Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


BAUAUSSCHUSS IN KOLBERMOOR

„Teufel steckt im Detail“: Darum korrigieren die Kolbermoorer die Abstandsflächensatzung

Werden künftig in Kolbermoor neue Häuser gebaut, sollen die alten Abstandsflächen gewahrt werden. Das heißt: Der Abstand zum nächsten Gebäude soll, je nach Bereich, die 0,4- oder 0,8-fache Höhe des Nachbarhauses haben.
+
Werden künftig in Kolbermoor neue Häuser gebaut, sollen die alten Abstandsflächen gewahrt werden. Das heißt: Der Abstand zum nächsten Gebäude soll, je nach Bereich, die 0,4- oder 0,8-fache Höhe des Nachbarhauses haben.
  • VonJohannes Thomae
    schließen

Die Stadt wollte in entsprechenden Stadtgebieten nicht mehr Abstand zwischen den einzelnen Bauten verlangen, nur die alten Abstandsflächen bewahren. Jetzt wird nachjustiert.

Kolbermoor – „Der Teufel steckt eben im Detail“: Die Aussage von Bürgermeister Peter Kloo (SPD) fiel auf der jüngsten Bauausschuss-Sitzung in Kolbermoor und bezog sich auf die neue Abstandsflächensatzung. Die hatte sich die Stadt erst Ende Januar gegeben, will sie nun aber bereits anpassen.

Anpassungen optimieren

Kolbermoor wird damit auf Dauer nicht allein bleiben, denn in zahlreichen Gemeinderäten war man sich im Januar klar: Die kommuneneigenen Satzungen, die man sich gewissermaßen in einer Hauruck-Aktion binnen vier Wochen zu geben hatte, wenn man nicht die entsprechende Neuregelung der Bayerischen Bauordnung eins zu eins übernehmen wollte, würde im späteren Alltag durch Anpassungen optimiert werden müssen.

Hohe Nachverdichtung in bestimmten Bereichen vermeiden

Kolbermoor hat viele Innenstadtbereiche, die noch nicht wirklich städtisch geprägt, es sind dies vor allem die Areale nördlich der Bahnlinie und südlich der Mangfall. Hier wollte der Stadtrat die hohe Nachverdichtung, die die geänderte Bauordnung möglich machen würde, vermeiden. Es sollte in diesen Gebieten von der Bebauungsdichte her, sprich bei den Abständen und den möglichen Gebäudehöhen, alles so bleiben, wie es war.

Lesen Sie auch: „Wir verdichten uns zu Tode“: Kolbermoor diskutiert engere Bebauung - nicht nur in der Innenstadt

In dem Zusammenhang muss man wissen, dass sich die Abstandsflächen aus der Bauhöhe eines Hauses ergeben. Nach der neuen Verordnung müsste der Abstand auf allen Gebäudeseiten nur noch 40 Prozent der Gebäudehöhe betragen, in Kolbermoor regelte die Satzung vom Januar dies abweichend: Bei Gebäuden unter sechszehn Metern Außenwandlänge darf der Abstand auf zwei Seiten 50 Prozent der Wandhöhe betragen, auf den zwei anderen Seite muss er 100 Prozent betragen.

Lesen Sie auch: Mehrere Bauvorhaben in Kolbermoor schreiten voran

Allerdings war dabei nicht berücksichtigt worden, dass die Stadt sich mit einer eigenen Satzung zwar eigene Prozentwerte geben kann, dass die Berechnungsgrundlage aber die sein muss, die in der neuen Bayerischen Bauordnung vorgegeben ist.

Und die schreibt für die Zukunft vor, dass zum Beispiel auf den Giebelseiten jetzt die gesamte Gebäudehöhe bis zum First mit einbezogen muss. Bislang hingegen war zur Höhe der geraden Wände nur ein Drittel der Höhe des „Dachdreiecks“ hinzu zu zählen.

Größere Abstände sind nicht beabsichtigt

Im Klartext führt das dazu, dass bei einer Verwendung der alten Prozentwerte sich faktisch größere Abstände ergeben würden, was aber nicht beabsichtigt war: Man wollte in den entsprechenden Stadtgebieten ja nicht mehr Abstand verlangen, nur die alten Abstandsflächen bewahren.

Der Bauausschuss beschloss deshalb einstimmig folgende Empfehlung an den Stadtrat: die Einzelwerte der Satzung werden von 0,5 auf 0,4-fache Höhe und von 1,0 auf 0,8 reduziert, so dass sich auch mit der neu vorgeschriebenen Berechnungsgrundlage annähernd die bislang üblichen Abstandsflächen ergeben.

Mehr zum Thema

Kommentare