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Bürgerhaus-Leiterin geht in Rente

Dagmar Baduras letzte Bilanz in Kolbermoor

Dagmar Baduras Schreibtisch im Bürgerhaus: Das Telefon ist ihr Begleiter. 2021 hat sie beispielsweise telefonisch 41 Impfanmeldungen für Senioren getätigt oder es rufen Bürger an und bestellen das Müll-Mobil.
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Dagmar Baduras Schreibtisch im Bürgerhaus: Das Telefon ist ihr Begleiter. 2021 hat sie beispielsweise telefonisch 41 Impfanmeldungen für Senioren getätigt oder es rufen Bürger an und bestellen das Müll-Mobil.
  • Ines Weinzierl
    VonInes Weinzierl
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Bürgerhaus-Leiterin Dagmar Badura geht Ende März in Rente. Vorher zeiht sie ihre letzte Bilanz. Sie berichtet von dem jahr 2021 und jeder Menge „großer Herausforderungen“.

Kolbermoor – Dagmar Badura geht Ende März in Rente. Die Bürgerhaus -Leiterin arbeitet seit 2004 in der Mangfallstadt. Zunächst in dem kleinen Häuschen gegenüber der Tafel, seit 2011 hat sie ihr Büro im Bürgerhaus der Diakonie. Ende März packt sie ihre Sachen zusammen, räumt ihren Schreibtisch. Für immer. Ein Blick zurück: „Diese Stelle war ein großer Glücksfall“, sagt Badura, die in Kolbermoor nahezu jeder kennt. Gründung der Tafel, Beratungs-Angebote, Lesepaten, Müll-Mobil, Seniorencafé – sie hat vieles in Kolbermoor aufgebaut. Noch rund acht Wochen hat sie beruflich vor sich – dann ist Schluss. Vorher zieht sie noch Bilanz über das Jahr 2021. Ein letztes Mal.

Einrichtung halbes Jahr geschlossen

Ganz grob beschreibt Badura das komplette Jahr 2021 als „große Herausforderung“. Aufsperren, zusperren. „Es war ein großes Hin und Her“, lautet ihre Bilanz. Am meisten habe sie sie sich mit dem 1,5 Meter-Abstand auseinander gesetzt, erzählt sie und lacht. Im Ernst: Das musste sein, sonst hätte ja nichts stattfinden können – so wie im ersten halben Jahr. Ab 22. Juni ging es dann langsam wieder los mit den Veranstaltungen. Das Seniorencafé beispielsweise fand wieder statt – „aber ohne gemeinsam zu backen. Da musste halt einer einen Kuchen von Zuhause mitbringen“, erzählt sie. Gemeinsames Kochen? Einmal Ende Oktober.

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Was trotz Corona immer stattfand waren die Beratungen – online versteht sich. Ebenso war das Müll-Mobil einmal im Monat auf Tour. Das hat die Bürgerhaus-Leiterin vor knapp zwei Jahren ins Leben gerufen. Einmal monatlich fahren zwei ehrenamtliche Helfer zur Senioren, um Glas, Plastik und Co. abzuholen. Dieses Angebot richtet sich an ältere Kolbermoorer, die nicht mehr in der Lage sind, ihren Müll selbst zur Wertstoffinsel oder zum Bauhof zu bringen. 13 Haushalte werden derzeit angefahren.

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Auch die Kolbermoorer Tafel hatte jeden Mittwoch geöffnet. Und so konnten die Kunden wöchentlich mit Lebensmitteln versorgt werden. „Auch wenn die Lebensmittel oft knapp waren, durch Spenden konnten wir etwas dazu kaufen und die Tüten der Kunden füllen.“ Die Organisation war eine große Herausforderung: „Viele ehreamtliche Helfer zählen zur Risikogruppe. Da gab es viel zu klären.“ Raumfilter, Maskenpflicht, Desinfektionsmittel. Obendrein wer wann kommt, wie die Kunden bedient werden sollen. Sie hat es geschafft.

Impfanmeldung übernommen

Corona hat Dagmar Badura das ganze Jahr beschäftigt. Und auch da hat Badura anpackt, hat kurzerhand den Senioren die Impfanmeldung abgenommen. „Die Musik der Warteschleife verfolgt mich bis heute“, sagt sie und lacht. Insgesamt hat sie 41 Impfanmeldungen getätigt sowie drei Booster-Termine.

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Aber wie kommen die Kolbermoorer Senioren zum Rosenheimer Impfzentrum? Auch dazu hatte Badura eine Idee und rief die Kolbermoorer via Mangfall-Boten zum Spenden auf. 1620 Euro haben die Bürger gespendet. Und so waren die Taxifahrten für Senioren, die es sich nicht leisten konnten und schwer zu Fuß sind, gesichert.

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