereits Materialien in die Blockhütten gebracht. Darunter „Kreativmaterial“ wie Stifte, Scheren und Papier sowie „pädagogisches Material“ wie Bücher oder Spiele. „Alles was man für den Kindergartenalltag so braucht“, sagt Wühr. Für die Erkundung der Natur hätten sie Lupengläser. Auch eine „gemütliche Kuschelecke“ mit Matratzen wird es als Rückzugsort geben.

„Alle sind total aufgeregt und gespannt“

Anders handhaben es die Erzieher des Haus für Kinder. All zu viel werden die Pädagogen vorerst nicht mitnehmen. „Wir werden erst mal schauen, was wir brauchen und nach und nach einziehen“, sagt Deininger. Erste Bastelmaterialien werde allerdings auch sein Team mitbringen.

Er freue sich, dass es nun endlich losgeht. „Alle sind total aufgeregt und gespannt – die Eltern, Kinder und das Team.“ Auch im Kindergarten Heilig Dreifaltigkeit können es alle Beteiligten kaum noch abwarten. „Das Team ist wirklich super froh“, sagt Wühr. Am Dienstag war die Schlüsselübergabe und die beiden Träger durften die Häuser das erste Mal begehen. Dabei haben sie Infos zur Heizung und zu den Möbeln bekommen, damit die Pädagogen die Räume schon gesehen haben und wissen, wie alles funktioniert.

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Lieferschwierigkeiten seien „normal“

„Es fehlen ein paar Kleinigkeiten wie Regale, die aber nicht relevant für den Betrieb sind“, sagt Deiniger. Die aktuellen Möbel seien ein Ersatz, die eigentlichen Tische und Garderoben kommen erst später. Wann sie geliefert werden, wisse er nicht. Wegen der Corona-Pandemie seien Lieferschwierigkeiten aber „normal“. Die Eröffnung des Kindergartens musste bereits um vier Wochen verschoben werden, weil Baustoffe für die Dächer und Außenverkleidungen nicht lieferbar waren. Nun sind die Hütten bereit für den Bezug.

Insgesamt 80 Kindergartenplätze

In der Gruppe des Haus für Kinder sind bis zum Jahresende 20 Plätze belegt – „Tendenz steigend“, so Deininger. In der „Waldgruppe“ der Einrichtung Heilige Dreifaltigkeit sind 22 Kinder. Für beide Kindergärten zusammen sind 80 Plätze geplant. „Sobald die Eltern sehen, wie das aussieht, steigt die Nachfrage“, ist Deininger überzeugt. Wenn sie sich das Konzept besser vorstellen und miterleben können, wolle sicher jeder sein Kind in den naturnahen Kindergarten schicken. Es sei ein Unterschied, ob die Eltern nur Bilder sehen oder die Hütten live erleben. Wühr hat ebenfalls die Rückmeldung von der Stadt Kolbermoor bekommen, dass die Nachfrage groß sei. Das überrascht die Leiterin nicht bei dem „super überzeugenden Konzept“.

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„Der Weg ist das Ziel“

Es sei „sehr frei“ und werde nach den Bedürfnissen der Kinder gestaltet. Auch die Erzieher vom Haus für Kinder werden den Tagesablauf frei gestalten. Sie werden gemeinsam mit den Kleinen entscheiden, was sie unternehmen und erkunden wollen. Die Pädagogen könnten schließlich nicht festlegen: Heute beobachten wir Rehe und dann sehen sie den ganzen Tag keine. Deshalb gilt laut Deininger: „Der Weg ist das Ziel.“

Drei Stunden täglich in der Natur

Mindestens drei Stunden werden die Kinder am Tag draußen sein. Die Besonderheit dabei sei die Lage im Naturschutzgebiet. „Ich glaube, das gibt es so weit und breit nirgends“, sagt Deininger. Die Gruppe des Kindergartens Heilige Dreifaltigkeit erkundet das geschützte Gelände um den Tonwerkweiher bereits fast jeden Tag. Nach der morgendichen Brotzeit marschieren sie entweder dorthin oder auf die Kolbermoorer Spielplätze. Die Blockhütten kennen die Kinder bisher aber nur von Außen. Deshalb ist Wühr sicher: „Es wird spannend ab Montag.“

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